Was tun? Wie würdet Ihr in so einem Fall reagieren?

      Modjo schrieb:

      dann erwarte mal.....
      wie siehts denn dann mit älteren kollegen aus, die in der schule russisch hatten?


      In den meisten Regionen herrscht nach wie vor ein Überangebot an Sicherheitsmitarbeitern mit Grundqualifikationen (Unterrichtung bzw. Sachkundeprüfung). Ich kann also aussuchen, wen ich einstelle. Solange ich diese Auswahl habe, sehe ich keinen Grund von meiner Forderung nach Englisch-Grundkenntnissen abzugehen. Das ist das Gesetz von Angebot und Nachfrage.

      Wenn ein Bewerber andere Sprachkenntnisse hat und ich habe eine Stelle, auf der ich ihn mit diesen Spezialkenntnissen gut einsetzen kann, werde ich ihn sehr gerne einstellen,u.U. auch mit einer höheren Vergütung.

      Eine ehemalige Auszubildende von mir war z.B. ein wahres Sprachgenie. Sie stammt aus dem westlichen Moldawien (Grenze zu Rumänien). Als Muttersprache konnte sie perfekt russisch, dazu sehr gut Rumänisch und brauchbar Ungarisch, weil ihre Mutter aus Ungarn stammte. Ihr Deutsch war so, dass man kaum mehr einen Akzent bemerkte und Englisch hatte sie sich innerhalb kürzester Zeit ebenfalls besser als die meisten anderen Auszubildenden angeeignet. Sie konnte sich nach der Ausbildung als Fachkraft für Schutz und Sicherheit mehrere Stellen aussuchen und ging dann zum Ordnungsamt einer größeren Stadt, wo man sie aufgrund ihrer Sprachkenntnisse mit Handkuss nahm, weil man endlich jemanden hatte, der mit den zahlreich in dieser Stadt lebenden Migranten zurecht kam.
      Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von den anderen. So wird dir viel Ärger erspart bleiben.
      Konfuzius

      Fump schrieb:

      bei uns eher Unterangebot an qualifizierten Kräften...


      Bei den qualifizierten Kräften gebe ich Dir vollkommen Recht - hier gibt es in vielen Regionen echte Probleme bei der Personalbeschaffung. Deswegen sprach ich oben von Leuten mit Mindestqualifizierung.

      Geprüfte Schutz- und Sicherheitskräfte (mit Prüfung - nicht nur mit abgesessenen Lehrgängen), Fach- oder Servicekräfte sind schwierig zu finden - zumindest gilt das für die wirtschaftlich boomenden süddeutschen Regionen. Bei den auf dem Markt befindlichen Fachkräften muss man zudem noch genau hinschauen, wie sie ihre Prüfung bestanden haben. Die Möglichkeiten mit extrem schlechten Noten doch noch die Prüfung zu schaffen, sind Dir ja bekannt. Jemanden, der mit einer Fünf in Recht bestanden hat, stelle ich nicht ein.
      Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von den anderen. So wird dir viel Ärger erspart bleiben.
      Konfuzius
      Ich kann da nur den Beiträgen vom „Fump“ und „Nemere“ zustimmen! Und man benötigt auch keinen großen Wortschatz um im Empfangsdienst einen Besucher zielgerichtet weiterzuleiten oder abholen zu lassen! Das sind zumeist Standardfloskeln, die ein Sicherheitsmitarbeiter dann immer mitbringen muss und dabei ist es auch egal, welchen Stundenlohn eine Kollegin oder ein Kollege erhält. Besonders schlimm finde ich aber, dass scheinbar überhaupt keine Motivation gegeben ist und kaum jemand bereit ist, sich auch nur geringfügig weiterzubilden! Lernt doch zehn oder fünfzehn Minuten jeden Tag englische Vokabeln! Zudem muss auch mal gesagt werden, dass solche kurzen Phasen des Lernens auch im Dienst möglich sind und das wäre besser, als anderen privaten Kram zu machen.
      Freundliche Grüße

      Moderator Doph_Zügota



      Gerechtigkeit herrscht, wenn es in einem Volk weder übermäßig Reiche noch übermäßig Arme gibt.

      Thales von Milet (um 625 - 545 v. Chr.), griechischer Philosoph und Mathematiker, einer der Sieben Weisen
      @doph

      wie willst du denn einen sima der 7.50 (früher war es noch weniger) verdient, abeitet bis zum umfallen, beim amt noch aufstocken muss für vokabeln lernen motivieren?
      bei fachkräften siehts anders aus die haben das nochmal in der ausbildung, da darf man das aufjedenfall erwarten das englischkenntnisse vorhanden sind.
      auch finde ich von nemere die einstellung gut, den leuten mehr zu zahlen wenn erweiterte sprachkenntnisse gefordert sind..... wenn das mal alle machen würden.
      ​wie willst du denn einen sima der 7.50 (früher war es noch weniger) verdient, abeitet bis zum umfallen, beim amt noch aufstocken muss für vokabeln lernen motivieren?


