Selbstverteidigung

      Selbstverteidigung

      Ich möchte mal das Thema "Selbstverteidigung- Körperliche Überlegenheit" zur Diskussion stellen

      wie wichtig ist die Fähigkeit, sich selbst verteidigen zu können, wenn man im Sicherheitsgewerbe arbeitet
      wie wichtig ist der Umstand, einem "Normalbürger" körperlich überlegen zu sein

      davon ausgehend, daß einem lediglich die "Jedermannsrechte" zustehen, vielleicht zusätzlich noch ein Hausrecht

      muß man "fehlende Rechte" mit körperlicher Überlegenheit kompensieren
      nach dem Motto, wenn ich dicke Muskeln habe, kommt mein Gegenüber meinen Aufforderungen eher nach

      muß ich mich überhaupt in größerem Maße "selbstverteidigen" können, wenn ich im Sicherheitsgewerbe arbeite, als in anderen Jobs?

      besteht in größerem Maße die Gefahr, angegriffen zu werden, wie z.b. im Polizeidienst ?
      wenn ich daran denke, wieviele ungeübte Beamte da rumlaufen, und ihren Dienst versehen, ohne großartige körperliche Auseinandersetzungen zu haben bzw. Durchsetzungsprobleme ihrer Anweisungen

      bin gespannt auf eure Meinungen zu diesem Thema :no:

      Re: Selbstverteidigung

      Selbstverteidigung ist nicht gleich Selbstverteidigung.
      Ich selber lege in meiner Ausbildung einen großen Schwerpunkt auf Selbstbehauptung.
      Der Ton macht oft die Musik, wer ein vernünftiges Auftreten hat,
      kann viele "brenzlige" Situationen schon im Keim ersticken !

      Trotz allem kommen Sicherheitskräfte häufiger in die Situation evtl. Zwangsmaßnahmen durchzusetzten.
      "Nur einmal mit Profi´s arbeiten !"

      Re: Selbstverteidigung

      "Kyoshi" schrieb:


      Der Ton macht oft die Musik, wer ein vernünftiges Auftreten hat,
      kann viele "brenzlige" Situationen schon im Keim ersticken !

      .


      seh ich auch so

      Autorität auszustrahlen ist nicht nur überwiegend eine Frage der körperlichen Konstitution.

      auf der anderen Seite sind natürlich auch die Hemmungen, private Sicherheitsleute körperlich anzugehen,
      häufig geringer als bei Amtsträgern

      Re: Selbstverteidigung

      Hallo zusammen,

      ich persönlich halte eine gewisse Ausbildung im Selbstverteidigungsbereich für eine Sinnvolle Sache.
      Nicht unbedingt nur, um sich in bestimmten Situtationen auch zur Wehr setzen,sondern eben auch zu wissen,
      dass man es evlt. könnte.
      Die Körpersprache ist in jedem Fall immer wichtig. Sie gibt der Konversation den nötigen Grad des Respekts
      und der Verständigung, dass man das eben genau will.
      Körpergröße kann hier entscheident sein, wenn es, bei korrekter Körperhaltung, zu einer Auseinandersetzung kommt.
      Hier kann von der Psychologischen Seite her ein Enormer Eindruck verschafft werden,
      der vom Gegenüber mit dem Wort nicht mehr zu kompensieren ist.

      Wenn ein 1,60 Meter/70 Kilo einem 2,00 Meter/ 150 Kilo Mann gegenüber steht und der größere in seiner Körpersprache anzeigt,
      dass er ein wenig Sauer ist, ergreifen die meisten die Flucht.
      Dies muss aber nicht immer sein und kann natürlich auch umgekehrt gelten ( um die Gemüter zu beruhigen, die Denken,
      nur weil der über 2Meter groß ist, kann der ja so reden ).

      Bei mir hat ein Aufstehen, ein klares Körpersignal, dass ich darauf keine Lust habe
      und die evtl. Sanktion, die dahinter steckt, wenn der Kunde, der Gegenüber oder jemand anders
      nicht in die Richtung geht, die Vorgegeben wird, schon oft geholfen.
      Hier können Vorschriften, Gesetze, Betriebsvereinbarungen usw. natürlich hilfreich sein,
      um den nötigen Druck aufzubauen, damit nicht gleich eine Körperliche Situation aufkommt.

      Wenn es dann zu einer körperlichen Auseinandersetzung kommt, sollte das Personal oder die Person selbst
      vielleicht in der Lage sein, sich zu wehren.
      Dies ist aber nicht unbedingt Voraussetzung, um in diesem Gewerbe zu arbeiten.



