Neuer Boss, keine Rechte mehr ?

      Neuer Boss, keine Rechte mehr ?

      Tag miteinander,
      kennt ihr das auch?
      unser Auftraggeber hat ein neues Sparkonzept für den Werkschutz entwickelt.
      Bisher waren wir zu zweit ( Pförtner und Wächter ) in 12 Std.-Schichten.
      Jetzt ist der 2. Mann gestrichen, und nur noch 1 Mann an der Pforte.
      Damit noch Rundgänge gemacht werden können, überschneiden sich die Dienstzeiten um 1 bis 2 Std., dadurch ergeben sich 6 versch. Einsatzzeiten.
      Pausen gibt es nicht. O-Ton vom Chef: Telefonhörer auflegen ist Pause bis zum nächsten klingeln.
      Die fehlenden Stunden ( Vertraglich 173 ) sollen mit Urlaub aufgefüllt werden.
      Pforte darf ( 10 Std. Dienst ) nur für dringenden Toilettengang verlassen werden.
      Wir machen Zugangskontrolle, Telefondienst, GMA-Überwachung, Notruftelefon-Überwachung, Besucherempfang ect.
      Waren da die Arbeitsbedingungen unter Bismarck nicht besser ?
      ;( :thumbdown:
      Betriebsrat ?
      sorry, mit Fremdwörtern kenn ich mich nicht so aus || , aber Spass beiseite.
      Wir sind jetzt nur noch 6 Frau/Mann, da steht einem, glaube ich, gar kein Betriebsrat zu.
      Muss mir mal das Betr.-VG reinziehen. MTV wäre auch interessant, habe das aber trotz stundenlanger suche nicht zum Download gefunden.
      mfg:
      rol
      In Betrieben mit in der Regel mindestens fünf ständigen wahlberechtigten Arbeitnehmern, von denen drei wählbar sind, werden Betriebsräte gewählt. Dies gilt auch für gemeinsame Betriebe mehrerer Unternehmen.

      Tipp: Schließt euch zusammen, kündigt alle zusammen, natürlich nachdem ihr einen neuen AG gefunden habt. Dann wird der alte AG nämlich seinen Auftrag verlieren.
      Nur so als Hinweis: Als Verdi-Mitglied bekommst du jeden Verdi-Tarifvertrag, den du haben willst. Auf Termin zusätzlich eine kostenlose Rechtsberatung im Gewerkschaftshaus, allerdings keine kostenlose anwaltschaftliche Vertretung vor Gericht.
      Ein paar schlechte Erfahrung an Objekten könnte ich aus meiner Zeit als Springer 2007 / 08
      auch beisteuern.... Ja, was du schilderst ist typisch.
      Die Frage ist, ob man sich das antun und sich somit sein Leben und seine Gesundheit ruinieren
      lassen will. Meine Antwort nach 16 Jahren in der Branche lautet ganz klar: nein.
      Heute würde ich da nicht mehr lange fackeln, meinem Einsatzleiter sagen : Ich werde an diesem
      Objekt nicht mehr arbeiten - die Bedingungen verstoßen in vielerlei Hinsicht gegen rechtliche Bestimmungen -
      da ich weiß, daß Sie z.Zt. niemand anderen zur Verfügung haben, bin ich noch aus Treue zur Firma bereit, einen anderen Mitarbeiter
      einzuweisen, dann ist für mich Schicht.
      Damals, 2008, habe ich das nicht so klar gesagt, zwar telefonisch mehrmals um Ablösung gebeten, aber sie wurde mir nicht gewährt,
      weil ich nicht klar drauf bestaden habe.Das Ende vom Lied war dann, daß auch ich die "Toilettengänge" entsprechend ausgeweitet
      und das ständig klingelnde Telefon habe läuten lassen. Nach ein paar Tagen wurde ich durch den Auftraggeber hinauskomplimentiert
      und habe mir eine Abmahnung vom damaligen Chef eingehandelt.Selbst das war mir lieber, als noch einen Tag länger am besagten
      Objekt arbeiten zu müssen ( noch dazu haben sich die dort arbeitenden Beamten extrem unsympathisch uns gegenüber verhalten
      und waren extremst faul - so faul, daß wir teilweise ihre Arbeit machen sollten -KEIN WITZ ).