Das Bild des Wachschutzes in Medien und Öffentlichkeit

      truder1400 schrieb:

      Herol schrieb:

      Fachkraft für 8,50 ?
      Diese Firma rechnet dann wieviel für dich ab? ( rhetorische Frage ).


      hm... wir berechnen mal dem steuerzahler so um die 40 eus die stunde ... wenn das reicht!

      Danke Maik... diese Posting implizierte eben 40EUR/h für einen Auftraggeber der öffentlichen Hand, im Zusammenhang mit unserem Thema Flüchtlinge eine schon obszön hoher Wert. Ich denke in dem Bereich kann man froh sein durchschnittlich 20EUR zu realisieren und das dürfte schon das obere Limit sein. 40 und mehr haben wir ach schon realisiert, bei entsprechender Lage etcpp... aber wir sind auch eine Apotheke was das angeht ;)
      @truder1400 zu deiner Info:
      Für den normalen Separatdienst, wozu die Bewachung von Flüchtlingsheimen zu rechnen ist, nimmst deinen eigenen Lohn ca. mal 1,8 bis 2. Damit hast du in etwa den Stundenverrechnungssatz, den deine Firma vom Kunden für die Dienstleistung bekommt. Kerntechnische Anlagen und solche Spezialitäten sind eine andere Baustelle. Das ein Kunde 40 Euro die Stunde bezahlt und der tätige Mitarbeiter nur 8,50 Euro verdient, ist etwas sehr ungewöhnlich: Auch die Kunden haben einen Taschenrechner und Bleistift.
      darf ich mich mal kaputt lachen....in dresden bekommt ein selbsändiger... von den drei herd.... 13eus netto als revierfahrer! und die machen immer noch gewinn!!! aber als " arbeitgeber gehört ja bekanntlich, jammern auf höstem niveau zu handwerk" mal abgesehen das man ja fast alles von der steuer absetzen kann!
      Ich habe mir jetzt nicht alle Antworten durchgelesen und hoffe nicht, die Inhalte einiger Vorredner zu wiederholen, aber möchte auch meine Meinung dazu kundtun. Warum ist ein solches schlechtes Bild in den Medien von unserem Berufsbild? Ja, es wird leider fast immer nur generalisiert und gemäß Bild-Propaganda ein entsprechendes Bild verbreitet. Zunächst darf man nicht vergessen, dass bis vor "einigen" Jahren ja tatsächlich noch die Tatsache herrschte, dass man (schlimmerweise leider) keinerlei Qualifikation für das Sicherheitsgewerbe benötigte. Auch heute wird es vielen noch leicht gemacht was die Qualifizierung, bzw. Mindestanforderungen betrifft. Jeder (bitte entschuldigt meine Wortwahl) "Hans und Franz" darf sich mit >so gut wie nichts< selbstständig schimpfen in unserem Gewerbe. (Sprich: 80-stündiges Unterrichtungsverfahren) Dies (zumeist) ohne betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse, Mitarbeiterführung u.a. (das erklärt auch, warum genauso viele Sicherheitsunternehmen so schnell wieder verschwinden wie sie aus dem Boden geschossen sind). Mal abgesehen davon wissen wir fast alle, dass in einem Großteil der Firmen, Personal ohne, oder mit unzureichender Qualifikation eingesetzt wird, da diese kaum bis nie (mit Ausnahmebereichen) kontrolliert/überwacht werden (also: "wo kein Kläger, da kein Richter"). Da könnte ich Geschichten und Anekdoten erzählen. Ebenfalls ist auch die Mindestanforderung für Angestellte nicht zeitgemäß, bzw. den tatsächlichen Anforderungen in der täglichen Praxis angemessen. Mitarbeiter in unserem Gewerbe sind leider meist einfach nicht ausreichend geeignet für ihre Tätigkeit. Vielerseits, bzw. all zu häufig wird neben der notwendigen Fachkompetenz die soziale sowie persönliche Kompetenz hinsichtlich des Einsatzes der Mitarbeiter kaum bis gar nicht berücksichtigt, was logischerweise i.d.R. zu Problemen führt. Ich möchte mit diesen harten Worten niemanden zu nahe treten, aber in kaum einem anderen Gewerbe wird es (den falschen??) Leuten so enorm leicht gemacht einzusteigen. EINE Antwort (das ist meine -persönliche- Meinung, man muss diese nicht zwingend teilen) darauf ist, zum einen die Erhöhung der gesetzlichen Mindestanforderungen an Angestellte und Gewerbetreibende in unserem Berufszweig und zum anderen, die erhebliche Verbesserung, bzw. nennen wir es mal, der Tätigkeit >angepassten< sozialen Rahmenbedingungen und eine strengere und kontinuierliche Kontrolle der Unternehmen durch die Behörden. Hart, aber einfach ausgedrückt; Neben der Tatsache der Generalisierung durch die Medien, muss man sich einfach mal ansehen, wer oder "WAS" sich eigentlich alles heutzutage "Sicherheitskraft" schimpfen darf. Und bevor böse Gegenwinde wehen: Nein, ich mache gute Arbeit nicht >allein< von Qualifikationen abhängig, aber wenn ich schon Prüfer in diversen Ausschüssen sehe, die selbst nicht einmal ansatzweise diesem oder einem ähnlichen Berufsbild entstammen, selbst null qualifiziert sind (ja, solche kenne ich), oder sog. Gewerbetreibende die in Bewerbungs-, bzw. Vorstellungsgesprächen deutlich zeigen, dass ihnen nicht einmal die gängigsten Qualifikationen im Gewerbe bekannt sind und wer so alles als Unternehmer in diesem Gewerbe herumläuft,.....dann wundert mich das (verallgemeinernde) Bild unserer (und ich liebe die Bewachungsbranche) Branche (leider) nicht wirklich. Und mit den Medien ist es leider wie in allen anderen Bereichen auch....Negativschlagzeilen sind nun einmal diskutabler, gerade wenn man sie noch ein wenig "puscht".

      LG Dennis