Zukunftsprognose Sicherheitsbranche

      Zukunftsprognose Sicherheitsbranche

      Wie wird sich die Wach- und Sicherheitsbranche die nächsten Jahr entwickeln? 29

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      Servus,

      ich wollte mal fragen, wie ihr die Zukunft unserer Branche seht, vor allem die "älteren" Kollegen, die schon einige Jahre zurückblicken können und die Situation vielleicht noch besser einschätzen können als Leute, die noch relativ frisch dabei sind.
      Was hat sich geändert? Wurde es seit dem Mindestlohn 2009 besser? Haben sich die letzten Jahr(zehnt)e verbessert? Oder wurde es sogar noch schlimmer?
      Was haltet ihr von den Ausbildungen (speziell die nach BBiG, also Fach- und Servicekraft für Schutz und Sicherheit) in unserer Branche? Kann man durch Qualität wirklich mehr erreichen oder ist Qualifikation für die Sicherheitsbranche eher zweitrangig?

      Ihr könnt auch gerne noch einen Text dazu schreiben und müsst euch nicht nur mit dem Markieren der Antwortmöglichkeiten zufrieden geben, denn ich kann kaum alles abdecken - zudem ist die Zeichenanzahl pro Möglichkeit begrenzt ;)

      Kraftsport
      Ich konnte nicht anders :thumbsup:

      Ich denke wir sind grundsätzlich schon mal in der richtigen Richtung....

      Qualifikationen? Unterweisung weg... Servicekraft weg

      -> Einstieg Sachkunde -> ZusatzQuali GSSK, Fachkraft, Meister... + Studium... aus die Maus....

      Solange der Kunde keinen Unterschied von Minimum zu Mitte macht, wird es schwer werden. Solange es nur darum geht Geld zu sparen oder Versicherungen zu befriedigen....

      Ich bin mir nicht sicher in welche Richtung es gehen sollte.... aber USA und England sind wohl eher nicht die TopAdressen für Visionen (Wobei... wer Visionen hat sollte ja bekanntlich zum Arzt gehen....)
      Stellt man die Frage nach der Zukunft der Sicherheitsdienstleistungswirtschaft, insbesondere im Hinblick auf die Fragestellungen des Kollegen „Kraftsport“, dann ist es schwierig, einen abschließenden Befund in einem Forenbeitrag zu erteilen. Insgesamt – und das zeigen auch die Zahlen – kann davon ausgegangen werden, dass die Branche auch in Zukunft ihre Daseinsberechtigung weiter festigen kann.

      Im Wachschutzforum und auch in anderen Foren, wo die Beschäftigten selber, die notwendige Kritik, aber auch die positiven und damit mit Lob behafteten Erfahrungen aufzeigen, werden vorwiegend die Auswirkungen auf die Entlohnungspolitik aufgegriffen. Ein weiterer großer Teil der Kolleginnen und Kollegen stellt zudem noch die Frage, ob mehr Ausbildung oder mehr (oder bessere) Qualifikation zu mehr Qualität führen kann? Letzteres soll dann auch mehr Lohn beinhalten und es wäre wünschenswert, wenn die Wirtschaft und in den letzten zehn Jahren auch der Staat und damit herrschende Politik, die Beschäftigten an der Wertschöpfung teilhaben lassen würde.

      Passiert ist aber so gut wie nichts und ich bin erschrocken, wie viel „weiße Salbe“ auf alle Wunden aufgetragen wurde, um weiter zu mystifizieren.

      Ich habe das schon an einer anderen Stelle geschrieben: Bildung oder Qualifikation wird nicht vor einem Niedriglohn schützen! Der Grund ist gerade in der Sicherheitsdienstleistungswirtschaft ein einfacher, da sich der Lohn aus den abgeleisteten Stunden ergibt und nicht alle Kolleginnen und Kollegen mit z.B. 200-Stunden (oder mehr…) im Monat rechnen können.

      Und schaut man sich die Zahlen vom Statistischen Bundesamt, der Bundesagentur für Arbeit und vom Bundesverband der Sicherheitswirtschaft an, so waren im Jahr 2013, 185000 Beschäftigte in der Sicherheitsdienstleistungswirtschaft tätig, im sog. „Kleingedruckten“ steht das „Zahlen aufgrund der gesetzlichen Neuregelung der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse ab dem Jahr 2003 nicht mit den Vorjahren vergleichbar“ sind. Bedeutet das dann, dass die Anzahl von 24000 Menschen, die seit dem Jahr 2003 im Gewerbe dazugekommen sind, nur aus geringfügig Beschäftigten besteht?

      Das müsste man sich mal genauer ansehen!

      Feststeht das der Gestaltwandel des Arbeitsmarktes eine hohe Anzahl an Teilzeitbeschäftigung, geringfügiger Beschäftigung, befristeter Beschäftigung und Leiharbeit (d.h. Zeitarbeit) aufweist. Und selbst diejenigen die eine Vollzeitbeschäftigung haben, müssen Stunden kloppen, bis der Arzt kommt. Und der Arzt kommt immer öfter oder man geht zum Arzt, weil man es nicht mehr aushält!

