Das Bild des Wachschutzes in Medien und Öffentlichkeit

      Das Bild des Wachschutzes in Medien und Öffentlichkeit

      Unsere Branche hat keinen guten Ruf.
      Sicher kennt ihr die "originellen" Zeitgenossen, die meinen, den Witz des Jahrhunderts zu reißen
      wenn sie eine "Wach - und Schließgesellschaft" zur "Lach- und Schlafgesellschaft" o.ä. machen.
      In Krimis sieht man nicht selten den vor zahlreichen Überwachungskameras eingenickten Wachmann,
      unter dessen nicht wachsamen Auge die Ganoven den Markt leerräumen.
      Bei Stephen King wird als erstes der depperte Wachmann ins Jenseits befördert, ehe dann die
      richtig schlimmen Gruseleien beginnen ;-).
      Und so weiter und so fort.
      Woran liegt das ? Spiegelt das die Realität oder sind das nur Vorurteile ?
      Die heute in den Nachrichten thematisierten Vorgänge in einem Asylbewerberheim, passen natürlich genau wieder in das Negativimage. Ein paar Idioten schaffen es immer wieder.
      Mit allerbesten Grüßen aus Ostholstein

      Dipl.-Päd. Thomas Preuß, M.A.
      (Sicherheitswirtschaft und Unternehmenssicherheit)
      Elkensteert 2
      23738 Kabelhorst

      TMP-Security
      preuss@tmp-security.de
      +49 4363 90 46 41 T
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      Zunächst gilt es die Begriffe „Medien“ und „Gesellschaft“ voneinander zu trennen. Weiter muss man dann die Kausalitäten sehen und nach der Ursache und dem Wirkungsverhältnis fragen, wenn man die Eindrücke, Fantasien und Vorstellungen der beiden Begriffe bezüglich des Sicherheitsdienstleistungsgewerbes näher beleuchten will.

      Für mich stellt sich sofort die Frage: Will die Medienwelt „das Bild des Wachschutzes“ wirklich so darstellen und will man dann gezielt, ein solches Verständnis erzeugen? Um hierbei zu einem belegbaren Ergebnis zu kommen und um die Position und Rolle der Medien bestimmen zu können, muss eine holistische Betrachtung erfolgen. Diese ganzheitliche Betrachtung kann in einem Forenbeitrag kaum erfolgen!

      Schaut man sich die kurzgefassten Artikel in Boulevardzeitungen, Pseudo-Dokumentationen usw. an, wird schnell klar, warum die Medienlandschaft so handelt. Dabei muss allerdings auch angemerkt werden, dass übermäßig viele Menschen dazu neigen, weniger umfassende Aussagen zu tätigen. Auf der einen Seite sind Emotionen und Zeit der Auslöser und das ist auch verbunden mit mangelndem Wissen, der Grund, warum der Anspruch so gering gehalten werden muss. Gerade in der Medienwelt bestimmt vor allem der Faktor „Zeit“, die Darstellungsqualität! Denn Zeit hat die Medienwelt und damit die Journalisten, schon lange nicht mehr, weil man immer möglichst der Erste sein muss, der die Informationen veröffentlicht!

      Im jüngsten Fall „Sicherheitsdienst misshandelt Asylbewerber“ haben die Medien genau das publiziert, was auch geschehen ist und bisher hat Niemand gesagt oder geschrieben, dass alle privaten Sicherheitsdienste nicht in der Lage sind, solche Aufträge durchzuführen (Das kommt erst im Laufe der Woche). Natürlich hat der Bundesvorsitzende der DPolG (Deutsche Polizeigewerkschaft) sofort und auch wieder nur skizzenhaft gesagt, dass solche Aufgaben nicht von „Privaten Sicherheitsdiensten“ übernommen werden dürften und dann im zweiten Satz sagt er: „Das was nichts kostet das ist auch nichts“!

      Da kann ich nur sagen: denken – drücken – sprechen, weil er im ersten Satz schon wusste, wie schwer es sein würde, nicht die privaten Sicherheitsdienste sondern den Staat mit der Erfüllung der Aufgaben zu betrauen. Da kotzt nämlich jeder CDU-Mann über den Tisch und jede SPD-Frau gleich hinterher!

      Solche Interviews sind natürlich für die Medien förderlich, weil damit Publikumsbedürfnisse befriedigt werden; jeder Redakteur sagt dann: „DAS IST GEIL, DAS IST GEIL, GUTER MANN“!

