Über die Diensthunderassen

      Über die Diensthunderassen

      Meine Absicht ist es nicht, mit diesen Beiträgen:

      - Werbung für Hunderassen zu betreiben, das haben diese nicht nötig,
      - als Lehrmeister zu fungieren, meine Dienstzeit als Hundeführer ist schon ewig lange her,
      - als Promoter für irgendwelche Internetseiten zu fungieren, aber man muß das Rad nicht unbedingt 2 mal erfinden. Und als Diskussionsgrundlage können die eingestellten Beitträge sicher fungieren.

      Quelle: Hunde-website.de

      Jeder Hund wird in gewissem Sinne von seinem Besitzer als Gebrauchshund gehalten und hat auf seine Art in der menschlichen Gesellschaft einem bestimmten Zweck zu dienen. Ich denke dabei auch an diejenigen Hunde, welche durch ihre Beshaffenheit, Körpergröße, Kraft und angeborene Triebformen nicht in der Lage sind, Gebrauchshund im eigentlichen Sinne des Wortes zu sein. Auch der kleinste Hund hat sein gutes Lebensrecht, selbst wenn er nur als Kamerad zur Abrundung des Familienidylls sein Dasein fristet.

      Als Diensthunde kommen vornehmlich diejenigen Hunderassen in Frage, die durch ihre besondere Größe und Widerstandsfähig den gestellten Anforderungen zu entsprechen vermögen. Diese Hunde müssen vor allem über kräftige Körperbeschaffenheit verfügen, die eine Gewähr bietet, daß sie allen Unbilden der Witterung standhalten können, sowie über genügend Temperament und Draufgängertum. Besonders beliebt sind folgende Hunderassen, die sich seit vielen Jahren als Diensthunde bewährt haben.

      Der Deutsche Schäferhund
      Der Belgische Schäferhund (Groenendael)
      Der Rottweiler
      Der Riesenschnauzer
      Der Dobermann
      Der Airedaleterrier
      Der Deutsche Boxer
      Der Hovawart

