Geld-Kette

      Jeder verdient sein Brot nur von ihrend woher muss das Geld ja erst mal kommen?

      Das ist nun meine Frage wie die Kette auf gebaut ist vom Chef (AG) bekommen wir Geld als Angestellter (AN) zu einem festen oder verhandelbaren Preis. >Wo wiederum bekommt der Chef das Geld her. Von dem er uns wiederum bezahlt, von Vaterstaat oder Auftraggebber und er wieder rum. Steig da noch nicht hinter, da man ja auch Gewinn und Minus machen kann als Chef. Wir als AN wir bekommen jeden Monat das gleiche Geld.

      Nur das mit dem Gewinn/Minus ist eine andere Geschichte das interessiert mich nicht da ich nur ein AN und kein Chef bin. Sollte es als Verständnis mit ein fließen ist es auch nicht so schlimm.

      Mit besten dank an euch alle. :)

      Re: Geld-Kette

      Aaaalso: Der Kunde schreibt die Bewachung aus und bekommt die Angebote. Der AG muss nun seine Kalkulation so bestücken, dass alle Kosten gedeckt sind und er noch Gewinn macht.

      Der Kunde überweist diesen Betrag an den AG. Der wiederum bezahlt deinen Lohn plus Zulagen. Zeitgleich überweist der AG die Lohnsteuer und die Sozialversicherung, die er (bis auf wenige Ausnahmen) verdoppeln muss (die SV wird vom AG und AN getragen).

      Zusätzlich muss der AG die Berufsgenossenschaft, die Betriebshaftpflicht und ebenfalls Steuern bezahlen. Dazu kommt noch ein Umlageverfahren der Krankenkasse, denn dein Lohn soll ja auch im Krankheitsfall weitergezahlt werden, den Ausfall möchte der AG zurückholen.

      Eventuell kommt noch Ausrüstung hinzu, Firmenfahrzeug, Miete, Nebenkosten - halt die Dinge, die du auch im Privatleben bezahlen musst.

      War es das, was du wissen wolltest? Oder möchtest du wissen, wie eine Kalkulation aussehen kann?

      Re: Geld-Kette

      War es das, was du wissen wolltest? Oder möchtest du wissen, wie eine Kalkulation aussehen kann?

      WiSo haben wir nur kurz durch genommen bei mir. habe aber noch mein Lehrbuch das kann ich versuchen selbst aus zu arbeiten. Komme ich nicht weiter melde ich mich.

      Chef= Muss an sich gut kalkulieren können um Gewinn /Verlust zu vermeinden. aber muss so ein gutes Angebot hin bekommen das nicht der Kunde abspringt und zu einer anderen Firma mit besserem Angebot wechselt.

      Kunde/Auftraggeber= muss gute Einnahmen erziehlen durch die Gäste (diskotehek), damit er unseren chef bezahlen kann.
      2. möglichkeit Kunde ist reich und kann Chef aus Tasche bezahlen, nur wenn Kunde nicht zahlen kann. Wirft wieder eine weitere Frage auf, da stehen wir wieder im Rechtstreit. übernimmt dann Staat?

      Re: Geld-Kette

      Na ja, der Kunde muss nicht reich sein - hauptsache, er arbeitet kostendeckend. Sollte er nicht bezahlen können, dann steht er mit Verbindlichkeit bei deinem AG in der Kreide. Das ist erstmal die kürzeste "Kreditvariante".

      Sollte der Kunde dauerhaft zahlungsunfähig sein, geht er entweder in die Insolvenz oder in den Konkurs. Bei einer Insolvenz, wenn er einen guten Insolvenzverwalter bekommt, steht die Sanierung und nicht die Schließung im Vordergrund. Es werden Vergleiche mit den Gläubigern geschlossen und andere Kreditvarianten bzw. Investoren einberufen.

      Dein AG hat Rücklagen, er kann den Zahlungsausfall des Kunden kurzzeitig überbrücken und später dem Kunden Mahnungen bzw. Mahnbescheide übergeben. Hat dein AG das Pech mehrere solcher Kunden zu haben, wird er irgendwann selbst "über Kopp gehen", dauerhaft verkraftet das niemand. Und dann hat er die Möglichkeit, selbst eine Insolvenz zu beantragen und dir über die Agentur für Arbeit Insolvenzgeld zukommen zu lassen. Aber bis diese Kette in Gang gesetzt wird, dauert es. Von heute auf morgen passiert das nicht.

      Re: Geld-Kette

      Dann knüpf ich hier mal an und stelle Fragen, die mich schon lange interessieren...

      Also: Nehmen wir mal an, ein AG gewinnt eine Ausschreibung und kassiert vom Auftraggeber 30 Euro/Stunde (Zuschläge jetzt mal weggelassen).

      Soo....nun gibt der AG (Arbeitgeber) aber den Auftrag an ein Subunternehmen weiter.
      Sagen wir mal für 27 Euro/Stunde.

      Dieser macht das wieder und dem nächsten bleiben noch 24 Euro/Stunde.

      Hat der 1. AG irgendetwas zu versteuern? Wenn ja, dann nur die 3 Euro oder?



      Der Auftraggeber muss ja 19% Steuer draufzahlen, muss das dann der 1. AG für den Sub auch machen? Wenn ja, dann macht er doch Verlust? Oder muss man das nur 1x zahlen (also in dem Fall einmalig der Auftraggeber)??

      Ich hoffe man versteht mich....


      Kraftsport

      Re: Geld-Kette

      Du bringst da was durcheinander: Es gibt Vorsteuer und Mehrwertsteuer. Je nach Überhang wird das eine vom anderen abgezogen. Der Rest ist dann Gewinn oder Verlust.

      Also: Ich stelle dich als Subunternehmer an, du schreibst mir deine Rechnung - sagen wir 10 Euro. Ich zahle dir 11,90 Euro (10 € + 1,90 € MwST). Ich wiederum bin Subunternehmer bei Kriegsrat, dem stelle ich meine 20 Euro in Rechnung und er zahlt mir 23,80 Euro. Von diesen 23,80 € ziehe ich die 11,90 € ab und habe 10 € Gewinn gemacht.

      Kriegsrat ist Auftragnehmer bei Cujo. Er präsentiert Cujo eine Rechnung über 35 Euro. Cujo muss nun 35 € plus 6,65 € MwST an Kriegsrat zahlen und KR muß nun die 6,65 € abzüglich meiner 3,80 € MwSt an das Finanzamt überweisen. Rein theoretisch hätte Kriegsrat ganze 15 € Gewinn gemacht.

      Jeder muss Märchensteuer zahlen, aber die Unternehmen können die Vorsteuer davon abziehen und müssen weniger überweisen. Die tatsächliche, volle Abgabe trägt der Endverbraucher, in diesem Falle Cujo (gehen wir mal davon aus, dass er eine Privatperson ist und keine Firma hat... ;) )