Maulkorbarbeit

      Maulkorbarbeit

      Hallo zusammen.

      Zur KNPV, die ich nun erfolgreich abgelegt möchte ich gerne die Maulkorbarbeit machen, die ich für sinnvoller erachte als den zivilen Biß (der auch in den Niederlanden nur als "Ultima Ratio" trainiert wird).

      Nun finde ich zwar schöne Körbe (Julius K9 Lederkorb mit Stahlbügel) und eine Weste zur Maulkorbarbeit; weiß aber nicht so recht wie ich die Arbeit aufbaue...

      Re: Maulkorbarbeit

      erstmal den Hund an den Korb gewöhnen und danach brauchst du einen Helfer der mit Schmerzen leben kann.Weste ist gut , aber die Jungs knallen auch in die Beine oder sonst wo hin.Am Anfang mit der Leine sichern.
      Glaube bei WASO ist der nächste Kurs - Korbarbeit - kannst dich ja bei Ihm anmelden oder informieren.
      Grüße aus Stuttgart
      meiner versuchte immer den Korb abzustreifen , wenn er so richtig böse wurde!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Chris“ ()

      Re: Maulkorbarbeit

      "Siegfried" schrieb:

      Wird der Korb abgenommen wenn es auf "Täterverfolgung" geht?


      DAS ist ein tückisches Thema.

      Ja, auch im KNPV wird das geübt. Aber wie in Deutschland auch mit Bauchschmerzen. Denn einen beissfertigen Hund hinter einem flüchtenden Täter hinterherzuschicken.... Das, BW mal abgesehen ist im privaten Sicherheitsdienst (fast) immer eine Notwehrüberschreitung.

      Denn welches Rechtsgut ist beim FLÜCHTENDEN Täter so hoch bewertet das Du einen beissenden Hund hinterherschickst?

      Ich lasse (KNPV konform) meine Hündin zivil beissen um bei einem entsprechend "qualifiziertem" Angriff ein letztes Mittel zu haben.

      Deswegen mag ich auch gern intensiver Stosskorbarbeit machen, wenn man von BW Streifen absieht sollte das die Strategie bei Hundeführern im privaten Sicherheitsgewerbe sein...

      Re: Maulkorbarbeit

      "hundler" schrieb:

      erstmal den Hund ..........


      Erstmal danke!!! Damit kann ich ein wenig anfangen. Stuttgart ist leider weit weg von Wuppertal, daher sind solche Lehrgänge ziemlich unerreichbar für mich.....

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „kriegsrat“ () aus folgendem Grund: bitte keine vollzitate

      Re: Maulkorbarbeit

      "Wupperdog" schrieb:

      ... Stuttgart ist leider weit weg von Wuppertal, daher sind solche Lehrgänge ziemlich unerreichbar für mich.....

      Beim letzten Workshop waren zwei Teilnehmer aus Hamburg. :zw:

      Grüßle
      WASO
      Wenn jemand im Hundewesen etwas verändern kann, dann sind es die Wach- und Diensthundeführer selbst. Werdet Mitglied im Bundesverband Wach- und Diensthunde (BvWD) e.V.. Ich bin ein Gründungsmitglied.

      Re: Maulkorbarbeit

      @ Cujo ich hab mal ne Frage ^^

      Du schreibst das eure Diensthunde grundsätzlich ohne Beisskorb im Dienst geführt werden.
      Dieses Thema hab ich auch mit meinem Chef mehrmals diskutiert. Er schreibt mir zwar nicht vor, ob ich einen Beisskorb draufmache oder nicht, aber wie ist es denn nun wirklich rein rechtlich ??
      Ich arbeite eigentlich nur nachts und das alleine mit meinen Hunden. ( Baustellenbewachung ) Das heisst grundsätzlich dürfte mir nachts auch keiner begegnen.^^ Meine Hündin läuft ohne Leine und ohne beisskorb. Die Hündin läuft auch nicht weg, ist stets bei mir und ich weiss auch das sie beim antreffen von zb. Kindern nicht wilde Sau spielt und auf meine Kommandos sofort reagiert. Sicher ist es immerhin ein Tier und man weiss nie, wie ein Tier in Gefahrensituationen reagiert. ( Wenn solch eine Situation noch nicht vor gekommen ist )
      Mein Rüde dagegen bleibt stets an der Leine, manchmal ohne Beisskorb aber überwiegend mit, weil ich mir nicht wirklich sicher bin wie es rechtlich aussieht. Laut BGV C7 heisst es ja : Der Hund ist stehts an der leine zu führen, solange man nicht davon auszugehen hat das man einem dritten begegnet. Dieses kann ich doch auch auf einer Baustelle, die eingezäunt ist, nicht ausschliessen. dann müsste ich doch eigentlich die Hunde immer an der Leine führen, oder ??
      Ebenso heisst es doch: man muss seinen Hund so sichern das er keinem dritten Leid zufügen kann . Was ist nun wenn ich mit meinem Hund an der leine ohne Beisskorb übers Gelände oder im Gebäude unterwegs bin und irgendwo hinter einer Ecke steht jemand und der Hund kommt an denjenigen dran auch mit Leine und beisst zu ?? Grundsätzlich kann ich doch, egal wie ich es mache, wenn mein Hund einem anderem Leid zufügt Zivilrechtlich belangt werden oder ? Andererseits frag ich mich , wenn ich meinem Hund einen Beisskorb draufmache, wie soll er mir helfen in einer Notsituation ? Da kann er sich ja noch nicht mal selber helfen, wenn man auf Täter trifft, die sich mit Hunden auskennen. dann können die in aller Ruhe meinen Hund abstechen ohne das er sich zu wehr setzen kann :( Ich finde das das irgendwie alles zeimlich kompliziert und schwer nachzuvollziehen ist.