      Obschon man den für die Abrichtung notwendigen Scharfsinn und andere entsprechende Eigenschaften sowie den gewünschten Schneid auch größeren oder kleineren Hunden nicht absprechen kann, zieht man doch die soeben genannten mittelgroßen Rassen als Diensthunde vor. Kleinere Hunde können sich trotz größtem Mut infolge ihrer Erscheinung und wegen dem Mangel an Körperkräften nicht die gewünschte Beachtung verschaffen. Ein sehr großer Schutzhund aber, z. B. eine Dogge, würde, besonders in den Händen eines ungeschickten Führers, eine zu furchtbare Waffe sein, die für den Angegriffenen unter Umständen geradezu Lebensgefahr bedeuten könnte.
      Über die Befähigung und die Verwendungsmöglichkeiten der einzelnen Diensthunderassen gehen die Ansichten selbst unter bewährten Kynologen (Hundekennern) und Hundeabrichtern sehr weit auseinander, und man wird sich wohl nie auf eine Hunderasse einigen, die angeblich alle Vorzüge in sich birgt. Sogar wenn es durch jahrelange Verwendung des Hundes für den gleichen Zweck vielleicht möglich wäre, eine gewisse Veranlagung scheinbar erblich zu machen, wird diese Veranlagung niemals bei sämtlichem Nachwuchs dauernd bleiben. Selbst wenn aber die Naturanlagen bei einem Hund in vorzüglicher Weise vorhanden sind, bleibt dem Hundehalter immer noch ein schönes Stück Arbeit, bis das Tier seine Aufgabe voll und ganz erfüllen kann, denn die Abrichtung kann schließlich nur auf den besonderen Fähigkeiten des Hundes aufgebaut werden.
      Was den Hund zu einem zuverlässigen Diener des Menschen macht, ist nicht die Rasse, sondern es sind die angeborenen vorzüglichen Eigenschaften des einzelnen Tieres und vor allem auch das Abrichtungstalent des Führers. Zeigt ein Hund schlechte Veranlagung, oder ist der Hundehalter nicht geeignet, seinen Hund zu einem brauchbaren Diensthund zu erziehen, so darf keineswegs die betreffende Rasse dafür verantwortlich gemacht werden; ebensowenig kann eine bestimmte Hunderasse als die beste angesehen werden, wenn es einmal einem Führer durch Geschicklichkeit, Glück oder Zufall gelingt, mit seinem Hund eine Spitzenleistung hervorzubringen.
      Bei allen Hunderassen gibt es Tiere mit besser oder schlechter entwickelten Naturanlagen, wie es auch bei jeder Rasse
      Hunde mit lebhaftem und andere mit ruhigem Wesen gibt. Die schlummernden Keime dieser Anlagen zur Entfaltung zu bringen und für einen bestimmten Zweck auszunützen, ist die Hauptaufgabe, die der Hundeabrichter zu lösen hat.
      Was die Widerstandsfähigkeit den Unbilden der Witterung gegenüber betrifft, so mögen wohl die kurzhaarigen Hunderassen (Rottweiler, Dobermann und Boxer) gegen große Kälte oder Hitze etwas empfindlicher sein als die langhaarigen Diensthunderassen (Deutscher und Belgischer Schäferhund, Riesenschnauzer, Airedaleterrier, Hovawart), bei welchen die Haut meistens durch eine dichte, ölig anzufühlende Unterwolle geschützt ist. Dagegen stehen die Deckhaare bei den erstgenann Hunderassen viel dichter und liegen der Haut eng an, wodurch der notwendige Witterungsschutz geboten wird. Überdies sind kurzhaarigen Rassen durchschnittlich als sehr gesund und äußerst kräftig bekannt und können deshalb mit Leichtigkeit gegen jede Witterung abgehärtet werden. Im übrigen müssen die langhaarigen Rassen abgehärtet sein, um bei Sturm und Kälte oder allzu großer Hitze nicht zu leiden. Schädlich ist es auf jeden Fall, wenn man zuläßt, daß Hunde erst stundenlang im überheizten Zimmer liegen und sich dann stundenlang ohne nötige Bewegung bei bitterer Kälte im Freien aufhalten.
      Ohne ein Vorurteil gegenüber der einen oder andern Dienst-Hunderasse zu hegen, dürfen wir uns also beim Kauf eines Hundes ruhig der Rasseliebhaberei hingeben und denjenigen Hund auslesen, der uns gefällt. Ob der Hund wirklich zu uns paßt und ob wir zu ihm passen, ob wir einander verstehen und uns als gute Freunde miteinander vertragen, das wird sich erst im Laufe der Abrichtung zeigen. Jedoch müssen wir uns schon vor dem Ankauf darüber klar sein, ob unser Hund weiblichen oder männlichen Geschlechts sein soll. Diese Frage sollte besonders gründlich und sachlich überlegt werden, damit man später nicht allzu große Enttäuschungen erlebt. Die meisten Liebhaber von Diensthunden entscheiden sich wohl für männliche Tiere. Erstens muß man in diesem Fall nicht beständig aufpassen, daß eine «Promenadenmischung» von Junghunden ins Haus kommt, und zweitens sind Rüden von Natur bedeutend kräftiger als Hündinnen und somit widerstandsfähiger gegen die Unbilden der Witterung.
      Andrerseits müssen wir uns aber auch vergegenwärtigen, daß sich der Rüde durch alles, was mit einer hitzigen Hündin zusammenhängt, sehr leicht ablenken läßt. Er ist fast dauernd von Liebesgefühlen berauscht und sucht bei jeder Gelegenheit nach einer Partnerin. Infolgedessen kann es vorkommen, daß der beste Schutzhund alles im Stich läßt und einer hitzigen Hündin, ja sogar ihrem Halter willenlos folgt. Allerdings ist bei einem guterzogenen Diensthund, der tüchtig arbeiten muß, davon weniger zu merken, denn durch Arbeit kann dieser Trieb einigermaßen gezügelt werden. Ideal-Rüden aber, die auf hitzige Hündinnen überhaupt nicht reagieren, gibt es meines Wissens nicht.
      Die Hündin ist bekannt als unbestechlicher Wächter; sie ist gewandt, hängt sehr an ihrer Herrschaft und ist ihrem Aufgabenkreis sehr zugetan. Jedoch ist sie nicht nur gegenüber Witterungseinflüssen, sondern auch in ihrem ganzen Wesen etwas empfindlicher als der Rüde.
      Wer eine Hündin als Diensthund verwenden will, muß vor allem daran denken, daß sie zweimal im Jahre läufig wird, gewöhnlich im Februar und im August. Die Entwicklung zum Haustier und namentlich die Inzucht haben jedoch auch in dieser von Natur ganz regelmäßig auftretenden Erscheinung zu Unregelmäßigkeiten geführt. Deshalb muß man in dieser Hinsicht beständig ein wachsames Auge auf die Hündin haben, damit ihre Brunst rechtzeitig erkannt wird und die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden können. Eine läufige Hündin vergißt zwei bis drei Wochen lang ihre Pflichten und verweigert bisweilen sogar den Gehorsam und das Futter. Nach dieser Zeit ist sie wieder das alte liebe und gefügige Tier.
      Läufigkeit der Hündin ist gut zu erkennen, denn sie läßt während dieser Zeit ihre «Kopie» an Ecksteinen, Pfosten usw. zurück also an Stellen, wo sich sonst nur Rüden zu lösen pflegen Offensichtlich will sie auf diese Art den Rüden der Umgebung ihre Brunstzeit bekannt geben.
      Man schadet einer Hündin absolut nicht, wenn man ihre Hitze übergeht, ohne sie zum Rüden zu führen, und somit kann man eine Hündin auch halten, ohne mit ihr zu züchten. Erwähnt sei noch, daß man mit einer Hündin nur selten Raufereien erlebt, weil die andern Hunde meist Rüden sind, ihre Ritterlichkeit einer Hundedame gegenüber kaum je vergessen. Schlimm kann die Sache aber werden, wenn zwei Hündinnen aufeinanderstoßen – da werden Weiber zu Hyänen!