      Riskiert man kurz einen Blick auf die Umsatzzahlen der Wach- und Sicherheitsdienste- bzw. Geld- und Wertdienste dann darf sich jeder Einzelne mal Fragen, wie er daran beteiligt war? Von 1995 (2,41 Mrd.) bis 2013 (5,15 Mrd.) ist der Umsatz um 2,74 Mrd. EURO gestiegen. Und selbst zwischen dem Jahr 2003 und dem Jahr 2013 waren es 1,09 Mrd. EURO Umsatzsteigerung. Der Gesamtumsatz für den Sicherheitsmarkt in Deutschland im Jahr 2012 betrug ca. 12,06 Mrd. EURO.

      Anhand der Zahlen ist die Frage nach der Zukunft der Sicherheitsbranche wohl geklärt! Es sieht gut aus und die Nachfrage wird auch in den kommenden Jahren bestehen bleiben!

      Damit mehr Qualifikation angenommen werden kann, muss dem Kunden verdeutlicht werden, wie wichtig Qualifikation ist. Schon längst ist man von vielen Seiten dabei, immer wieder aufzuzeigen, dass eine Bewertung der Sicherheitsdienstleistung nicht mit der erfolgten Auftragsvergabe abgeschlossen ist.

      Hier sehe ich eine Möglichkeit warum gerade die Ausbildungsberufe mit ihren nachprüfbaren Kriterien und Standards die dringend notwendige Abhilfe schaffen können!

      Besonders bedanken kann man sich bei Herrn Dr. Olschok, der mit seinem Engagement längst nicht nur die Unternehmerseite befriedigen will, sondern die Lage holistisch betrachtet.
      Freundliche Grüße

      Moderator Doph_Zügota



      Gerechtigkeit herrscht, wenn es in einem Volk weder übermäßig Reiche noch übermäßig Arme gibt.

      Thales von Milet (um 625 - 545 v. Chr.), griechischer Philosoph und Mathematiker, einer der Sieben Weisen
      Unsere Branche ist entstanden, damit Firmen ganz einfach Geld sparen. Nicht nur die Unternehmen und Arbeitgeberverbände, sondern vor allem die Kunden tragen große Schuld an diesem, unserem Niedriglohnsektor. Sie wollen für Sicherheit so wenig Geld wie möglich ausgeben. Aber keiner dieser Stammtischkaiser kauft sich billige Winterreifen aus China bei Ebay für ihre Karossen...Sprich, die eigene Sicherheit darf Kosten was es wolle ( Ich hab's ja ), aber die betriebliche Sicherheit darf nichts kosten. Ein Oxymoron.

      Das nächste Problem ist das Qualifizierungs-Wirrwarr. 34a, Fachkraft, Meister, Bachelor/Master, das war's! Alle andere Phantasiequalifizierungen sollen von mir aus über Verbände als Lehrgang/Weiterbildung angeboten werden. Solange auch dieses Problem besteht, sehe ich keine Besserung und der qualifizierte Nachwuchs wird aussterben. Schon heute jammert der Arbeitgeberverband rum und fragt sich warum Fachkraft-Azubis von der Lehre abspringen oder kurz nach Ausbildung in andere Branchen wechseln.

      In 5-10 Jahren wird das Problem dann endgültig sichtbar. Ich prophezeie eine Wachgewerbe voller 34a Dinosaurier...
      In meiner physisch, soziologischen Konstellation manifestiert sich die absolute Dominanz positiver Impressionen meines Individiums
      Solange die Arbeitsagenturen jeden langzeitarbeitslosen oder schwervermittelbaren zu einer Unterweisung oder SKP schicken wird sich an der Qualität sicher nichts ändern. Die Auftraggeber sehen auch was in vielen Betrieben unserer Branche abläuft und wollen natürlich auch nur das bezahlen was da ist. Die Ausbildung zur Fach oder Servicekraft sollte erhalten bleiben und alles andere mit GSSK starten. Dem Sicherheitsgwerbe fehlt es mittlerweile vor allem an einem und das ist der nötige Respekt, da sollten die ganz hohen Herren, Arbeitgeber, Auftraggeber und auch jeder Bürger zunächst mal den Hebel ansetzen.
      Die schon immer bestehenden Hauptprobleme der Branche sind nach meiner Meinung:

      1. Mangelnde Organisation der Mitarbeiter. Verdimitglieder sind unter 5% unserer Kolleginnen und Kollegen, das erzeugt ganz tolle Tarifverträge! Das es anders geht, haben in jüngerer Vergangenheit die Beschäftigten des Gewerbes an den Flughäfen gezeigt.