      *Lach
      Das Schulenglsich sollte für "Hilfskräfte" (SKP oder Unterrichtung) eigentlich immer Ausreichen.
      Hier wird ja kein perfektes Englisch verlangt.

      Eine schlichte Unterhaltung auf Englisch sollte heute jeder können. Allein schon aufgrund der Universaliät der Sprache.
      Ich wiederhole: WELTSPRACHE

      PS: Ich lerne zu meinem Englisch grade auch noch Spanisch da Englisch und Spanisch in den meisten Ländern dieser Welt entweder gesprochen oder aber wenigstens gut verstanden wird.
      Quis custodiet ipsos custodes?
      vorrausgesetzt der jenige war überhaupt mal längerfristig in der schule.

      die nachfrage nach 34a leuten ist auch im osten sehr hoch und dann wird alles genommen was auf dem arbeitmarkt herum rennt. teilweise sind darunter auch einige experten die nicht mal das 1mal1 können.

      gute leute die ins konzept passen würden gehen lieber zur polizei zoll etc.


      ich übgrigents habe vorkurzem angefangen italienisch zu lernen.
      ​ich übgrigents habe vorkurzem angefangen italienisch zu lernen.


      Warum Lernst du Italienisch und beschwerst dich im endeffekt darüber das man in unserer Branche Englisch können muss?

      Im klartext heutzutage MUSS man egal in welcher Branche Schulenglisch können. Fachbezogen wird es dann immer nach Ausbildung und Benötigung.
      Quis custodiet ipsos custodes?
      Also ich denke SSH hat doch soweit erst mal alles richtig gemacht.
      Wenn er der englischen Sprache mächtig ist und auf Englisch angesprochen wird kann er auch auf Englisch antworten.
      Er hat den Ball doch gut zurück gespielt in dem er sich beim erneuten Treffen "unwissend" gestellt hat.

      Meiner Meinung nach völlig richtig verhalten und gut aus der Situation heraus manövriert.

      Und von einem Mitarbeiter im Tresen - und Empfangsdienst erwarte ich heutzutage dass er in der Lage ist mit Kunden auf Englisch kommunizieren zu können. Egal ob ihm der Lohn ausreicht oder nicht.
      Er kann sich ja etwas anders suchen wenn es ihm nicht passt.


      Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
      Albert Einstein
      Die erkennbaren gegensätzlichen Meinungen sind natürlich nachvollziehbar und beherbergen immer ein exklusives personenorientiertes Verhalten. Das hat auch immer zur Folge, dass eine spontane Meinung durch den einen oder anderen User abgegeben wird.

      Ich möchte aber auch nicht weiter auf den Lohn eingehen; meine Meinung diesbezüglich, habe ich hinreichend in anderen Beiträgen dargestellt, deshalb erübrigt sich auch eine weitere volkswirtschaftliche- und ökonomische Grundsatzdiskussion! Man kann allen Beiträgen zustimmen, wenn man versucht sich in die Lage des Einzelnen, des Arbeitsgebers und oder des Kunden zu versetzen! Ich habe mal einige Standardformulierungen herausgeschrieben, wobei auch diese Formulierungen, nicht immer den Zahn der Zeit treffen!

      Jeder der Englisch spricht, wird euch aber verstehen! Vielleicht hat der eine oder andere Lust sich damit auseinanderzusetzen und wie ich schon geschrieben habe, die einzelnen Standardformulierungen – auch im Dienst – einzuprägen. Das ersetzt aber keinesfalls, ein strukturiertes Lernen der englischen Sprache!

