Posts by Eifelkater

    Scharmützel unter Kollegen?

    Ja, einmal eine körperliche Auseinandersetzung zwischen Mitarbeitern aus verschiedenen Sicherheitsdiensten (einer von meinem damaligen Kollegen und einem externen SD) , einmal kam ein Mitarbeiter eines externen Sicherheitsdienstes mit blutüberströmt mit heftigen Nasenbluten zu uns ( die suchten die Sanis). Sein Einsatzleiter meinte etwas von Blutsturz, 2h später war aber klar, dass der eigene Kollege die Ursache war...

    zählt ein selbstständig eingeklemmter Finger?


    Ansonsten kenne ich einige Fälle von tätlichen Übergriffen. 90% gehen aber entweder auf Scharmützel unter Kollegen im Dienst, falsches Auftreten der Kollegen, oder schlicht falsche Einteilung des Personals.

    Ganz anderes Szenario: Es fing an mit " Sie kontrollieren in einem Bahnhof eine Person".


    Ich habe dann gemeint das ich ja

    a) sowieso nicht kontrollieren darf

    b) was ich denn überhaupt kontrollieren würde? Weil Fahrkarten im Bahnhof geht nicht, Personalien darf ich ohne Grund nicht..


    Das reichte um den Prüfer erstmal aus dem Konzept zu bringen. Er änderte dann auf: " Eine Person greift sie bei einer Kontrolle an..."

    Sry OT: , aber ich glaube bei der Ming Vase hätte ich angefangen mit dem Prüfer über die Sinnhaftigkeit des Szenarios zu diskutieren ( habe ich in der Sachkundeprüfung auch gemacht....Wobei ich mir da auch nicht sicher war, ob der mich nicht absichtlich aus falsche Gleis führen wollte......war aber nicht so. aber war sehr süß, als der Prüfer angefangen hat, verlegen zu stammeln und das Szenario änderte......

    Selten so mit einer Aussage der CMD konform gegangen wie bei dieser Problematik.


    Wobei ich die Frage " Was muss sich die Branche vom Staat gefallen lassen" schon sehr provokant finde. Wenn der Staat mal seiner Kontrollpflicht nachkommen würde, wären gefühlt 75% aller Sicherheitsunternehmen vom Markt. Selbst wenn man " Verstöße" gegen die Arbeitszeiten mal außen vor lässt (ich finde da sollte es durchaus auch eine Eigenverantwortung der Arbeitnehmer geben können), bei fehlender Qualifikation,persönlicher Eignung oder tarifkonformer Bezahlung hört der Spaß einfach auf.

    Ich finde der "Erst-und Brandschutzhelfer" hat da weniger was drin zu suchen. Ersthelfer (immer) sind genau wie Brandschutzhelfer ( je nach Betrieb) von der BG vorgeschrieben und keineswegs unsinnige Spezialisierungen.

    Personenschützer gehört da meiner Meinung nach auch nicht rein, sollte aber vom Qualitätsstandard endlich mal vernünftig definiert werden.


    Unter dem Hausbetreuer für Sicherheit und Service stelle ich pers mir weniger den SD als denn den Hausmeister, sry Facilitymanager vor.

    Ansonsten fände ich es schön, wenn man das Denglisch mal aus den Berufsbezeichnungen rauslassen könnte. Ich spreche zwar ganz vernünftig Englisch, aber ich muss zu meiner Schande gestehen, ich musste erstmal googlen, als ich das erste Mal die Taschenkarte mit der Arbetsanweisung " Crowd Manager " in die Hand gedrückt bekam.

    "Fachkoordinator" Evakuierung ...wo arbeitet der? Innenministerium? Altenheim, Krankenhaus? Oder anders gefragt: Wo macht diese Zusatzqualifikation? Sinn. Brauche ich den als Chef irgendwo?

    Mal rein von der rechtlichen Seite gesehen: Alles richtig gemacht. Selbs festhalten gegen ihren Willen hätte sie dulden müssen. Im Rahmen der Sachbeschädigung hättest du sogar § 127 einsetzen können. Wobei ich persönlich ja eher zum Einsatz der Selbsthilfe rate, weil der schmale Grad sicherer ist. Aber in dem Fall.....


    Ansonsten bin ich ganz bei Martin L: Ruhiges und selbstsicheres Auftreten hilft auch als "vermeidlicher" Zwerg im Sicherheitsdienst Berge zu versetzen.

    Wir raten unseren Schülern von einer Ausbildung ab. Wenn dann arbeiten im SD und dann als Quereinstieg die Fachkraft.


    Warum? Ganz einfach. Man verdient die Ausbildungszeit mehr als schlecht und wird danach seltenst als Fachkraft übernommen, weil ( natürlich) zu teuer.

    Dann hat man quasi drei Jahre "verschenkt" ( im Sinne von noch weniger Geld) und muss sich hinterher weit unter Quali verkaufen.


    Solange in unserem Gewerbe ein derartiger Preiskampf herrscht, wird sich daran auch nichts ändern.

    Ich würde mir auch eine neue stelle suchen ( oder ggf über eine stattlich geförderte Auszeit zur Qualifikationsverbesserung nachdenken) und dann kündigen.


    Niemand sollte dauerthaft mit inkompetenten Vorgesetzten arbeiten müssen.


    Also hier im Raum Köln Bonn herrscht kein Mangel an Bewerbern mit Sachkundeprüfung. Die Firmen rennen sich an unserer Akademie die Nase ein, damit wir unsere Absolventen zu ihnen schicken.