      2. Mir ist kein einziger Sicherheitsauftrag / Bewachungsvertrag bekannt, in dem der Auftraggeber die Mitarbeiterqualifikation Fachkraft für Schutz und Sicherheit oder Servicekraft für Schutz und Sicherheit verlangt. Die zu erbringenden Leistungen werden komplexer und mehr, gleichzeitig sinkt die Qualifikationsanforderung, daraus resultierend im Gleichschritt der Stundenverrechnungssatz und der Mitarbeiterlohn.

      MfG Aufseher
      Wenn ich sehe, was wir auf dem Objekt machen müssen, wundert mich gar nichts mehr. Das wenigste davon fällt in den Bereich "Sicherheit", sondern gehört eigentlich zur Verwaltung/Disposition. Ich bin sicher, dass wenn es die Unternehmenshaftpflicht nicht verlangen würde, wir gar nicht dort wären.

      Ich beklage mich nicht, ich hab mein Auskommen - aber ein SD ist dort völlig fehl am Platz. Objektiv betrachtet ist alles jenseits der Unterrichtung überqualifiziert.
      "Wer in die Fußstapfen anderer tritt hinterlässt keine eigenen Spuren" (Wilhelm Busch)
      Die Zukunft wird auch unserer Branche durch moderne Überwachungstechniken verändern und deutlich Personal einsparen.
      Ich habe für Euch einen hoch interessanten Beitrag dazu heraus gesucht:



      Klick mich an:



      Gruß
      DRAGGI

      Dienstübergabe zum Spätdienst:

      Ich: "Weißt Du wer heute nach Dir gefragt hat?"
      Er: "Öhm :whistling: WER?"
      Ich: "KEINER!" ...

      Arvasi schrieb:

      Wenn ich sehe, was wir auf dem Objekt machen müssen, wundert mich gar nichts mehr. Das wenigste davon fällt in den Bereich "Sicherheit", sondern gehört eigentlich zur Verwaltung/Disposition. Ich bin sicher, dass wenn es die Unternehmenshaftpflicht nicht verlangen würde, wir gar nicht dort wären.

      Ist deine Firma für das zusätzliche Risiko schadensversichert? ... Frag` mal deine Chef (siehe unten)!

      MfG Aufseher


      Reales Beispiel: Ein Sicherheitsunternehmen erhält einen neuen Werkschutzauftrag für einen Indstriebetrieb. Der besteht aus 24-Stunden-Bewachung mit nächtlichen Kontrollgängen. Jeden Montagmorgen um 03:00 Uhr soll der Sicherheitsmitarbeiter Heizungsanlagen für Produktionsöfen einschalten, die Produktionsarbeiten beginnen um 06:00 Uhr. Eine Stunde Produktionsausfall wegen nicht eingeschalteten Öfen kostet 275.000,00 EU!
      Das Szenario "Nicht eingeschaltete Heizung" ist mit der normalen Haftpflicht-/ Schadensversicherung eines Sicherheitsunternehmens nicht abgedeckt, und muss deshalb gegen hohe Beiträge zusätzlich versichert werden.

      Aufseher schrieb:

      Die schon immer bestehenden Hauptprobleme der Branche sind nach meiner Meinung:

      2. Mir ist kein einziger Sicherheitsauftrag / Bewachungsvertrag bekannt, in dem der Auftraggeber die Mitarbeiterqualifikation Fachkraft für Schutz und Sicherheit oder Servicekraft für Schutz und Sicherheit verlangt. Die zu erbringenden Leistungen werden komplexer und mehr, gleichzeitig sinkt die Qualifikationsanforderung, daraus resultierend im Gleichschritt der Stundenverrechnungssatz und der Mitarbeiterlohn.

      MfG Aufseher


      Diese Aussage kann ich so nicht stehen lassen. Es gibt eine ganze Menge an Bewachungsobjekten, mit der man ohne SKSS oder höherwertig so gut wie keine Chanche hat.

      Ich will hier nicht die Objekte im einzelnen nennen, aber mir selber sind so einige in Deutschland bekannt.
      Beispiele wären:
      Banken
      Besondere Politische Einrichtungen
      Kernkraftwerke
      Große Hersteller
      Infrasturkturelle Kritische Einrichtungen

      Und es werden immer mehr, da auch die Wirtschaft verstanden hat, das Qualität nunmal doch seinen Preis hat.

      Noch nicht überall, aber es wird immer mehr.

      Das wird noch einiges passieren, da bin ich mir sicher...

      Aufseher schrieb:

      2. Mir ist kein einziger Sicherheitsauftrag / Bewachungsvertrag bekannt, in dem der Auftraggeber die Mitarbeiterqualifikation Fachkraft für Schutz und Sicherheit oder Servicekraft für Schutz und Sicherheit verlangt. Die zu erbringenden Leistungen werden komplexer und mehr, gleichzeitig sinkt die Qualifikationsanforderung, daraus resultierend im Gleichschritt der Stundenverrechnungssatz und der Mitarbeiterlohn.

