Was ist eine Fachkraft für Schutz und Sicherheit wert?

      Was ist eine Fachkraft für Schutz und Sicherheit wert?

      Hallo,

      was ist den Sicherheitsfirmen und Kunden die Fachkraft für Schutz und Sicherheit wert?
      Meine Meinung nach garnichts, denn es werden seid langen sogenannte GSGG eingesetzt die uns angeblich gleich gestellt sein sollen.
      Sie übernehmen unsere Tätigkeiten und wenn ich die Hohlköpfe so sehe bzw. meinen Kollegen der nun angibt und sagt das die Prüfung ja ein Kinderkram ist und er garnicht versteht was daran schwer sein soll.
      Dann bekomme ich einen Hals, der Typ wird von meiner Firma eingesetzt und noch viele andere die absolut keine Ahnung haben, aber Hauptsache der Platz ist besetzt.
      Nun bekommen sie hier 8:50 € für Sachkunde und wann bekommen wir mehr Tariflohn?

      Mfg

      Re: Was ist eine Fachkraft für Schutz und Sicherheit wert?

      "rolli01" schrieb:

      Hallo,

      was ist den Sicherheitsfirmen und Kunden die Fachkraft für Schutz und Sicherheit wert?
      Meine Meinung nach garnichts, denn es werden seid langen sogenannte GSGG eingesetzt...


      GSGG? :o

      Sorry, aber ich befasse mich nicht so mit den einhundertfünfunddreißig möglichen, verschiedenen Abschlüssen im Sicherheitsgewerbe. :eek:

      Den meisten Kunden wird die Fachkraft nichts wert sein, denn Personal mit der Ausbildung wird eben oft explizit nicht verlangt. Dann ist es schwer für die betroffenen Fachkräfte, mehr Stundenlohn im Vergleich zu anderen Kollegen durchzusetzen.
      Den Fall hab ich schon mehrfach erlebt, als ich noch in einem seeehr großen Sicherheitsunternehmen war. Da hatte ich einen Kollegen, der, warum auch immer, nach seiner Fachkraftausbildung fest mit mehr Stundenlohn rechnete, Daß der Kunde für den Objektschutz auch mit Leuten zufrieden war, die die Unterrichtung hatten.......... darauf hatte er offensichtlich keinen Gedanken verschwendet.
      Entsprechend war die Reaktion vom Bereichsleiter auf seinen Wunsch nach mehr Kohle: Etwas mehr Geld? Okay! Aber nicht auf diesem Objekt.

      Re: Was ist eine Fachkraft für Schutz und Sicherheit wert?

      auch vor dem Hintergrund das einige dieser "Hohlköpfe" mehr drauf haben als so manche Fachkraft und der ein oder andere Meister.... wobei ich das Hohlköpfe mal regional auf die Firma beschränke und dann sind es hier keine Hohlköpfe mehr sondern erfahrene Mitarbeiter des Sicherheitsgewerbes....

      Re: Was ist eine Fachkraft für Schutz und Sicherheit wert?

      "rolli01" schrieb:

      Hallo,

      was ist den Sicherheitsfirmen und Kunden die Fachkraft für Schutz und Sicherheit wert?
      Meine Meinung nach garnichts, denn es werden seid langen sogenannte GSGG eingesetzt die uns angeblich gleich gestellt sein sollen.
      Sie übernehmen unsere Tätigkeiten und wenn ich die Hohlköpfe so sehe bzw. meinen Kollegen der nun angibt und sagt das die Prüfung ja ein Kinderkram ist und er garnicht versteht was daran schwer sein soll.
      Dann bekomme ich einen Hals, der Typ wird von meiner Firma eingesetzt und noch viele andere die absolut keine Ahnung haben, aber Hauptsache der Platz ist besetzt.
      Nun bekommen sie hier 8:50 € für Sachkunde und wann bekommen wir mehr Tariflohn?


      Die erste Bestätigung für meine Vermutung dass die Kunden/AG auch niedrig Qualifizierte MA einsetzen, die fast
      den gleichen Ausbildungsstand haben wie FaSuSi`s. 8,50 € für Sachkunde? Ich krieg mehr als 34aler und nach
      6 Monaten noch a bissle mehr.

      "Ex-Rezi" schrieb:

      Daß der Kunde für den Objektschutz auch mit Leuten zufrieden war, die die Unterrichtung hatten.......... darauf hatte er offensichtlich keinen Gedanken verschwendet.


      Genauso läufts mittlerweile ab.

      Re: Was ist eine Fachkraft für Schutz und Sicherheit wert?

      Hallo rolli01,

      ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du mit der sogenannten „GSGG“ die „GSSK“ meinst; also die Geprüfte- Schutz und Sicherheitskraft.

      Unglücklicher Weise wird nach wie vor bei Ausschreibungen immer noch der Preis als erstes Kriterium berücksichtigt. Besonders schlimm ist dieses Kriterium des Preises bei der Vergabe von Aufträgen der öffentlichen Hand.

