Fragen an den Pförtner!?

    Verstehe diese Aufregung um diesen Begriff ohnehin nicht.
    Wenn mich jemand fragt, “ Sind sie der Pförtner?“, dann sage ich doch nicht nein tut mir leid, ich bin der Werkschutz, (ich zumindest nicht).
    Letztendlich will dem Fragenden geholfen werden, und dabei ist es doch völlig egal ob ich als Pförtner, Werkschützer, Sicherheitsmitarbeiter oder ähnlichem antworte.
    Wenn Besucher fragen, ob sie hier bei mir richtig sein beim "Pförtner" sage ich immer: "nein, da müssen sie falsch sein. Hier sind sie nicht beim Pförtner" ...

    Nach 10-15min komm die Besucher verwirrt wieder, sollten sie tatsächlich gegangen sein und den Wink mit dem Zaunpfahl nicht begriffen haben... Dann werden sie gefragt ob sie zu einer Reinigungskraft auch "Putze" sagen.

    Klingt nun erstmal kundenunfreundlich, klappt aber hervorragend und endete bisher immer mit einem Lächeln und Verständnis. Nicht zum Nachahmen geeignet, da ich in meiner Position solche Spielchen durchaus mal machen kann und weiß, dass ich das richtige Fingerspitzengefühl dafür habe.
    @Pandrion
    Guten Morgen!
    Ich finde an dem Begriff Pförtner nichts abschätziges, obwohl er so nicht stimmt. Aber es ist wie bei vielen anderen Berufen, es hat sich so eingefleischt. Den Begriff Putze kann man schon eher zu den schlimmen Begriffen zählen. Das geht gar nicht! Da hast Du völlig Recht!
    Wer da überhaupt keinen Spass versteht sind unsere Damen vom Empfang. Wenn da einer kommt und sie als Pförtner bezeichnet fühlen die sich sowas von gekrängt. Und sollte das sogar noch ein Werksangehöriger und nicht Betriebsfremder sein, wird er mit mindesetens 14 Tage Missachtung belegt.
    Der Ungebildete glaubt das, was ihm paßt.
    (Ludovico Ariosto)
    Ich definiere den Begriff "Pförtner" so:
    Das Personal, daß vom Unternehmen (Werk, Fabrik, Krankenhaus ect.) selbst eingestellt (oder aber auch von Externen, also kein Bewachungsunternehmen) wird und wirklich nur für den Pfortendienst zuständig ist, also weder Rundgänge oder sonstige Bewachungstätigkeiten macht, da ist diese Bezeichnung angebracht.
    Da WIR aber allerdings einem Sicherheitsdienst angehören (und Sicherheitsaufgaben sprich BEWACHUNG wahrnehmen), finde ich diese Bezeichnung falsch.
    Wir wollen ja ernst genommen werden und die Bezeichnung „Pförtner“ impliziert das gerade nicht auch wenn unsere Aufgaben mit dem Begriff im Einklang stehen! Nur gehen oftmals unsere Tätigkeiten weit über die Überwachung von Toren und Zufahrten hinaus. Aber da sage ich auch wieder „geschenkt“! Wenn mich ein Mensch (Besucher) als Pförtner bezeichnet, kommentiere ich das nicht weiter!

    Und mich persönlich nerven auch keine Fragen, weil ich in diesem Zusammenhang immer versuche, mich in mein Gegenüber hineinzuversetzen. Bis auf wenige Situationen komme ich immer wieder zu dem Ergebnis, dass ich die Frage nicht anders gestellt hätte!

    Freundliche Grüße

    Moderator Doph_Zügota



    Gerechtigkeit herrscht, wenn es in einem Volk weder übermäßig Reiche noch übermäßig Arme gibt.

    Thales von Milet (um 625 - 545 v. Chr.), griechischer Philosoph und Mathematiker, einer der Sieben Weisen
    Pförtner ist jeder der seinen Dienst an der Pforte ausübt. Ganz gleich ob vom Kunde gestellt oder aber von einem Sicherheitsdienst.

    Ich finde wer an dem Begriff Pförtner etwas schlechtes sieht, sollte bei sich nach dem Fehler suchen und sich nicht so ernst nehmen. Und wenn man sich als Empfangskraft ( jene Person ist das Aushängeschild eines jeden Unternehmens und in der Regel die erste Person die der Besucher eines Unternehmens kennenlernt ) angegriffen fühlt und auf Kunden oder Besucher zickig reagiert, gehört meiner Meinung nach abgemahnt.

    Viele " Werkschützer " scheinen den Generalauftrag zu vergessen. Der Generalauftrag des Werkschutzes ist es, den Betrieb und die Mitarbeiter vor Gefahren und Schäden zu schützen.

    Was wenn ein vergraulter Besucher, ein Investor ist !?

    Der Kunde ist König solange er einen nicht persönlich beleidigt, und wenn er mich als Pförtner sieht, dann bin ich es eben.

    Irgendwie erinnert mich das an eine Person die unzufrieden war als Sicherheitsmitarbeiter betittelt zu werden und sich mit 34a lieber als geprüfte Fachkraft ausgab.
    Da stimme ich zu, nur ist der Kunde nicht König, sondern der Kunde ist Partner! Meinen Partner behandel ich auch wie einen König(in), aber einen König nicht wie meinen Partner!
    Freundliche Grüße

    Moderator Doph_Zügota



    Gerechtigkeit herrscht, wenn es in einem Volk weder übermäßig Reiche noch übermäßig Arme gibt.

    Thales von Milet (um 625 - 545 v. Chr.), griechischer Philosoph und Mathematiker, einer der Sieben Weisen

    Higgi schrieb:

    Pförtner ist jeder der seinen Dienst an der Pforte ausübt. Ganz gleich ob vom Kunde gestellt oder aber von einem Sicherheitsdienst.


    Eben nicht! Ein Pförtner übt keine Bewachungstätigkeiten aus.

    Genauso ist eine Assistentin der Geschäftsführung auch nicht gleich eine Chefsekretärin.
    Also da bin ich anderer Meinung: Wenn sich jemand mit der Überwachung von Türen und Toren beschäftigt und von einem Sicherheitsdienstleister kommt, sind das (Bewachungs-)Tätigkeiten im Sinne des § 34a GewO.

    Und man muss die Überwachung von Türen und Toren auch weiterdenken…
    Freundliche Grüße

    Moderator Doph_Zügota



    Gerechtigkeit herrscht, wenn es in einem Volk weder übermäßig Reiche noch übermäßig Arme gibt.

    Thales von Milet (um 625 - 545 v. Chr.), griechischer Philosoph und Mathematiker, einer der Sieben Weisen
    genau ....denken. Das sollte ein Sicherheitsmitarbeiter können. Über den Tellerrand schauen..... eine Bewachungstätigkeit ist auch eine Kontrolltätigkeit....oder nicht !? Und was macht ein Pförtner, er überwacht,kontrolliert regelt und leitet den Besucherstrom.

    Und je nachdem wo dieser Pförtner sitzt, kommt man auch gar nicht erst in das Gebäude rein ohne dass ER ein Knopf drückt.

    Alles Haarspalterei. Dann müsste ich mich ja jedesmal reinsteigern wenn wiedermal ein Sicherheitsdienstleister Objektsicherungsdienst anbietet und dabei Objektschutzdienst meint.