      MfG Aufseher


      Kein Wunder wenn es keine Nachfrage gibt:
      DRAGGI

      Dienstübergabe zum Spätdienst:

      Ich: "Weißt Du wer heute nach Dir gefragt hat?"
      Er: "Öhm :whistling: WER?"
      Ich: "KEINER!" ...
      @Sergant 7
      Da verwechselst du was: ich habe geschrieben "vertraglich gefordert"! Das ist ein Riesenunterschied zu dem, was der Sicherheitsdienstleister gerne möchte. Klar arbeiten in vielen höherwertigen Objekten Fachkräfte und Servicekräfte für Schutz und Sicherheit, jedoch nicht für die Bezahlung, die diese Qualifikation gemäß Tarifvertrag bringt. Leider steht in den meisten Tarifverträgen der Passus, dass vorgenannte Bezahlung nur geleistet wird, wenn der Auftraggeber sie auch vertraglich fordert.

      Auf meiner Arbeitsstelle arbeiten so einige Fachkräfte und Servicekräfte für Schutz und Sicherheit, selbst sogar Leute mit dem Meisterbrief, für den tariflichen Lohn ... GSSK ... diese Qualifikation ist vertraglich gefordert.

      MfG Aufseher
      Nicht alles, was die Sicherheitsdienstleistungsbranche beinhaltet kann nur kurz umrissen dargestellt werden!

      An dieser Stelle komme ich kurz zum Beitrag von „Leo62“: Hier wird den langzeitarbeitslosen- und schwervermittelbaren Menschen und der Bundesagentur für Arbeit als Auslöser, zum Teil die Schuld an mangelnder Qualität zugesprochen. Vorab muss ich in aller Deutlichkeit sagen, dass die Bundesagentur für Arbeit dafür geschaffen wurde, um Arbeitslosigkeit zu bekämpfen oder dafür zu sorgen, dass Menschen wieder Arbeit finden.

      Das die Menschen über einen großen Zeitraum nicht mehr am Arbeitsleben teilgenommen haben, ist aber überwiegend nicht deren Schuld, sondern ein Ergebnis des Kapitalismus unserer Zeit. Und man sollte froh sein, wenn möglichst viele Menschen Arbeit finden, weil die Arbeitslosigkeit ein „Machtinstrument“ für die Unternehmerseite ist.

      Den Grundsatz den man sich insbesondere zum Thema Arbeitslosigkeit und seiner Wirkung auf die gesamte Gesellschaft einprägen muss lautet: „Wenn keine Nachfrage da ist gibt es keine Arbeit, wenn es keine Arbeit gibt, dann entsteht Arbeitslosigkeit, wenn Arbeitslosigkeit herrscht, gibt es Verelendung in der Gesellschaft“!

      Dann bin ich auch gleich beim „Aufseher“, der ja vollkommen Richtig ein tiefgehendes Problem angerissen hat, nämlich: Die Gewerkschaften! Da kann dann nur die nächste Frage lauten: Wann ist eine Gewerkschaft stark? Richtig: Wenn es eine vollbeschäftigte Wirtschaft gibt und sich die Beschäftigten in den Gewerkschaften organisieren! Sie sind also nur dann stark, wenn es eine vollbeschäftigte Wirtschaft gibt. Das kann man im Übrigen aus dem Art 9 Abs. 3 GG ableiten!

      Ich möchte jetzt aber zur Zukunft der Branche zurückkommen, aber auch gleichzeitig einen Schlenker oder Rückblick zur historischen Entwicklung wagen. Das ist deswegen wichtig, weil sich dadurch die Schaffung des § 34a und alles was danach folgte erklären lässt.

      Die Ursprünge der privaten Sicherheit in Deutschland lassen sich durch urkundliche Nachweise aus dem Jahr 1430 belegen. Diese sog. „Nachwächter“ patrouillierten nachts durch die Straßen um auf ausbrechende Feuer zu achten und die Bekämpfung von Bränden zu veranlassen, aber es wurde auch durch diese Nachwächter für Recht und Ordnung gesorgt.

      Im 18. und 19. Jahrhundert war dieses „Nachtwachwesen“ davon geprägt, dass die Wächter nicht nur durch die Kommunen entlohnt wurden (im Übrigen auch schon seinerzeit ein spärlicher Verdienst), sondern auch einen Nebenverdienst fanden, indem diese Nachtwächter für andere Bürger zusätzliche Aufgaben verrichteten (vgl. Höfling, in: Friauf (Hg.), Kommentar zur Gewerbeordnung, § 34a Rn. 1; Olschok, in Glavic (Hg.), Handbuch des privaten Sicherheitsgewerbes, S. 1 und S. 2; Huber, Wahrnehmung von Aufgaben im Bereich der Gefahrenabwehr durch das Sicherheits- und Bewachungsgewerbe, S. 42.).