      Demnach erhält also nicht der wirtschaftlich Günstigste, sondern der ausschließlich billigste Anbieter den Zuschlag. Das zu entscheiden haben natürlich diese Charaktermasken der einzelnen Auftraggeber (des Systems) denen man eigentlich keinen Vorwurf machen kann, weil die Verantwortlichen nur einen bestimmten Betrag zur Verfügung haben. Sie Exekutieren also nur das, was das System ihnen vorgibt. Hierbei ist es auch egal ob es ein öffentlicher- oder privater Auftraggeber ist. Und das der billigste Anbieter oftmals genommen wird ist auch nicht zu personalisieren weil es schon die Folge ist und nicht die Ursache der ganzen Problematik.

      Ich persönlich bin aber immer noch der Meinung, dass auf absehbare Zeit der Markt für die FSSK (Fachkraft für Schutz und Sicherheit) flächendeckend entstehen wird. Nur war die Einführung der GSSK (Vormals Werkschutzfachkraft) das konkret Dümmste was man überhaupt machen konnte. Das war fast schon der Todesstoß für die FSSK, weil auch die Versicherer die GSSK mit der FSSK fast gleich gesetzt haben oder vielmehr nicht die FSSK als Eingangsvorrausetzung für die Aufnahme von Bewachungstätigkeiten in bestimmten Bereichen genommen wurde, sondern die GSSK als ausreichend befunden wurde (das war auch vom Versicherer gewollt).

      Demnach kann die FSSK nur bei bestimmten Unternehmen wirklich Anwendung finden; da sitzen aber Menschen, die ihren Mitarbeitern auch komplexe Steuerungs- und ggf. auch Führungsaufgaben zuweisen. Das ist aber höchst selten; alle anderen Auftraggeber die eine GSSK vom Sicherheitsunternehmer verlangen, wissen doch nicht was sie tun.

      „Ja, sie wissen nicht was sie tun; das kann man eigentlich als Überschrift nehmen“!

      Und das eine sollte ich auch noch schreiben: Diejenigen (ein großer Teil) die hier im Forum „nur“ die Sachkundeprüfung haben oder auch die, die „nur“ über das Unterrichtungsverfahren verfügen, haben aus meiner Sicht schon längst die Berechtigung für einen Ausbildungsnachweis erhalten, den man der FSSK gleichsetzen könnte. Sie sollten vielmehr auch die Möglichkeit bekommen, die Prüfung zur FSSK innerhalb einer kurzen Zeit abschließen zu können; nicht genau wie z.B. ein Soldat auf Zeit oder ein Arbeitssuchender. Aber wenn sie die entsprechende Erfahrung haben, dann sicher!

      Denn die Kollegen und Kolleginnen, die im Forum von Erfahrung sprechen haben ja Recht! Erfahrung ist ebenfalls Wissen, dass einen wichtigen Baustein darstellt um im Bewachungsgewerbe erfolgreich und zielführend tätig werden zu können. Einige oder Viele von den Kolleginnen und Kollegen haben sogar einen Ausbildungsberuf erlernt!

      Für die Mehrheit hier gilt „Lob und Anerkennung“ auszusprechen auch wenn wir uns nicht immer in unseren Aussagen einig sind und auch wenn, viele Aussagen nicht immer in der Kürze der Zeit abschließend zu betrachten sind. Aber hier im Forum (und auch in anderen Foren) zeigen viele wenigstens Interesse!

      Das beinhaltet zum Teil auch diejenigen, die oftmals nur eine Art der Hilfestellung suchen! Ich erlebe immer wieder Kolleginnen und Kollegen, die nur Arbeiten und Produktiv sind wenn sie wirklich im Bild gesprochen, mit der Nase auf die anstehende Arbeit gestoßen werden.

      Man könnte das auch so ausdrücken, dass viele „keine Ahnung“ haben und auch keine Motivation vorliegt! Dass es „Hohlköpfe“ sind, würde ich nicht sagen, da die Kolleginnen und Kollegen auch nur Teil des Systems sind.

      Doph_Zügota schrieb:

      Ich persönlich bin aber immer noch der Meinung, dass auf absehbare Zeit der Markt für die FSSK (Fachkraft für Schutz und Sicherheit) flächendeckend entstehen wird. Nur war die Einführung der GSSK (Vormals Werkschutzfachkraft) das konkret Dümmste was man überhaupt machen konnte. Das war fast schon der Todesstoß für die FSSK, weil auch die Versicherer die GSSK mit der FSSK fast gleich gesetzt haben oder vielmehr nicht die FSSK als Eingangsvorrausetzung für die Aufnahme von Bewachungstätigkeiten in bestimmten Bereichen genommen wurde, sondern die GSSK als ausreichend befunden wurde (das war auch vom Versicherer gewollt).

      Man muss die Hintergründe sehen! Als FSS wäre ich auch enttäuscht bei so einer Entwicklung. Die GSSK wurde nach langen Auseinandersetzungen zwischen BDSW/ASW und Verdi beschlossen. Und das deshalb weil die Auftraggeber und die Industrie unbedingt eine Nachfolgeregelung für die WSFK wollten. Die GSSK wurde nicht eingeführt weil (große) Sicherheitsfirmen das so wollten!