Kickboxen sinnvoll?

      Der Besen :D

      Leichter lernt sich eigentlich Krav Maga, da es die körpereigenen Reflexe anspricht. Beim Kickboxen hast du auch nicht so viel Auswahl, was die Techniken betrifft. Zumal es ja toll ist, wenn du dein Gegenüber umkicken kannst, das bringt dir aber bei einer Festnahme rein gar nichts und sieht nebenher auch noch doof aus.
      Wenn ich zwei Techniken habe, die beide zum gleichen Ziel führen, wähle ich die, die eleganter aussieht. Das liegt aber im eigenen Interesse. Trete ich jemanden ins Gesicht, sieht das maximal unschön aus, hinterlässt blut und führt in jedem Falle zur garantierten Anzeige allein schon durch Zeugen. Die gleiche Lage mit Kontroll- und Hebeltechniken gelöst lässt den Laien nicht durchschauen, was ich genau mit dem Kontrahenten angestellt habe. Es sieht schöner und weniger gewalttätig aus. Das bringt mir den entscheidenden Vorteil auch vor dem Richter, wenn es um das Thema Angemessenheit geht.

      Niemals vergessen: Ein gelernter Kämpfer wird vor Gericht immer härter beurteilt als ein Laie. Gerade deshalb sind Schläge und Tritte tabu.
      Was das Beste ist kann man so nicht sagen! Gegenüber dem traditionellen Kampfsport spricht für Krav Maga, die schnelle Erlernbarkeit oder auch Einfachheit und die Effektivität der Techniken, gepaart mit der Darstellung von realitätsnahen Szenarien. Mir persönlich hat Krav Maga nicht geschadet! Im Übrigen lassen auch Techniken aus anderen Kampfsportarten mit Krav Maga gut verbinden!
      Freundliche Grüße

      Moderator Doph_Zügota



      Gerechtigkeit herrscht, wenn es in einem Volk weder übermäßig Reiche noch übermäßig Arme gibt.

      Thales von Milet (um 625 - 545 v. Chr.), griechischer Philosoph und Mathematiker, einer der Sieben Weisen
      Schnelle Erlernbarkeit heißt, dass Du natürliche Reflexe und instinktive Bewegungen zur Verteidigung einsetzen kannst! Krav Maga basiert auf hocheffektiven und simplen Kampftechniken (nicht alle), die in relativ kurzer Zeit für Jedermann zu erlernen sind. Im Zusammenhang mit dem Bewachungsgewerbe und dem Personal, ist Krav Maga als Selbstverteidigung, die beste Lösung.
      Freundliche Grüße

      Moderator Doph_Zügota



      Gerechtigkeit herrscht, wenn es in einem Volk weder übermäßig Reiche noch übermäßig Arme gibt.

      Thales von Milet (um 625 - 545 v. Chr.), griechischer Philosoph und Mathematiker, einer der Sieben Weisen
      Die Frage ist vielleicht etwas unglücklich gestellt.... ;)

      Dennoch mal meine bescheidene Meinung dazu: Für "die Straße" sollte m.M.n. eine effektive Art sich zu verteidigen gewählt werden, d.h. eine Kampfsport/Kampfkunst/Selbstverteidigungsart, die schnell "zum Ziel" führt.

      Das Ziel "für die Straße" ist für mich ein anderes als das, welches ich "für den Dienst" zähle. Näher möchte ich darauf nicht eingehen.... Bzgl. Verhältnismäßigkeit und Notwehr möchte ich doch hoffen, dass sich hier intensiver damit auseinandergesetzt wurde.

      Kickboxen ist ein Kampfsport mit Vollkontakt und das empfinde ich als äußerst wichtig, wenn man für den Ernstfall trainiert. "Das Beste" wird es nicht geben, da hat wohl jeder Kampfsportler seinen persönlichen Favoriten. Viel falsch wird man damit allerdings nicht machen. Natürlich kommt es auf den Trainer an, das Studio, den eigenen Willen, Disziplin, den Kopf (den sogenannten "Killerinstinkt"), die Situation, den momentanen Zustand (betrunken, sonstiger Einfluss von berauschenden Mitteln), usw usw....

      "it's not the dog in the fight --> it's the fight in the dog"

      Bedeutet, dass es das "perfekte bzw. beste System" nicht gibt. Krav Maga ist sicherlich eine sehr praxisorientierte Selbstverteidigungsart, allerdings gibt es auch andere gute SV-Systeme und auch hier kommt es enorm auf den Trainer an (hat er selbst Erfahrung aus der Praxis oder versucht er als "Bürohengst" nur Kohle zu scheffeln und hat von der Praxis nur wenig Ahnung).

      Dass Vollkontakt Sportarten übrigens für den Sicherheitsdienst völlig unsinnig sind, sehe ich ganz anders. Kollegen, die kampfsporttechnisch sehr fit sind, strahlen das auch aus und nicht selten haben diese dann viel weniger Konflikte als andere Kollegen, die kein Selbstvertrauen aufweisen, weil sie genau wissen, dass sie einige Maßnahmen erst gar nicht durchsetzen könnten (kommt natürlich auf den Bereich an, in dem man tätig ist. Der klassische Pförtner wird nicht viel von irgendwelchen Kampfsporttechniken profitieren können - außer vielleicht einen besseren Dienstplan rauszuhandeln :D :D :D )

      Boxen, Kick- und Thaiboxen würde ich persönlich fast jedem in Deutschland trainierten SV-Systemen vorziehen, einfach deshalb, weil viele dadurch ihre Hemmschwelle senken können, die bei klassischen SV-Trainingseinheiten nicht abgebaut wird (kein Vollkontakt, oft zu weiches Training, fehlender "Killerinstinkt"). Letztendlich kommt es natürlich auch auf deine Möglichkeit an, die Trainingseinheiten wahrzunehmen. Große Studios, die oft Trainingseinheiten anbieten sind hier wohl zu bevorzugen.