      Da Seinerzeit die Zuordnung und Abgrenzung der privaten beschäftigten Sicherheitskräfte zur öffentlichen rechtlichen Polizei schwierig war, hat sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts das kommunale Nachtwachtwesen mit der staatlichen Schutzmannschaft zusammengeschlossen. Im Jahr 1892 wurde das Preußische Polizeikostengesetz verabschiedet, das im Jahr 1893 in Kraft trat. Die Kosten des Nachtwachtwesens wurden jetzt von der Polizeiverwaltung geführt.

      In diesem Zusammenhang wurden allerdings nicht alle „Nachtwächter“ übernommen und in Folge dessen, konzentrierten sich die verbliebenen Nachwächter wieder auf ihren Nebenverdienst. Damit war die erste Dienstleistungsart für das Bewachungsgewerbe entstanden oder geboren, der Schließdienst!

      Die Kaufleuchte Salomon und Jakob erkannten die Chancen am Markt und gründeten am 15. Juli 1901 das „Hannoversche Wach- und Schließinstitut“. Schon bald gehörten gefährdete Objekte wie z.B. Fabrik- und Hafenanlagen, Lagerhäuser, Ausstellungsräume, Warenhäuser, Banken sowie Behörden zu den Kunden dieses ersten Unternehmens, dass mit den heutigen privaten Sicherheitsunternehmen vergleichbar war (vgl. Olschok, in: Olschok (Hg.), Unternehmenshandbuch Wach- und Sicherheitsgewerbe, S. 2).

      Mit dem Artikel 160 aus dem Versailler Vertrag aus dem Jahr 1918 kam in der Weimarer Republik eine weitere besondere Art der Dienstleistung hinzu, die Heeresbewachung. Also die Bewachung von militärischen Liegenschaften. Schon damals erkannte man dass die fehlenden Berufsausübungsregelungen und die mangelnde Ausbildung zu keinem befriedigenden Ergebnis führen konnten.

      Um eine weitere Fehlentwicklung verhindern zu können forderte ein Frankfurter Sicherheitsunternehmen im Jahr 1907 beim Reichskanzler eine Beschränkung der Gewerbefreiheit. Der 1904 gegründete Verband der Wach- und Schließgesellschaften forderte dies im Jahr 1909 ebenfalls; alle diese Petitionen blieben wirkungslos bis die verstärkt aufkommende Kritik in Wissenschaft und Presse den Reichswirtschaftsminister veranlasste, eine gesetzliche Regelung zu schaffen. Der § 34a GewO war als gesetzliche Regelung geboren (vgl. Katschke/Schmid, Das Recht des Wachgewerbes, Kommentar 1927, S. 1 f; Nelken, Das Bewachungsgewerbe, Ein Beitrag zur Geschichte des Selbstschutzes, S. 236 f, Mahlberg, Gefahrenabwehr durch private Sicherheitsunternehmen.).

      Die Zeit des Nationalsozialismus und dem neu gegründeten „Reichsverband des Deutschen Bewachungsgewerbes“ möchte ich mal überspringen, weil es den Rahmen sprengen würde; man kann aber auch hier feststellen, dass Zuverlässigkeit gefordert wurde, leider nicht nur im fachlichen Sinne sondern vorwiegend im politischen Sinne.

      Im Jahr 1948 kam es wieder zu einer Gründung einer Interessenvereinigung (Zentralverband des Bewachungsgewerbes), weil die Besatzungsmächte wieder private Bewachungsunternehmen zuließen. 1973 gründete sich dann der Bundesverband Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen (BDWS).

      Auch durch die Technik kamen neue Betätigungsfelder hinzu; vor allem ist dabei der Raumschutz mittels Alarmanlagen aber auch die Begleitung von Sicherheitstransporten zu nennen. Weitere Nachfrage entstand durch die terroristischen Aktivitäten der siebziger Jahre. Flughäfen, U- und S-Bahnen aber auch Kernkraftwerksbetreiber konnten (oder mussten) hier Nachfrage verbuchen oder schaffen! Schon Mitte der 1970er Jahre wurde durch den BDWS die Forderung erhoben, endlich einen Fachkundenachweis einzuführen.

      Machen wir weiter einen Sprung über die „Wiedervereinigung“ und den „Umbruch im Osten Europas“! Natürlich kam es zu einem weiteren Anstieg der Nachfrage, aber auch diese Themenfelder müssten gesondert betrachtet werden, weil die einzelnen Bedürfnisse mit allen ihren Implikationen wieder den Rahmen sprengen würden. Aber wir müssen uns an die 129. Sitzung des Deutschen Bundestages vom 8. Dezember 1996 erinnern, wo durch einen Antrag der Fraktion der SPD, die Neuregelung für die Tätigkeiten privater Sicherheitsdienste gefordert wurde. Die letzte große Änderung des § 34a wurde am 27. Juni 2002 verabschiedet und trat dann – wie alle wissen – am 1. Januar 2003 u.a. mit der Verlängerung der Unterrichtung, der Neuregelung mit dem Umgang mit Waffen und der Einführung der Sachkundeprüfung in Kraft.