      Wir kommen nun zur Besprechung der verschiedenen Diensthunderassen, deren Eigenheiten und Vorzüge kurz geschildert erden sollen. Es empfiehlt sich, vorher die folgenden beiden Zeichnungen zu studieren, von denen die erste uns zeigt, wie einzelnen Körperteile des Hundes heißen, während die zweite erläutert, wie man die für die Bewertung eines Hundes wichtigen Maße korrekt bestimmt. Die anschließenden Beschreibungen setzen die Kenntnis dieser Dinge voraus.
      Der Beitrag wurde nach bestem Wissen und Gewissen und zu den zum Zeitpunkt des Schreibens geltenden Forenregeln erstellt. Spätere Änderungen der Forenregeln haben keinen Einfluß auf den Inhalt des Beitrages.


      Grüße von der Ostseeküste

      Euer deputy

      Welche Hunderasse ist ein guter Wachhund?

      Welche Hunderasse ist geeignet?

      Danke
      Gulli

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „TB 010“ () aus folgendem Grund: Habe deinen Beitrag hierher verschoben, der Beitrag von Deputy sollte deine Frage beantworten können.

      Re: Über die Diensthunderassen

      Welche Gründe hat es eigentlich, das in den letzten Jahren der belgische und der niederländische Schäferhund die klassischen Diensthunderassen wie DSH, Airedale-Terrier, Riesenschnauzer usw. immer mehr verdrängt haben? Ich habe zwar schon einmal gehört, das es sich hierbei um eine Modeerscheinung handeln soll. Aber ich würde gerne mal die Meinung von euch dazu hören.
      So viel ich weiß, hat die damalige Bahnpolizei fast ausschließlich auf Riesenschnauzer gesetzt aber die Polizei heute fast nur noch auf Mali. Wie kam dieser Wechsel über die Jahre zustande?

      Re: Über die Diensthunderassen

      "Stadtknecht" schrieb:

      ... Wie kam dieser Wechsel über die Jahre zustande? ...


      ... ist mir auch ein Rätsel und völlig unverständlich - zumindest auf den DSH bezogen ... :eek: ... !

      Der DSH ist für mich nach wie vor die am besten geeignetste und zuverlässigste DH-Rasse ;) .