      gruss steffi

      Re: Maulkorbarbeit

      @Bonita. Gute Fragen. Mit diesem Sachverhalt könntest Du ganz leicht mehrer Juristen beschäftigen :)

      So pauschal kann man das nicht sagen. Natürlich kann Dir auch nachts eine Person über den Weg laufen. Weiterhin kommt es darauf an ob Du während Deines Dienstes ausschließlich auf der privaten Baustelle unterwegs bist, oder ob Du für Deine Fußstreifen auch öffentliche Wege und Straßen benutzt. Dazu könnten noch weitere Prüfkriterien kommen. Aber das würde hier zu weit führen.

      Re: Maulkorbarbeit

      @arvasi..

      ja das könnte ich schon ... wenn ich mich erschrecke und dabei die leine fallen lasse, mach ich mich eigentlich nicht strafbar aber dann ist die frage ob ich dann nicht trotzdem zivilrechtlich belangt werde.:-S

      @Stadtknecht

      bei meiner Fußstreife gehe ich auch ein Stück an der Strasse ausserhalb des Geländes.
      Da bekommt mein Rüde den Maulkorb drauf und da sind auch beide Hunde an der Leine.
      Aber da ist es für mich auch klar, wie ich mich verhalten muss.. nur auf dem Gelände ist es für mich verwirrend :-S

      Re: Maulkorbarbeit

      Sofern Hinweisschilder darauf aufmerksam machen das Hunde sich auf dem Gelände frei bewegen und dieses Gelände nach den gesetzlichen Normen abgesichert ist, sehe ich keine Probleme.
      Schließlich haben nicht autorisierte Dritte nichts auf einer Baustelle zu suchen. Schon gar nichts zu nachtschalfender Zeit. Sie würden sich und ggf. andere in Gefahr bringen.

      Wenn Du trotz dessen tatsächlich eine unbefugte Person auf der Baustelle antreffen solltest handelt diese Person zuerst einmal fahrlässig. Weiterhin könnte der Tatbestand des Hausfriedensbruches vorliegen. Da diese Person eben nix auf der Baustelle zu suchen hat. Von daher hat diese Person also zumindest eine Teilschuld, wenn sie gebissen werden sollte.

      By the Way:
      Polizei, Orndungsamt, Feuerwehr etc. ist entweder vorher angemeldet oder macht sich bemerkbar. Ist also unwahrscheinlich das Du nachts auf eine Baustelle diesen Menschen begegnen solltest. ;)

      Re: Maulkorbarbeit

      Verhalte ich mich ja nicht .. den im Gesetz steht, das man seine Hunde so zu halten hat, dass diese einem dritten keinen Schaden zufügen können. und wenn die Hunde frei auf dem Gelände rum laufen, wenn gerade einer über die Mauer klettert..hab ich die A....- Karte. und in dem Moment ist das egal ob der typ gerade einbrechen will oder nicht. Es können ja auch mal kinder aufs Gelände kommen. Ob das auch gilt wenn der Hund in der Wohnung ist und da einer einbricht , weiss ich nicht . Wo genau das steht weiss ich nicht mehr aber bitte les dir das durch :

      Gerichtsurteil: Freilaufender Hund auf Grundstücken

      OLG Frankfurt, Az. 26 U 15/04:

      Auf einem Grundstück, auf dem regelmäßig Kinder spielen, sollte ein
      Hund nicht frei herumlaufen. Nach Auffassung der Richter riskiert der
      Hundehalter andernfalls, in vollem Umfang haften zu müssen, wenn das
      Tier ein Kind verletzt. Denn mit diesem so genannten tiertypischen
      Verhalten müsse der Halter rechnen.
      Das Gericht gab mit seinem Urteil der Schmerzensgeld- und Schadenersatzklage
      eines minderjährigen Mädchens statt. Das Kind hatte mit dem
      Sohn eines Unternehmers auf demWerksgelände gespielt. Dort lief auch
      der Hund des Unternehmers frei herum. Offenbar wollten die Kinder mit
      dem Hund spielen. Dabei wurde das Mädchen gebissen.
      Das OLG meinte, der Hundehalter hätte seinen Hund nur frei herumlaufen
      lassen dürfen, wenn zuvor sichergestellt gewesen wäre, dass kein
      Fremder das Gelände betreten kann.Wegen seines Sohnes habe er aber
      damit rechnenmüssen, dass sich auch andere Kinder auf dem Betriebsgelände aufhielten.
      Als unerheblich werteten die Richter, dass der Hund zuvor
      angeblich am Schwanz gezogen wurde.

      Re: Maulkorbarbeit

      Ich hab es gefunden

      BGB § 833
      Haftung des Tierhalters

      Wird durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, welcher das Tier hält, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. Die Ersatzpflicht tritt nicht ein, wenn der Schaden durch ein Haustier verursacht wird, das dem Beruf, der Erwerbstätigkeit oder dem Unterhalt des Tierhalters zu dienen bestimmt ist, und entweder der Tierhalter bei der Beaufsichtigung des Tieres die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet oder der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden sein würde.