      Dazwischen und da müssten wir in die Mitte der 70er Jahre zurückgehen, wurde von Industriekreisen die Frage nach einer Sicherheitsausbildung schon aufgeworfen und umgesetzt. Mit diesen Erfahrungen wurde die bundesweite Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss „Geprüfte Werkschutzfachkraft“ am 20. August 1982 gemäß § 46 Abs. 2 Berufsbildungsgesetz eingeführt (vgl. Schmidt: in Stober (Hg.), Sicherheitsqualität durch Sicherheitsqualifikation, Ergebnisse des 4. Hamburger Sicherheitsgewerberechtstages, S. 61.).

      Da es aber zu viele vielschichtige Tätigkeiten gibt, kann es eine auf alle Bedürfnisse zugeschnittene Ausbildung nicht geben. Allerdings besteht durch die neue Definition des gewünschten Sicherheitsniveaus der externen Einflussfaktoren die Chance, dass die Festlegung von Sicherheitsindikatoren und Schutzzielen - die keinesfalls vollständig sein können - die Forderung nach mehr Qualifikation bestimmen wird.

      Beide Ausbildungsberufe zeigen den richtigen Weg auf und auch der Meister wird maßgeblich dazu beitragen. Jedoch stellt sich nach wie vor die Frage: Wie sich die Drei in die bestehende Tarifstruktur eingliedern sollen? Für die Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft (GSSK), als Nachfolger der Werkschutzfachkraft ist das nicht so schwierig und die GSSK wird, wenn dem Kunden transparent gemacht wird, wie hoch die Wertschöpfung für den Kunden ist, immer mehr gefordert.

      Deshalb kann ich auch nur dem Kollegen „Aufseher“ für seinen Beitrag vom 29. Mai 2014 ein „gefällt mir“ bezüglich des 1. Punktes geben; ich kenne Unternehmen, die die Ausbildungsberufe nachfragen! Beispiele wurden vom Kollegen „Sergeant7“ genannt und dort wird auch die Arbeit so entlohnt. Eine andere Variante ist natürlich das, was der Kollege „Aufseher“ vor 17 Stunden geschrieben hat: Da sollte jedem Beschäftigten klar sein das der „Trick“ mit dem Anstellungsverhältnis im Arbeitsvertrag angewandt wird!
      Freundliche Grüße

      Moderator Doph_Zügota



      Gerechtigkeit herrscht, wenn es in einem Volk weder übermäßig Reiche noch übermäßig Arme gibt.

      Thales von Milet (um 625 - 545 v. Chr.), griechischer Philosoph und Mathematiker, einer der Sieben Weisen
      Zum Post von Doph Zügota

      Für mich bis auf die Einführung in Geschichte des Sicherheitsgewerbes ein wenig an der Realität vorbei.

      Natürlich soll die Agentur für Arbeit die Arbeitslosigkeit bekämpfen, es ging aber um die Qualität in unserer Branche. Und ich finde da sollte die Arbeitsagentur schon darauf achten, das die Leute a) qualifierziert sind und vor allem b) diesen Job mit all seinen Widrigkeiten auch ausüben wollen. Du mußt mir dann mal erklären warum von 15 Teilnehmer einer Unterweisung 8 ohne Umschweife sagen ich bin nur hier weil man mir sonst meine Leistungen kürzt. Dann kommen noch die Leute hinzu, die einfachste Fragen nicht verstehen oder die Bedeutung von Wörtern in der Frage nicht kennen. Und nur mal nebenbei ich freue für jeden der Arbeit findet, aber nicht in einer Zeitarbeitsfirma oder in einem 450 Eurojob wo die Leute gar nicht hin wollen nur damit die Arbeitsagentur ihre Bilanzen übertünschen kann.

      Die Nachfrage in unserer Branche ist aber sogar riesengroß, nicht umsonst sind Sicherheitsunternehmen wie Pilze aus dem Boden geschossen, aber Qualität wie bei den alteingesessenen Firmen ist da leider auch rar.

      Und da wären wir beim Thema Gewerkschaft, warum soll sich jemand in einer Zeitarbeitsfirma organisieren, die meisten fliegen raus wenn sie sich organisieren warum wohl. Was soll jemand mit einem 450 Eurojob in einer Gewerkschaft. Ich war übringens auch mal organisiert, bis ich mir die Fragen gestellt habe, warum werden ganze Industriezweige oder viele Standorte einfach geschlossen oder warum verkündet eine Gewerkschaft lauthals wir kämpfen um 8 % Lohnerhöhung um sich dann mit den Arbeitgebern drei Wochen später auf 1,2 % zu einigen, wo ist der Rest hingeflossen vielleicht in die Gewerkschaft???
      Da verhandele ich lieber persönlich meinen Tarif mit dem Arbeitgeber aus und spare die Beiträge für z.B. Weiterbildung .