    Wenn sie intelligent wären, würden sie ja die Mitarbeiter herschicken.....tja....

    Emkay hat es ja schon erklärt.

    Darüberhinaus sollte man vll erst einmal mit dem Lohnbüro und danach ( wenn immer noch Zweifel bestehen) mit einem Arbeitsrechtler sprechen. Bevor man auf Arbeitsgericht rennt. Auch Menschen im Lohnbüro können in Zweifelsfalle Fehler machen ohne gleich vorsätzlich eine Straftat begehen zu wollen....Und manchmal vertraut der Arbeitgeber auch einfach den Aussagen seines Lohnbüros.....reden hilft....manchmal

    Beim Flughafen weiß ich aber in der Regel, dass dieser von privaten Betreiberfirmen betrieben wird, und kann mir das da dann ja durchaus aussuchen, ob ich fliege oder eben nicht.

    Vorurteile? Nö, eher Erfahrungswerte. Und ehrliche gesagt wird meine Meinung darüber auch nicht besser, seit ich die Leute auf die Sachkundeprüfung vorbereite. Da sind pro Jahr vll 3 % dabei, die ich guten Gewissens ( so rein vom menschlichen Auftreten her) selber einstellen würde.


    Mit der richtigen Personalwahl, Ausbildung und Qualifikation und ohne Preisdruck gäbe es 99% der Problem im Sicherheitsdienst nicht.

    Und warum sollte das der Staat ausgerechnet da ändern?

    Ich sehe in einer solchen Idee tatsächlich ein stückweit die teilweise Abschaffung des Artikel 1 in Bezug auf die Würde des Menschen. Und zwar durchaus in alle Richtungen.


    Zum einen durch die Anwesenheit bei der Täterbefragung. Da würde sich dann auch noch die Frage stellen, inwieweit die Anwesenheit von Sicherheitsmitarbeitern dann nicht auch die Qualität der Aussage beeinflußen. Gerade auch im Hinblick auf traumatisierte Menschen, die vll schlicht Angst vor Sicherheitsmitarbeotern haben.


    Auch die von Racer geschilderte Situatuion ist denkbar. Und versehentlich jemanden angerempelt hat man ja durchaus mal schnell und persönliche Differenzen sind im Sicherheitsdienst ja auch nichts seltenes.


    Oder der Gedanke das ein SMA es vll mit der Verschwiegenheit doch nicht so genau nimmt.....


    Und man könnte natürlich auch überlegen, ob es nicht auch ein wenig zur Würde eines Menschen gehört, dass das Gewaltmonopol tatsächlich nur der Staat ausübt.



    Racer : öffentliche Stellen, die mehr bezahlen als sie müssen? Die Bundeswehr ist die einzige mir bekannte öffentliche Stelle die das tut.....und wo willst du die ganzen SKSS hernehmen?

    In der Schweiz setzt die Staatsanwaltschaft See/Oberland seit zwei Jahren auf die Dienste einer privaten Sicherheitsfirma. Die Mitarbeiter übernehmen dabei Polizeiaufgaben, etwa Fesselung und Bewachung von Beschuldigten sowie Aufbewahrung persönlicher Gegenstände. Und: Die Sicherheitsmitarbeiter sind bei Vernehmungen anwesend, hören also mit, wenn der Staatsanwalt Verdächtigen intime Fragen stellt. Die Staatsanwaltschaft sendet der Sicherheitsfirma zudem per Mail Personendaten zu – sowie die strafrechtlichen Vorwürfe gegen die zu vernehmende Person. Für das private Sicherheitsgewerbe in Deutschland wäre das ein völlig neues Geschäftsfeld. Unabhängig von den derzeit hier zu Lande geltenden Gesetzen: Ist eine derartige Beleihung grundsätzlich anstrebenswert? Vier Experten der Sicherheitsbranche beantworten die aktuelle „Frage in die Runde“ des „Marktplatzes Sicherheit“ – hier: https://marktplatz-sicherheit.…e-in-die-runde/beleihung/

    Ich finde eine derartige Beleihung grundsätzlich nicht erstrebenswert. und zwar aus viererlei Gründen.


    Das fängt beim Thema Gewaltmonopol an und inkludiert schon mal die Frage nach Eigensicherung und angemessener Bezahlung.

    Zweitens: würde ich das schon als eine teilweise Abschaffung des Artikel 1 sehen.

    Drittens: Wie sicher ist der Datentransfer tatsächlich in Bezug auf Datensicherheit und Zugriffsmöglichkeiten innerhalb der Sicherheitsfirmen. Wenn ich gucke wer bei uns alles Zugriff auf Daten hat und schlimmstenfalls ( mit ein wenig krimineller Energie) nehmen könnte....

    Viertens: Wie soll die Auftragsvergabe aussehen? Wenn ich mir die Personaldecke mancher Sicherheitsunternehmen anschaue...kann man sowas ernst meinen? Am besten noch für 10,50 die Stunde?

    Hundesteuer ist Gemeindesache. Bei uns können Diensthunde davon befreit werden, aber nur wenn das zu bewachende Gebäude im Umkreis von 200 m zum nächsten Wohngebäude entfernt steht. Außerdem ist bei uns die Formulierung was die Schutzhundausbildung versus gefährlicher Hund betrifft, meiner Meinung nach etwas schwammig, wenn der Hund im Dienst tatsächlich mal beißen sollte. z.B im Rahmen einer Notwehrhandlung.