      Aber ich habe heute noch schlimmeres gesehen: Da geht unserer Deutsches-Mystifizierungs-Blatt Nr. 1 hin und bringt diese Misshandlung von Asylbewerbern unter dem Aufmacher „Folter-Skandal im Flüchtlingsheim“ auf die Seite 1. Auf der zweiten Seite kommt dann ein bisschen Politik und Seite 3 zieht die Sicherheitsbehörden durch den Kakao. Über die Seite 4 ergießt sich dann das, was die Welt wirklich interessiert: Der Clooney hat geheiratet! Erst auf Seite 11 kann ich von Schneider und Weuster den Artikel lesen, der auf Seite 1 als Aufmacher steht. Also schön die Bevölkerung aufhetzen und vielleicht – denkt die Redaktion -, können wir mit diesem „Skandal“ noch mehr Profit machen!

      Viele Journalisten würden wahrscheinlich gerne etwas anderes schreiben, aber die Zeit reicht dazu nicht aus! Eine vernünftige Recherche muss nicht betrieben werden, so lautet der Duktus vieler Medien; wir müssen einfach nur Geld machen und das Volk weiter mystifizieren. Besonders krass macht das dieses Blatt mit den vier Buchstaben; ja man sagt ja sogar, dass man „MEINUNG“ macht! Über diesen Slogan sollte die Bevölkerung mal nachdenken!

      Freundliche Grüße

      Moderator Doph_Zügota



      Gerechtigkeit herrscht, wenn es in einem Volk weder übermäßig Reiche noch übermäßig Arme gibt.

      Thales von Milet (um 625 - 545 v. Chr.), griechischer Philosoph und Mathematiker, einer der Sieben Weisen

      Doph_Zügota schrieb:

      Natürlich hat der Bundesvorsitzende der DPolG (Deutsche Polizeigewerkschaft) sofort und auch wieder nur skizzenhaft gesagt, dass solche Aufgaben nicht von „Privaten Sicherheitsdiensten“ übernommen werden dürften und dann im zweiten Satz sagt er: „Das was nichts kostet das ist auch nichts“!

      Vielleicht sollte auch dem Vorsitzender der DPolG der Unterschied zwischen hoheitlichen und vertragsrechtlichen Aufgaben klar sein. Ob es ihm passt oder nicht, aber die Polizei zunächst einmal nicht originär zuständig. Das Problem entsteht an anderer Stellen, welche hier ja schon thematisiert worden sind.
      Frage: Meiner Kenntnis nach, welche derzeit nur aus den Medien resultiert, gab es eine Vergabe an Subunternehmer. Ist über den Hintergrund der Tatverdächtigen etwas bekannt? Ausbildung, gewerbekonforme Anmeldung, Zuverlässigkeit etc.

      Mit allerbesten Grüßen aus Ostholstein

      Dipl.-Päd. Thomas Preuß, M.A.
      (Sicherheitswirtschaft und Unternehmenssicherheit)
      Elkensteert 2
      23738 Kabelhorst

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      Dieses Getue unserer gewählten Volksvertreter in den Nachrichten ko... mich so was von an!!! So was scheinheiliges, obwohl sie es selbst in der Hand hatten und haben mehr zu tun. Was aktuell abläuft ist Mediengeilheit und vollkommen aus dem Ruder, die BLÖD-Zeitung setzt da noch einen drauf. Der Vorfall in NRW wohl eher eine Ausnahme von den x²-Wohnunterkünften für Flüchtlinge in Deutschland. Aus dem Grund werde ich genau zu diesem Thema die nächsten paar Tage keine Medien mehr verfolgen.

      Eine große Erstaufnahmeeinrichtung war lange Jahre ein Objekt, das ich betreut habe. Wir hatten dort einen beeindruckenden 2x2m-Bullen als Objektleiter, der für die Bewohner klare Regeln aufgestellt hatte. Die bis zu 2000 Bewohner aus was weiß ich 20 verschiedenen Nationen haben das kapiert, akzeptiert und es hat wunderbar funktioniert. Anwendung körperlicher Gewalt = Fremdwort! Die Beamten des Polizeireviers gegenüber hatten weitgehend ein stressfreies Leben. Das ist die Wahrheit!

      Und nochmal Politikerschelte: Das Problem mit den Unterkünften und der Versorgung der Flüchtlingsströme ist nicht plötzlich aufgetreten, sondern besteht seit Monaten. Jedes Bundesland und jede Kommune stöhnt nur noch, und weiß nicht wohin mit den MENSCHEN. Das Dilemma jedoch auf die unterste, billigste und unkontrollierte Schiene abzustellen, ist verantwortungslos und kriminell ... meine Damen und Herren Politiker.