      Dies ist aber meine persönliche Meinung dazu und muss auch keiner teilen.
      Vor vielen Jahren hat mir mal ein ein Gewerkschafter folgendes mitgeteilt:
      Er war Teilnehmer der Tarifkommission Bewachung und in Lohnverhandlungen mit den Arbeitgebervertretern. Die AG-Vertreter verlangten in einem gewissen Punkt Kürzungen gegenüber dem bestehenden Tarifvertrag. Als er dann geäußert hat, dass diese Forderung nicht erfüllbar ist, und wahrscheinlich mit Streik endet, hat der AG-Vertreter ihn mit einem Lächeln gefragt: "Womit wollt Ihr den streiken?".
      ... Soweit zum Thema!

      MfG Aufseher
      Zunächst wollte der Kollege „Kraftsport“ in seiner hier im Wachschutzforum eingestellten Umfrage darauf aufmerksam machen oder die Frage stellen, ob durch mehr Qualifikation auch mehr Qualität zu erreichen wäre? Ganz oben stand natürlich die Frage nach der Zukunft der Branche und angesichts dieser Fragestellung, ist für eine Analyse nahezu jeder Beitrag nennenswert.

      Und ich verstehe auch die Meinung von „Leo62“, nur stecken in den beiden Definitionen der arbeitssuchenden Menschen (Langzeitarbeitslosen- individuell schwervermittelbaren Menschen) so viele komplexe Zusammenhänge, dass in Bezug auf ein Angebot für ein Beschäftigungsverhältnis im Sicherheitsdienstleistungsgewerbe nicht ermittelt werden kann, ob jeder Einzelne nicht geeignet wäre und somit dann im Ergebnis, die Qualität mindern würde.

      Und das Programm (so möchte ich es mal nennen), den Arbeitssuchenden das Sicherheitsdienstleistungsgewerbe von Seiten der Bundesagentur für Arbeit als neuen Arbeitsplatz vorzuschlagen ist natürlich verständlich. Warum das verständlich ist, kann man Anhand von Zahlen zur Entwicklung der Branche und den Stellenangeboten leicht erkennen.

      Darüber, und das ist besonders wichtig, stehen die Fähigkeiten, die ein Mensch mitbringen muss (oder sollte) um im Sicherheitsgewerbe ein Beschäftigungsverhältnis eingehen zu können und um damit dann, eine neue Perspektive für sein weiteres Leben zu haben.

      Kurz gefasst: Die Eingangsvoraussetzungen für die Berufsqualifikation sind mit dem 40-stündigen Unterrichtungsverfahren so gering, als dass nahezu Jeder diese Voraussetzungen erfüllen könnte. Natürlich ist wieder besonders wichtig: „Die beschäftigte Person muss die erforderliche Zuverlässigkeit besitzen“!

      27 Prozent der User hier im Forum haben sich in der Umfrage dafür entschieden, die „Unterrichtung und die SKP“ (Siehe Umfrageergebnis) abzuschaffen. Schön und gut, aber dann sollten wir das Ganze auch mal weiterdenken und Lösungen anbieten. Also wie könnte dieser Umbau dann aussehen?

      Unabhängig hiervon besteht sicher kein Dissens darüber, dass viele Beschäftigte in der Branche keinen ausreichenden Bezug zu ihrem Beruf haben und dabei zeigen meine Erfahrungen das nicht nur Kolleginnen und Kollegen, die „nur“ über das 40-stündige Unterrichtungsverfahren oder die Sachkundeprüfung verfügen, ein Problem mit Leistung haben, sondern ich habe auch schon viele Kolleginnen und Kollegen gesehen, die den Ausbildungsberuf erlernt oder die Fortbildung zur Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft (oder die mit der vormaligen Werkschutzfachkraft) erlernt haben.

      Die Beiden letzteren geizen oftmals demnach auch mit Leistung! Ich kann nicht erkennen, wie sehr sich die Unterrichtung auf Qualität auswirkt! Es ist aber meine Überzeugung, dass die Mehrzahl der Menschen, die sich durch eine fundierte Ausbildung Kenntnisse angeeignet haben, ein höheres Sicherheitsgefühl aufzuweisen hat.

      Betrachtet man dann den Bereich der Corporate Security als strategischen Erfolgsfaktor im globalen Wettbewerb, dann können die Ausbildungsberufe sicher die Lücke zwischen Risiko- und Sicherheitsmanagement und dem z.B. Werkschutz besser schließen. Deswegen finden wir in Wirtschaftsunternehmen deren Aufgaben durch wachsende Komplexität und der damit verbundenen Sicherheitsrisiken gekennzeichnet ist, die Kolleginnen und Kollegen mit den Ausbildungsberufen und oder Fortbildungen wieder.