      Re: Über die Diensthunderassen

      Natürlich bist Du da, in dieser Hinsicht völlig neutral. ;)

      Mir ist das nur mal so aufgefallen. Aus Gründen der Übersicht und der gewissenhaften Prüfung beschäftigt sich meine Behörde natürlich mit jeder, in Deutschland, anerkannten DH-Rasse. Daher auch mit denen die z. Zt. nicht so im Fokus stehen.
      Aus Gründen der Bürgerakzeptanz, werden wohl Rottweiler und Dobermann ausscheiden. Jedoch finde ich den Airedale-Terrier recht interessant. Er sieht nicht gerade wie ein typischer Schutzhund aus. Was natürlich für ein dezentes understatement sorgt. Zudem ist er durch seine Größe recht agil, ist aber auch nicht zu klein, eignet sich aus dem selben Grund auch für Kollegen die in der Stadt wohnen und die Rasse ist nicht gerade für ihre Erbkrankheiten bekannt.

      Gut, dies trifft auch alles auf Mali und Herder zu. Jedoch liegen diese Rassen im Moment "im Trend" bei vielen Behörden und deshalb sind geeignete Hunde auch dementsprechend teuer.

      Re: Über die Diensthunderassen

      "Stadtknecht" schrieb:

      Welche Gründe hat es eigentlich, das in den letzten Jahren der belgische und der niederländische Schäferhund die klassischen Diensthunderassen wie DSH, Airedale-Terrier, Riesenschnauzer usw. immer mehr verdrängt haben?


      Der DSH ist immeroch gut dabei. Die anderen Rassen haben sich selbst ins Abseits gestellt. Das hat mit der Zucht zu tun. ...

      Grüßle

      Re: Über die Diensthunderassen

      "Stadtknecht" schrieb:

      Welche Gründe hat es eigentlich, das in den letzten Jahren der belgische und der niederländische Schäferhund die klassischen Diensthunderassen wie DSH, Airedale-Terrier, Riesenschnauzer usw. immer mehr verdrängt haben? Ich habe zwar schon einmal gehört, das es sich hierbei um eine Modeerscheinung handeln soll. Aber ich würde gerne mal die Meinung von euch dazu hören.
      So viel ich weiß, hat die damalige Bahnpolizei fast ausschließlich auf Riesenschnauzer gesetzt aber die Polizei heute fast nur noch auf Mali. Wie kam dieser Wechsel über die Jahre zustande?


      Hallo,
      Ich habe in irgend einem Bericht mal folgende Aussage in Bezug auf das Stellen eines Täters gehört.´´Der DSH rennt ums Auto herum, der Mali macht drüber hinweg´´. Vielleicht liegt es daran. Hier übrigens ein Link dazu: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.youtube.com/watch?v=YNfthwmhge4">http://www.youtube.com/watch?v=YNfthwmhge4</a><!-- m -->
      Eine andere Erklärung wäre vielleicht auch die Überzüchtung, sprich Anfälligkeit der meisten Diensthunderassen. Meine Malihündin hat im Bundewehreinsatz (Betreibermodell) immerhin mit 12 1/2 Jahren Ihre letzte Prüfung nach DPOBw mit Bravour bestanden (der Prüfer fragte noch scherzhaft, wo denn der Jungbrunnen stünde), allerdings ließ dann Ihre Sehkraft so rapide nach, so das wir Sie zur nächsten Prüfung nicht mehr antreten lassen wollten obwohl Sie körperlich noch absolut fit war.
      Und im Vorweg. Bevor hier jemand fragt was mit den ausgemusterten Hunden geschieht....Bei uns ist es üblich, das die Hundeführer gefragt werden, ob Sie den ausgemusterten Hund für 1€ kaufen möchten oder jemanden kennen der es würde. Ich konnte es leider nicht, da ich selbst zwei Boxer besitze und das wäre doch etwas hart für die alte Dame gewesen - aber Sie hat ein schönes zuhause gefunden, die Gute.

