Die Diensthunde Rhein-Main trommeln...

      Die Diensthunde Rhein-Main trommeln...

      Nachdem meine Seite doch tatsächlich den ersten Platz beim Homepage-Award gemacht hat :cool: , werd ich gleich obendrauf ein bißchen trommeln und uns hier nochmal vorstellen:

      Was genau machen wir eigentlich?
      Natürlich ist das alles auf unserer Seite nachzulesen, hier findet Ihr aber eine kurze Zusammenfassung:

      Wir bilden Hunde aus (unsere eigenen, die wir dann im Dienst als Schutzhunde oder Sprengstoffspürhunde führen), und wir bilden Hunde-Teams aus - also Hunde zusammen mit ihren Hundeführern.
      Sowohl Meldehunde als auch Schutzhunde sind bei uns willkommen. "Schlechte Hunde" gibts bei uns nicht, sondern nur Hunde, die so sind wie sie eben sind. Wir helfen Euch, das beste aus Eurem Kumpel zu machen, egal, ob Anfänger oder Profi.
      Dazu veranstalten wir regelmäßig Workshops für Diensthundeführer mit wechselnden Themen (2014 gibts die nächsten).
      Für HF, die aus dem Rhein-Main-Gebiet kommen, bieten wir auch Einzelstunden an.

      Unsere Ausbildungen sind immer bedarfsorientiert. Das heißt dass wir die HF (und ihre Hunde) nicht mit allem möglichen zumüllen, was sie vielleicht gar nicht brauchen, sondern uns auf das konzentrieren, was der einzelne Kollege und sein Hund auf seinem Objekt wissen und können muss.

      Und gibts dafür auch ein “Papier”?
      Ja, wenn gewünscht oder gebraucht, gibt es dafür auch ein Papier.
      Das offiziellste, was es bislang zum Thema DHF im privaten Sicherheitsdienst gibt, ist (leider) nach wie vor die BGV C7 und darin die §§ 12 und 15. Die Hundeführer erfüllen nach Abschluss der Ausbildung bei uns diese Voraussetzungen, und das bekommen sie selbstverständlich auch ganz offiziell attestiert.

      Die Sprengstoffspürhunde liegen uns besonders am Herzen, weil es da so viele Scharlatane und so viel Schindluder in der Szene gibt.
      Bevor wir einen Schüler in die Ausbildung zum nehmen, machen wir in einem kostenlosen Probetraining eine genaue Bestandsaufnahme. Die SSH-Ausbildung planen und organisieren wir dann nach Absprache mit dem HF - immer so, dass bei einem Minimum an Fahrzeit das Maximum an Lerninhalt vermittelt werden kann.
      Als krönender Abschluss der Ausbildung erfolgt die Einsatzwert-Überprüfung, die das Netzwerk Spürhunde einmal im Jahr nach den Richtlinien der Polizei NRW abhält. Der Prüfer ist selbst Ausbilder und Staffelleiter bei der Polizei NRW.
      Mehr über das Netzwerk Spürhunde erfährst du, wenn du auf die Facebook-Seite des Netzwerkes schaust.

      Ach, und wen's interessiert oder wer es braucht: Ausbildung für ganz normale Familienhunde (mit und ohne Probleme) machen wir natürlich auch - das aber nur im Einzelunterricht.

      Fragen? Immer her damit!

      Es freut sich auf spannende Kontakte

      Kaderlid und die Diensthunde Rhein-Main

      Re: Die Diensthunde Rhein-Main trommeln...

      Danke fürs Kompliment, SST!

      @Doph, ich bin Dir ja noch eine Antwort schuldig, stimmt!

      Also: das mit dem Alter und den Spürhunden: schwer zu sagen. Kommt sehr auf den Hund und auch bißchen auf den HF an.
      Ist ja bei Menschen nicht anders: es gibt welche, die sind mit 30 schon steinalt im Kopf , genau wie welche, die mit 60 nochmal auf die Uni gehen!
      Lernen tun Hunde (wie Menschen) im Prinzip so lange, wie sie leben.
      Auch das Suchen oder Spüren.

      Das Problem bei den Spürhunden in unserem Bereich (SSH), wo es wirklich um Leben und Gesundheit von vielen, möglicherweise Hunderten von Personen geht: bei den älteren Hunden (meine jetzt die, die erst mit einem, zwei oder drei Jahren oder noch später damit anfangen) hast Du diese unbedingte Such-Sucht nicht mehr, die ich haben will.
      Ich drück das mal so aus, um deutlich zu machen, worum es mir bei den SSH geht.
      Also, die "Spätstarter" machen das schon, und Du kommst vielleicht sogar durch die Zertifizierung mit denen (wobei ich damit die Einsatzwert-Überprüfung der Polizei meine, nicht irgendwelche handgestrickten Phantasieprüfungen) - aber die Hunde haben niemals die Begeisterung, die Belastbarkeit, den unbedingen Durchsetzungswillen "zum Stoff", die Ausdauer wie einer, der das von Welpenzeit an als seine Haupt-Gaudi gelernt hat.
      Beim älteren Hund ist es eher wie ein zusätzliches Kunststück, was er gelernt hat, nachdem er vieles andere gelernt hat. Was er vielleicht gern macht (hoffen wir mal), was ihm aber kein echtes, eigenes Bedürfnis ist. Das ist um so stärker ausgeprägt je älter der Hund bei Ausbildungsbeginn ist - und je unflexibler er Kopf ist.
      Berufsbedingt sehen wir ja öfter Hunde, die unter den gleichen Bedingungen arbeiten wie unsere, die aber als Erwachsene erst mit der Spürerei angefangen haben. Die Polizeien arbeiten ja meistens mit Hunden aus zweiter oder dritter Hand, und die bekommen dann ihre Spezialisierung sogar noch nach ihrer Grundausbildung, als wenn nicht schon genug Zeit verloren gegangen wäre...
      Der Unterschied ist riesig, sagen nicht nur wir selbst (weil wir unsere Hunde natürlich am tollsten finden, logo :D ), sondern regelmäßig auch Kunden, die bei der Absuche jedes Mal mitlaufen und daher schon den direkten Vergleich haben.

      Der Goldstandard ist da wirklich die Frühprägung. Das Welpchen hat sein erstes Futter bei uns noch nicht bekommen, da weiß es schon: Sprengstoffgeruch? Boah - dann geht's richtig ab!!
      Wir ziehen jetzt unseren ersten eigenen Wurf (Schipperke, unsere Westentaschen-Spürhunde), und da möchte ich das Ganze nochmal einen Dreh weiter bringen: Geruchsprägung auf Explosivstoffe, bevor die Augen auf sind. Ich bin sehr gespannt, wie die werden!!

      Duifje (die zukünftige Mama) hat ihre BH übrigens mit Bravour bestanden, bin ganz zufrieden mit der kleinen Madame....

      Es grüßt

      Kaderlid

      Inviato da iPad