      Und abschließend muss ich noch sagen, dass ich deine Meinung „Leo62“ bezüglich der Gewerkschaft und der Zeitarbeit durchaus teile! Warum aber ungeachtet der geringen Entlohnung und der Unsicherheit und dem Stand im Berufsleben trotzdem eine Zugehörigkeit zu einer Gewerkschaft von Vorteil wäre, hat der Kollege „Aufseher“ in seinem letzten Beitrag in zwei Sätzen beschrieben!
      Freundliche Grüße

      Moderator Doph_Zügota



      Gerechtigkeit herrscht, wenn es in einem Volk weder übermäßig Reiche noch übermäßig Arme gibt.

      Thales von Milet (um 625 - 545 v. Chr.), griechischer Philosoph und Mathematiker, einer der Sieben Weisen

      Doph_Zügota schrieb:

      Schön und gut, aber dann sollten wir das Ganze auch mal weiterdenken und Lösungen anbieten. Also wie könnte dieser Umbau dann aussehen?

      Prägendes Beispiel: Da kannte ich mal einen, der war Objektleiter für einen hochqualifizierten Industriewerkschutz, in dem nahezu jeden Tag Meldungen an den Kunden geschrieben wurden. Der OL hatte bestimmt 20% seiner Arbeitszeit damit zu tun, Meldungen seiner Untergebenen in Rechtschreibung und Grammatik so zu bereinigen, dass beim lesenden Kunden kein Lacher mehr entstand. Ist das bezeichnend?

      Aus diesem Grund können nach meiner Meinung die 40 Stunden Unterrichtung bleiben! Sie sollten jedoch mit einer Prüfung abschließen, mit deren Bestehen sichergestellt ist, dass die Person
      a) die Inhalte der Unterrichtung verstanden hat,
      b) sich mit einem nicht lachhaften Deutsch ausdrücken kann.
      Anderes Beispiel zu dem was Aufseher angemerkt hat:

      Voraussetzung für die SKP ist ja unter anderem: Gute Deutschkenntnisse in Schrift und Wort

      Als ich vor Jahren meine SKP abgelegt habe, waren 50% der Prüflinge russisch sprechende Mitbürger.
      Die haben noch nicht einmal verstanden was die Prüfungsaufsicht von ihnen wollte.
      Während der Prüfung kamen ständig irgendwelche dämlichen Fragen weil der Inhalt der Fragestellung nicht verstanden wurde.

      Wer hat denn jetzt versagt?
      Die IHK, weil sich (evtl. aus Geldgier) den Prüfling trotzdem zugelassen hat?
      Der deutsche Staat weil er zu wenig auf Integration und auftretende Sprachbarrieren geachtet hat?
      Der Prüfling selbst weil er sich zu wenig um eine Abschaffung dieser Barrieren bemüht hat?

      Man kann die Spirale ewig weiterdrehen und wir werden immer wieder beim selben Ergebnis rauskommen. Solange sich die Branche lohntechnisch am unteren Ende bewegt, solange es für Unternehmer ausreichend Schlupflöcher und Umgehungen gibt, so lange die öffentliche Hand nach dem Billigkeitsprinzip ausschreibt werden wir auf der Stelle stehen.

      Es kann nicht Aufgabe einer unterrichtenden IHK sein dem Prüfling deutsch bei zu bringen.
      Da sind andere Stellen gefordert.


      Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
      Albert Einstein
      Arbeitnehmer:
      Zu der von mir vorgenannten Eingangs-Prüfung: Die sollte nicht Pillepalle sondern umfassend sein, und wirklich die erworbene Fachkenntnis sowie das evtl. vorhandene Deutsch nachweisen. Äääh noch was: Die Prüfer sollten sich doch bitte auch beweisen! Was sich heutzutage bei den IHK`s so alles als Prüfer ... ach nee ... aufhören, kein Fettnapf sondern Fettpool!

      Unternehmer:
      Weg mit den 80 Stunden!
      Alternative: Mit umfassender Prüfung den Nachweis erbringen, ein Unternehmen kaufmännisch und auch Menschen als Mitarbeiter führen zu können. Wie Frau/ Herr Unternehmer zum erleuchtenden Wissen kommt, ist ihr/sein Problem.

      Politikum:
      Das wird den Herrschaften vom DIHK und den IHK`s aber gar nicht gefallen: Schließlich finanzieren sie sich neben den Unternehmensbeiträgen zu einem großen Teil über die Gebühren für diese Zwangslehrgänge!

      Nächster, sehr schwieriger Punkt: Die Ausführung von Sicherheitsdiensten über Zeitarbeit, als Nicht-Sicherheitsmitarbeiter aber Türsteher angestellt in der Disco usw. (sicher gibt es da noch mehr Beispiele) sollte gesetzlich reglementiert werden = Kein Sicherheitsdienst ohne eingangs genannte Prüfung.