      Re: Über die Diensthunderassen

      ich hab einen mittlerweile 8-jährigen bouvier des flandres mit 40kg daheim, den ich selber großgezogen und als diensthund ausgebildet (bin HFA) und im dienst auch geführt habe. ist mittlerweile mein zweiter, der erste ist von damaligen bösen nachbarn mit 10 jahren vergiftet worden.
      da ich den hund fast ausschließlich für die interventionstätigkeit zum gebäude durchsuchen benötigte, lief auch die ausbildung des tieres entsprechend individuell und sehr stark praxisorientiert ab.
      ich hab also keinen alles und jeden attakierenden beißer erzeugt, sondern wert auf gesellschaftsfähigkeit (hund lebt mit mir in meiner wohnung), ausgeglichenheit (verhält sich bei normaler umgebungsintensität passiv) und intelligenz gelegt. so brauchte ich z.b. um kontrolle auf das tier auszuüben keine verbalen kommandos zu geben, sondern kann dem tier meine kommandos via handzeichen verständlich machen. lediglich zur erzeugung von aufmerksamkeit und direkter nähe (fuß gehen) muß ich einmal, bzw. zweimal kurz mit den fingern schnipsen. ziel dieser ausbildung war es, überraschungsmomente bei unübersichtlicher umgebung zu vermeiden - so ging beim betreten der hund ca. 5m vor und auch vor mir um die nächste ecke. für den fall, das dort ein gefahrenpunkt beispielsweise in form eines straftäters bestand, verschaffte mir das tier durch stellen und ablenken des straftäters etwa 1 bis 1 1/2 sekunden zeit, die ausreichten, die waffe zu ziehen, in deckung zu gehen oder sonstwas zu machen.

      auch hab ich in 20 berufsjahren jahren nie erlebt, das ein kollege, der seinen hund führte, angegriffen worden ist.
      klar sind die ausbildungskriterien, nach denen ich meinen hund ausgebildet habe nicht konform mit den kriterien der schutzhundausbildung beispielsweise nach FCI oder VDH, aber mir hats mehr als geholfen und dem kunden wars egal. veranstaltungsservice beispielsweise hab ich sowieso nie mit hund gemacht, weil dieser dort oft kontraproduktiv ist und durch seine notwendige kontrolle ablenkt, durch große menschenmassen irritiert wird und auch oft nur im weg steht.
      ich hatte im april ein vorstellungsgepräch bei einer bekannten amerikanischen sicherheitsfirma (P..d) in frankfurt bei einer sehr zentralen stelle für geldverarbeitung des bundes (BB), das nicht zuletzt wegen der arbeitsbedingungen (7 tage dienst, 2 tage frei, 10 stunden dienste, zeitkonto, den ganzen tag nur draussen auf dem parkplatz stehen, nachtdienste im objektschutz nur "älteren" MA vorbehalten, bereitschaft zu mehrarbeit als springer notwendig), sondern auch wegen der wahl der rasse des diensthundes gescheitert ist. so wurden ausschließlich nur malinos und schäferhunde akzeptiert, mit der begründung, der kunde setze die parameter. so ein schwachsinn. auf meine frage, warum ein bouvier nicht in frage käme, meinte man, ein bouvier könne das nicht und wäre somit nicht als schutzhund geeignet.
      übrigens genau wie bei B...ks (MA für us-konsulat) scheiterte das zustandekommen eines arbeitsvertrages aber hauptsächlich bei P...d wegen negativer schufa durch die damals gescheiterte selbsständigkeit. beide wollten mich unbedingt haben, aber nachdem bekannt wurde, das ich einen negativeintrag in der schufa habe, machte mich das in deren augen sofort zum wertlosen subjekt zweiter oder dritter klasse.

      fakt ist:
      egal welche rasse im dienst verwendet wird - solange sie optisch etwas darstellt und die unterordnung wie auch die kommunikation mit dem hundefüher funktioniert und somit der schutz des kollegen gewährleistet ist kann es nur recht sein. auch wenn einige rassen eher zum schutzhund geeignet sind als andere, so ist eine grundsätzliche limitierung oder bevorzugung von hunderassen im dienstbetrieb seitens des AG nicht nur kontraproduktiv, sondern auch dumm.

      Re: Über die Diensthunderassen

      "make-my-day" schrieb:

      ich hab einen mittlerweile 8-jährigen bouvier des flandres mit 40kg daheim, den ich selber großgezogen und als diensthund ausgebildet (bin HFA) und im dienst auch geführt habe. ist mittlerweile mein zweiter, der erste ist von damaligen bösen nachbarn mit 10 jahren vergiftet worden.
      da ich den hund fast ausschließlich für die interventionstätigkeit zum gebäude durchsuchen benötigte, lief auch die ausbildung des tieres entsprechend individuell und sehr stark praxisorientiert ab.
      ich hab also keinen alles und jeden attakierenden beißer erzeugt, sondern wert auf gesellschaftsfähigkeit (hund lebt mit mir in meiner wohnung), ausgeglichenheit (verhält sich bei normaler umgebungsintensität passiv) und intelligenz gelegt. so brauchte ich z.b. um kontrolle auf das tier auszuüben keine verbalen kommandos zu geben, sondern kann dem tier meine kommandos via handzeichen verständlich machen. lediglich zur erzeugung von aufmerksamkeit und direkter nähe (fuß gehen) muß ich einmal, bzw. zweimal kurz mit den fingern schnipsen. ziel dieser ausbildung war es, überraschungsmomente bei unübersichtlicher umgebung zu vermeiden - so ging beim betreten der hund ca. 5m vor und auch vor mir um die nächste ecke. für den fall, das dort ein gefahrenpunkt beispielsweise in form eines straftäters bestand, verschaffte mir das tier durch stellen und ablenken des straftäters etwa 1 bis 1 1/2 sekunden zeit, die ausreichten, die waffe zu ziehen, in deckung zu gehen oder sonstwas zu machen.

      auch hab ich in 20 berufsjahren jahren nie erlebt, das ein kollege, der seinen hund führte, angegriffen worden ist.
      klar sind die ausbildungskriterien, nach denen ich meinen hund ausgebildet habe nicht konform mit den kriterien der schutzhundausbildung beispielsweise nach FCI oder VDH, aber mir hats mehr als geholfen und dem kunden wars egal. veranstaltungsservice beispielsweise hab ich sowieso nie mit hund gemacht, weil dieser dort oft kontraproduktiv ist und durch seine notwendige kontrolle ablenkt, durch große menschenmassen irritiert wird und auch oft nur im weg steht.
      ich hatte im april ein vorstellungsgepräch bei einer bekannten amerikanischen sicherheitsfirma (P..d) in frankfurt bei einer sehr zentralen stelle für geldverarbeitung des bundes (BB), das nicht zuletzt wegen der arbeitsbedingungen (7 tage dienst, 2 tage frei, 10 stunden dienste, zeitkonto, den ganzen tag nur draussen auf dem parkplatz stehen, nachtdienste im objektschutz nur "älteren" MA vorbehalten, bereitschaft zu mehrarbeit als springer notwendig), sondern auch wegen der wahl der rasse des diensthundes gescheitert ist. so wurden ausschließlich nur malinos und schäferhunde akzeptiert, mit der begründung, der kunde setze die parameter. so ein schwachsinn. auf meine frage, warum ein bouvier nicht in frage käme, meinte man, ein bouvier könne das nicht und wäre somit nicht als schutzhund geeignet.
      übrigens genau wie bei B...ks (MA für us-konsulat) scheiterte das zustandekommen eines arbeitsvertrages aber hauptsächlich bei P...d wegen negativer schufa durch die damals gescheiterte selbsständigkeit. beide wollten mich unbedingt haben, aber nachdem bekannt wurde, das ich einen negativeintrag in der schufa habe, machte mich das in deren augen sofort zum wertlosen subjekt zweiter oder dritter klasse.

      fakt ist:
      egal welche rasse im dienst verwendet wird - solange sie optisch etwas darstellt und die unterordnung wie auch die kommunikation mit dem hundefüher funktioniert und somit der schutz des kollegen gewährleistet ist kann es nur recht sein. auch wenn einige rassen eher zum schutzhund geeignet sind als andere, so ist eine grundsätzliche limitierung oder bevorzugung von hunderassen im dienstbetrieb seitens des AG nicht nur kontraproduktiv, sondern auch dumm.



      hallo make my day,
      Du schreibst genau das was ich meine.
      Wie ich schon schrieb (in Bezug auf Boxer) sind manche Rassen ungerecht bewertet, Meine kleine Bemerkung beruf sich auf den Briard, den ich selbst besaß, und der dem Bouvier in Charakter und Temperament ja echt ähnelt.
      Viele Rassen sind in Deutschland komischerweise als Diensthund nicht anerkannt (der Bouvier ja, der Briard nein) wie ich kürzlich nachlas.
      Allerdings arbeite ich selbst als Diensthundeführer im Wachschutz bei der Bundeswehr (Betreibermodell) wo bei der jährlichen Diensthundeprüfung nach DPOBw alle Hundeakten auf Herz und Nieren geprüft werden. Und genau da, und dies ist eine der härtesten Diensthundeprüfungen, genau da sind auch Mischlinge zugelassen. Der Bewis dazu steht in allen möglichen Bw - Vorschriften und in entsprechenden Hundeakten, die für jeden Hund genau geführt werden müssen.....und da steht manchmal als Rasse ebend Mischling. Komisch.
      Übrigens, mein jetziger DH hat Papiete. Codex von diCaprio. Schaut mal nach,im Net, ein Bild von einem DSH.

