Detektei VS. Meldeamt

      Detektei VS. Meldeamt

      Hi Leute!

      Ich hab da mal eine Frage, die Ihren Grundfuß in meinem Freundeskreis hat.

      Sachverhalt:

      Frau verlässt Mann, die Tochter ist bereits vor 3 Jahren abgehauen, u.a. wegen häuslicher Gewalt.
      Beim Einwohnermeldeamt wird die Adresse geändert und eine Auskunftssperre gesetzt.
      Sämtliche Dinge werden erledigt, auch die Umstellung der Post. Der Mann hat nichts davon mitbekommen
      und nur einen Brief von der Frau erhalten, dass sie diesen verlässt. Die Polizei klingelte einen Tag bei der neuen Adresse,
      es wurde aber seitens der Frau nicht geöffnet.

      Nun ist doch ein Brief des Mannes im Briefkasten aufgetaucht, persönlich abgegeben.
      Verdacht: Detektiv auf die Tochter angesetzt, da deren Arbeitsort bekannt ist.


      Frage: Darf ein Detektiv trotz Auskuntssperren die Adresse an den Auftraggeber, in diesem Fall der Mann, rausgeben?


      Danke schon mal für die Antworten !!!
      Diese Auskunftssperren verbieten es doch nur der Meldebehörde Auskünfte aus dem bei ihr geführten Register weiterzugeben. Wenn ein Detektiv z.B. durch Beobachtung an die Adresse kommt, kann er sie selbstverständlich weitergeben.
      Die meisten Auskunftssperren gelten auch nur eine begrenzte Zeit. Da aber die Meldegesetze Länderrecht sind, müsste man hier das Gesetz des betreffenden Bundeslandes prüfen. In Bayern ist z.B. die Auskunftssperre in § 37 Abs. 7 Meldegesetz geregelt und grundsätzlich auf 2 Jahre beschränkt.
      Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von den anderen. So wird dir viel Ärger erspart bleiben.
      Konfuzius