      Meine Meinung ist ein Appell: Lasst uns ihnen helfen, wir können uns das leisten! Nein, nicht Asyl geben, sondern versorgter Aufenthalt auf Zeit, bis sich Situationen in den Ländern für die Rückkehr beruhigt haben.
      Na klar, wie immer, den Baum im Wald übersehen:
      Zu dieser seltsamen Sicherheitsfirma ... Lebenslanges Berufsverbot für den Inhaber und Geschäftsführer der Firma im Sicherheitsgewerbe, die direkten Täter der Gewaltaktionen haben ohne Bewährung hinter schwedische Gardinen einzumarschieren. Das ist mein Urteil dazu als Nicht-Richter.
      Okay. Die gezeigten Bilder sind sehr unvorteilhaft. Eine Schande. Aber und da muss ich grad mal ein wenig Würze aus der Diskussion nehmen: Polizeibekannt sind sehr viele Mitarbeiter im Sicherheitsdienst, das bringt der Job nunmal mit sich. Auch ich bin wegen Körperverletzungsdelikten polizeibekannt, meine Verfahren wurden alle mit Rechtfertigungsgrund eingestellt. Dennoch hat die Polizei mehrfach gegen mich ermittelt und somit bin ich polizeibekannt. Insofern würde ich darauf nix geben.

      Auch den angeblichen Drogenbesitz würde ich erstmal nicht allzu ernst nehmen. Auch hier wissen wir nicht, wie das zustande kam. Polizisten die negativ gegen SMA eingestellt sind gibt es zuhauf. Jetzt muss man sich nur noch vorstellen, SMA findet im Dienst eine größere Menge Drogen in seinem Bereich. Solange die SMA nicht vorbestraft sind, haben sie sich nichts zu Schulden kommen lassen. Ich habe bisher nichts von einer Vorstrafe lesen können.

      Das alles ändert natürlich nichts im Umgang mit den Flüchtlingen. Dafür sind sie zur Rechenschaft zu ziehen.
      Man sollte in diesem Bereich gänzlich auf private Sicherheitsdienste verzichten u. das Ganze zur hoheitlichen Aufgabe machen, die durch Landesbedienstete zu erfüllen ist.

      Speziell das mit dem Subunternehmern resp. deren Mitarbeitern, den/die letztlich gar keiner mehr richtig überprüft, geht überhaupt nicht!

      Eine bestimmte Einrichtung aus diesem Bereich hatte anfangs "Werkschutzfachkraft" als Qualifikation in der Ausschreibung für das Sicherheitspersonal verlangt. Mit jeder erneuten Ausschreibung - die Öffentlichen müssen ja ständig neu ausschreiben - wurde die Qualifikation weniger. Aus kaufmännischer Sicht ist das logisch, wird ja billliger!
      @ Ex- Rezi : Aber es gibt doch aus der Vergangenheit viele Beispiele, wo Polizisten sich
      gegenüber Asylbewerbern inkorrekt benommen haben. Das hat teilweise bis zum Tod
      der Asylbewerber geführt ( z.B. jener Afrikaner, der in der Zelle der Sicherheitsverwahrung
      verbrannt ist. Die Polizisten sagten, er hätte selbst seine Matraze angezündet).
      Ob die Hoheitlichen die Aufgabe generell besser lösen, darüber habe ich meine Zweifel.

      Ex-Rezi schrieb:

      Man sollte in diesem Bereich gänzlich auf private Sicherheitsdienste verzichten u. das Ganze zur hoheitlichen Aufgabe machen, die durch Landesbedienstete zu erfüllen ist.


      Sicher ein Ansatz den man mal aufgreifen sollte, aber wie könne das funktionieren?
      Freundliche Grüße

      Moderator Doph_Zügota



      Gerechtigkeit herrscht, wenn es in einem Volk weder übermäßig Reiche noch übermäßig Arme gibt.

      Thales von Milet (um 625 - 545 v. Chr.), griechischer Philosoph und Mathematiker, einer der Sieben Weisen
      bei den angeblich leeren kassen wird das nicht funktionieren. man sollte bei der übernahme von hoheitlichen tätigkeiten doch sehr auf eine erweiterte sicherheitsüberprüfung und dementsprechende qualifikation der sma´s setzen ( min. werkschutzfachkraft).
      meiner meinung noch wird das thema in dem heim von den medien wieder maßlos übertrieben, solange man den grund nicht kennt wie es zu dem zwischenfall gekommen ist sollte man die bälle flach halten.