      Re: Über die Diensthunderassen

      und da steht manchmal als Rasse ebend Mischling

      soweit ich das aus meiner zeit im gebrauchshundeverein noch weiß, gilt nach irgendwelchen dämlichen zuchtvorschriften jeder hund ohne papiere - auch wenn er reinrassig ist - als mischling.
      in dem dokument für die BH-prüfung bei meinem ersten bouvier, der reinrassig aber ohne papiere war, stand auch unter hunderasse der begriff "mischling".
      mein jetziger hat zwar papiere mit stammbaum und nennt sich laut papiere "apollo aysha ramazotti" mit der farbe "sable charbonee", aber kaffee kochen oder mein auto reparieren kann er genausowenig wie mein erster bouvier ohne papiere...

      Re: Über die Diensthunderassen

      "Biker" schrieb:

      Viele Rassen sind in Deutschland komischerweise als Diensthund nicht anerkannt (der Bouvier ja, der Briard nein) wie ich kürzlich nachlas.


      Es ist immer wieder sehr Interessant, so ausführliche Beiträge zum Diensthundewesen zu lesen. Meine Frage: Wieso sind viele Rassen in Deutschland nicht als Diensthund anerkannt?

      Re: Über die Diensthunderassen

      "Doph_Zügota" schrieb:

      "Biker" schrieb:

      Viele Rassen sind in Deutschland komischerweise als Diensthund nicht anerkannt (der Bouvier ja, der Briard nein) wie ich kürzlich nachlas.


      Es ist immer wieder sehr Interessant, so ausführliche Beiträge zum Diensthundewesen zu lesen. Meine Frage: Wieso sind viele Rassen in Deutschland nicht als Diensthund anerkannt?


      Tja, da fragst Du etwas was ich Dir leider nicht beantworten kann. Vielleicht gibts Experten hier die im VDH aktiv sind und diesen Schwahsinn begründen können. Besonders wenn man bedenkt das in einem Land diese Rassen, aber im anderen Land jene Rassen akzeptiert sind.
      Jedenfalls von meiner Seite: Null Ahnung und absoluter Schwachsinn

      TB 013 schrieb:

      Meine Absicht ist es nicht, mit diesen Beiträgen:

      - Werbung für Hunderassen zu betreiben, das haben diese nicht nötig,
      - als Lehrmeister zu fungieren, meine Dienstzeit als Hundeführer ist schon ewig lange her,
      - als Promoter für irgendwelche Internetseiten zu fungieren, aber man muß das Rad nicht unbedingt 2 mal erfinden. Und als Diskussionsgrundlage können die eingestellten Beitträge sicher fungieren.


      Guten Abend ,

      ich finde nicht das diese Diskussion über die Beschaffenheit, oder gegebenen Fähigkeiten der verschiedenen Hunde Rassen etwas mit Werbung oder so zu tun haben, es ist doch viel mehr der Austausch über Meinungen und Erfahrungen von jedem einzelnen.
      Außerdem ist es ja eine Tatsache das sich nicht jede Hunderasse für jede Aufgabe eignet,
      Was ist als schlimm daran wenn jemand fragt mit welcher Rasse ihr die besten Erfahrungen gemacht habt ?
      .
      Also ich habe seit 18 Jahren Dobermänner und durchweg positive Erfahrungen gemacht. A .... wirken sie ohne Bellen oder Knurren zu müssen deeskalierend ( gut manche haben Mordrespekt und springen auch schonmal über ein Zaun :D ) B. Gerade an Jugendliche Hitzköpfe bin ich früher im Veranstaltungsschutz leichter ran gekommen und man konnte sie im respektvollen zur Ruhe bringen ( weil sie die Rasse total cool fanden und somit offen für ein Gespräch waren ). Demnächst wird noch ein DSH Dazu kommen der, so ist es geplant, ein SSH wird.