      Kraftsport
      Ich betreibe seit Jahren traditionelles Karate und bin Träger des 1 Dan. Ich sehe mein Sport nicht als Kampfsport, sondern Kampfkunst an. Ich habe viele Jahre hart arbeiten müssen, um diesen Stand zu erreichen. Primär geht es mir um die "Kunst", die Motivation sich ständig weiterzuentwickeln, um ein neues Level zu erreichen. Es geht mir aber auch um die Reife, diese Kunst in Notsituationen klar und vernünftig zur Verteidigung einsetzen zu können. Dieser Sport ist für mich eine Lebenseinstellung geworden. Er begleitet mich täglich durchs Leben und gibt mir Kraft, Ausdauer und vor allem ausbalanciertes Selbstvertrauen.

      Es ist nicht möglich so pauschal die "beste" Kampfsportart zu bestimmen. Denn, jeder Meister ist auf seiner Ebene eine Waffe und kann sich effektiv in identischen Situationen zu wehr setzen. Um sich jedoch effektiv und erfolgreich zu wehr setzen zu können, benötigt es viel Training und vor allem Erfahrung.

      " Erfahrung ist der härteste Lehrmeister"


      Ich habe schon Dinge erlebt und gesehen die sämtliche Pauschalisierungen bezüglich verschiedenster Kampfsportarten & Künste komplett umgeworfen haben. Im Jahre 2010 z.B. habe ich einen großen Kampf zwischen einen Kickboxer und Judo Car beobachten dürfen. Beides gestandene Sportler mit viel Erfahrung. Der Kickboxer jedoch satte 20 KG mehr Muskelmasse auf den Knochen. Fazit: Kickboxer hatte einen gebrochenen Arm und lag noch, bis der Notarzt kam auf dem Boden, und hat gewinselt wie ein Baby. Der ganze Kampf hat nicht mehr als 60 Sekunden gedauert. Der Judo Car hatte beobachtet, abgeschätzt und eingegriffen und mit einen Wurf & späterer Klammer den Gegner gekonnt kampfunfähig gemacht.

      Ich spreche hier von Judo, basierend auf dem japanischen Ringkampf. Ein Sport, eine Kunst, die belächelt und stark unterschätzt wird. Aber auch hier sehen wir wieder die Perfektion, die eine traditionelle Kampfkunst mit sich bringt. Die immer und ständig perfektionierte Kunst, weitergegeben über Jahrhunderte an neue Generationen.

      Kickboxen ist z.B. in meinen Augen ein stupider Kampfsport. Schnell zu erlernen ohne große etische Vermittlung an die Schüler seitens der Trainer. Hier geht es nur darum, den Gegener schnell & brutal zu strecke zu bringen. Ein Kampfsport, der ständig in kontrollierter Umgebung stattfindet und einzig wettkampforientiert betrieben wird. Keine gute Grundlage um Erfahrungen zu sammeln, die einen auf eine reale gefährliche Situation vorbereit. Hier spielt nämlich die mentale Verfälschung seiner eigenen Meinung über seine eigenen Fähigkeiten eine große Rolle, die durch den schnell erlernenden Sport und deren allg. Fixierung auf den sportlichen, kontrollierten Kampf, falsches Selbstbewusstsein vermittelt.

      Wenn man kämpfen können möchte, braucht man Zeit und Geduld. Wenn dann, aber auch etwas Vernünftiges mit Tradition und tiefen wurzeln. Denn nur auf Grundlage Solches kann man ein wahrer Meister werden.


      Edit: .... schaut mal hier.... bezüglich Judo


      Gute Frage! lach!
      Kickboxen wird dir auf der Strasse null bringen denn die Zeiten sind vorbei, wo man sich geklopft hat. Wie viele auch schon schreiben, ist der Faktor reden heute fast besser angesagt, wie jemand einen Kick zu verpassen und gleichzeitig ein Messer einzufangen.
      Sportlich gesehen, bin ich der Meinung dass jede Sportart die was mit Griffen zu tun hat besser ist, oder nur das Boxen.
      Bin mir sicher das jeder Erfahrene Kampfsportler, keine kicks einsetzt bei einer Ausseinandersetzung, die gefahr ist viel zu gross das eine fängst.
      Mein Fazit gehe lieber den Stress aus dem Weg!
      Ich hab in diesem Job schon beinahe alles gemacht und zum Glück trotz einiger sehr heikler Situationen es immer geschafft den Konflikt verbal zu lösen.
      Ich hätte mir in mancher Situation des öfteren Kampfsporterfahrung gewünscht, am Ende reichte es aber immer ohne.
      Wie war noch das Zitat, dass Wort ist schärfer (stärker) als das Schwert oder so ähnlich?
      Also nicht umhauen, umquasseln. ;)