      Ich glaube fest daran, dass die schönste Stunde eines jeden Mannes - die erfüllung all seiner Sehnsüchte... der Augenblick ist wenn er sich für eine Gute Sache ganz verausgabt hat und erschöpft auf dem Schlachtfeld liegt - als Sieger.
      Vince Lombardi (1913-1970)

      Re: Selbstverteidigung

      Ich bin froh das ich mich mit div. Mitteln selbst verteidigen kann... Erst vergangenen Sonntag hatten wir wieder eine Massenschlägerrei beim Eishockey... Da ist man dann schon froh...

      Oft muss man aber nicht mal sich selbst sondern anderen helfen, was auch oft mit Worten nicht geht... Leider.
      Ich finde auch das SMA oder PI schon viel mehr mit "Gefahrensituationen" zu tun haben als ein "privater" Bürger.
      Schließlich muss man einige "Sachen" machen oder verlangen wo deinem Gegenüber nicht gefällt...
      Deine Kindheit ist erst dann vorbei, wenn du weißt das du stirbst!
      [neon]best regards[/neon]

      Marc

      Re: Selbstverteidigung

      "kriegsrat" schrieb:

      ... muß man "fehlende Rechte" mit körperlicher Überlegenheit kompensieren ...


      ... um Gottes Willen - NEIN (57) !!!

      Körperliche Überlegenheit - falsch eingesetzt (z. B. um "fehlende Rechte" zu kompensieren) - hat schon viele selbst zum Straftäter werden lassen. Einfach auch, weil die Handelnden vergessen hatten, einmal mehr ihr Hirn einzuschalten. Oder aber auch, weil sie mit/in bestimmten Situationen einfach überfordert waren und den Überblick verloren hatten :pein: ...

      Re: Selbstverteidigung

      Es ist aus meiner Sicht sehr Wichtig gut vorbereitet zu sein, um in Stresssituationen ruhig und besonnen zu Handeln. Wie war das noch in der ruhe liegt die Kraft :)
      Und mein gegenüber bekommt das ja auch mit, wenn ich mir nichts Aufzwingen lasse und dennoch ruhig und gelassen durchgreife

      Re: Selbstverteidigung

      "das gessprochene wort ist immer noch die schärfste waffe eines beamten" pflegt ein freund von mir öfters zu sagen
      ich denke es ist die wichtigste , wenn bei gewaltbereitem gegenüber jedoch jeglicher einsichtswille fehlt oder gefahr im verzug ist sollte eine gute ausbildung einsetzen bzw greifen können

      Re: Selbstverteidigung

      "Einsatz24" schrieb:

      ...und auch seltsamerweise fast jeder Kunde der Meinung ist, dass sein Wachmann sich seiner Haut erwehren können soll...



      Dann soll der Kunde das aber auch ZAHLEN!!

      Für den Hungerlohn wird immer erwartet und erwarter und Überstunden hier, ordentlich Kleidung da, Aufopferungsbereitschaft dort.....


      Kraftsport

      Re: Selbstverteidigung

      Dann soll der Kunde das aber auch ZAHLEN!!

      Für den Hungerlohn wird immer erwartet und erwarter und Überstunden hier, ordentlich Kleidung da, Aufopferungsbereitschaft dort.....



      Leistung muss immer gebracht werden, egal ob man mit seinem Lohn unzufrieden ist. Jemand der diesen Job nicht ernst nimmt, hat gerade in Unserer Region keine Chance.

      Ich weiß ja nicht was bei euch so der Durchschnittslohn ist, aber unsere Jungs verdienen Ordentlich.

      Wenn ein Clubbetreiber einmal gesehen hat, wie ein Übernahmeversuch der Tür von den Türstehern abgewendet wurde, weiß er was qualität ist und zahlt dafür auch. Klar das niemand viel Geld für ne Kindergartentruppe ausgiebt, die sich nur prügeln will und am ende doch wegrennt.

      Der Lohn sollte sich niemals auf die Qualität der Arbeit auswirken.

      Back to topic:

      Ein SiMa der sich nicht selbst verteidigen kann, ist meiner Meinung nach im falschen Job. In manchen Situationen geht es um Leben und tod, da sollte man nicht nur reden können, sondern auch wissen was zu tun ist, wenns drauf ankommt.

      Ich persönlich bin Freefighter. Ich kann mich auf engstem raum gegen viele dinge verteidigen und den Angreifer zur not schnell ausschalten.