      Good morning/afternoon, can I help you - Guten Morgen/Guten Tag, kann ich ihnen helfen?
      Who`s calling please? - Wer spricht bitte?
      Who would you like to speak to? - Mit wem möchten Sie sprechen?
      Could you give me your name, please? - Sagen Sie mir bitte Ihren Namen?
      What`s your first name/surname? - Wie ist Ihr Vorname/Nachname?
      How do you spell the name of your company? - Wie schreibt man den Namen Ihrer Firma?
      Could you give me your address, please? - Geben Sie mir bitte Ihre Adresse?
      Could you give me your business/work/office number, please? - Könnten Sie mir bitte Ihre Geschäfts-/Büronummer geben?
      What`s the country code für the USA? - Wie ist die Vorwahl für die USA?
      Do you know the area code for Texas? - Kennen Sie die Vorwahl von Texas?
      I`m sorry, you`ve got the wrong number/department. - Es tut mir leid, Sie haben hier die falsche Nummer/Abteilung.
      I`ll put you through to the right department. - Ich verbinde Sie mit der richtigen Abteilung.
      I`ll pass you back to the switchboard. - Ich gebe zurück an die Zentrale.
      Could you repeat that, please? - Können Sie das bitte wiederholen?
      Could you spell that, please? - Können Sie das bitte buchstabieren?
      Could you speak a little slower, please? - Können Sie bitte etwas langsamer sprechen?
      Could you speak nore loudly/slowly?- Könnten Sie bitte etwas lauter/langsamer sprechen?
      Pardon? - Wie bitte?
      I`m afraid I don`t understand. - Das verstehe ich leider nicht.
      One moment, please. - Einen Moment bitte.
      I`ll put you through. - Ich verbinde.
      I`m afraid the line`s engaged (busy). - Es tut mir leid, aber es ist besetzt.
      He`s on the other line. - Er spricht auf der anderen Leitung.
      There`s no reply from his extension. - Auf seinem Apparat meldet sich niemand.
      Will you hold? - Bleiben Sie am Apparat?
      Would you like to… - Möchten Sie……
      hold on?… - dranbleiben?
      …call back later/next week? - …später/nächste Woche
      …speak to someone else? - …mit jemand anderem sprechen?
      …leave a message? - …eine Nachricht hinterlassen?
      …send a fax? - …ein Fax senden?
      Would you like him/her/me to call you back? - Möchten Sie, dass er/sie/ich Sie zurückruft?
      Can I… - Soll ich…
      …get him/her to call you back? - …ausrichten, er/sie möge zurückrufen?
      …put you through to his/her assistant? - …Sie mit dem Assistenten verbinden?
      I`ll give him/her the message. - Ich richte es ihm/ihr aus.
      Thank you - Danke
      Thank you for calling. - Danke für Ihren Anruf.
      Nice talking to you. - Es war nett, mit Ihnen zu sprechen.
      Freundliche Grüße

      Moderator Doph_Zügota



      Gerechtigkeit herrscht, wenn es in einem Volk weder übermäßig Reiche noch übermäßig Arme gibt.

      Thales von Milet (um 625 - 545 v. Chr.), griechischer Philosoph und Mathematiker, einer der Sieben Weisen

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      Ich arbeite gern mit meinen russischen Kollegen zusammen, da ich weder Russisch noch Polnisch spreche, sie dafür kein Englisch. Im Moment versuche ich mein Spanisch wieder zusammenzusuchen, dazu kommen einige Brocken Griechisch. Diese Dinge funktionieren aber nur, wenn man im Team arbeitet und nicht gegeneinander. Gezahlt wird übrigens der Tariflohn von 8.24 Euro plus eine kleine Hauszulage von 12 Cent.

      Diese Haltung "Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass" kann ich nicht nachvollziehen - wieso glaubt eigentlich jeder, dass die Handgriffe zusätzlich bezahlt werden müssen? Nur, weil ich an der Pforte sitze und das LKW-Wiegen zu meinen Aufgaben zählt, heißt es noch lange nicht, dass ich (wie mein Kollege unlängst) das Gehalt eines Disponenten fordern kann. Und bei Versagen das Ganze mit einem gelben Schein beantworte, via FB natürlich, die Firma braucht es ja nicht zu wissen, reicht, wenn ich mich irgendwann zur Post bemühe.

      Auf solche egoistischen Kollegen kann jedes Team verzichten!
      "Wer in die Fußstapfen anderer tritt hinterlässt keine eigenen Spuren" (Wilhelm Busch)
      Ganz einfach: Er hat sich im Feierabend bei der Zentrale für den darauffolgenden Tag krank gemeldet, grinst mich dreist an und ändert seinen FB-Status am nächsten Tag in "mein Arzt meint, ich hätte einen Burn-Out" und lässt die halbe Firma des Kunden an seinem Leid teilhaben. Beim AG kam weder eine Info, wie lange er krank ist noch war er telefonisch erreichbar. In der darauffolgenden Woche wurde der gelbe Schein geschickt und der Status in "suche Arbeit, weiß jemand was?" geändert.

      Der gelbe Schein hat ihn übrigens nicht daran gehindert, auf das Objekt zu fahren und den Stundenzettel zu kontrollieren - nicht, dass er nachher seine schwer erarbeiteten 120 Stunden nicht bezahlt bekommt ...
      "Wer in die Fußstapfen anderer tritt hinterlässt keine eigenen Spuren" (Wilhelm Busch)