Posts by Holmeise

    Es ist durchaus möglich, dass die Beschäftigten in Lubmin 2-3 € weniger die Stunde verdienen als in BaWü. Den eigenen Tarifvertrag KTA M-V findet man nicht online. Jedoch sind die Lebenshaltungskosten dort bedeutend geringer als im relativ teuren BaWü.


    An fast allen AKW-Standorten in Deutschland steht ein Zwischenlager für die Castoren. Deren Bewachung wird grob geschätzt über die nächsten 50 Jahre hinweg Beschäftigung bieten.


    Ironie: Irgendwie geht das mit dem Endlagersuchgesetz nicht voran!

    So lange die Anlagen von der zuständigen Behörde nicht aus dem Atomrecht entlassen werden,

    ist GSSK (alt WSFK) gefordert, und wird auch so bezahlt. Die Leute dort verdienen sehr gut!

    Selbst die von Nick sogenannten "Nachtwächter" verdienen in BaWü nach Tarifvertrag € 16,32 plus Zuschläge!

    ... ein nach meiner Ansicht im Gewerbe fürstlicher Nachtwächterlohn ...

    In ganz Deutschland suchen Betriebs Azubis!

    Das Gewerbe wird keine, bzw. nur den Abfall (schwer vermittelbar, keinen oder miserablen Schulabschluss usw.) an Azubis bekommen, da ein junger Mensch mit diesem Berufsabschluss nach der Lehre keine guten Zukunftschancen hat.

    Wahrscheinlich kommt die Meinung aus Bayern, da steht es so im Lohntarifvertrag:

    Wenn Feiertagsarbeit gleich Nachtarbeit = Zuschlag Feiertag 77 %, ansonsten 100%.

    Wenn Sonntagsarbeit gleich Nachtarbeit = Zuschlag Sonntag (stolze) 3%, ansonsten 26%.

    Auf der Masche reiten viele Diskotheken und sonstige Veranstaltungstempel. Dem kriminellen Milieu nach rechts und z. B. Rockerorganisationen ist mit dem juristischen Schlupfloch ein Einstieg ermöglicht.

    Hallo Nick,


    leider werde und kann ich dir die Liegenschfaten nicht nennen. Es ist aber so wie beschrieben.

    Falls es die überhaupt noch gibt: die sogenannten "Stanwachen" haben / hatten 24-Stunden-Schichten gearbeitet.

    Hallo Gemeinde,


    verwendet von euch jemand auf dem Mobiltelefon eine Dienstplan-App?

    Vor dem Ausprobieren eure Erfahrungen zu lesen wäre nicht schlecht.

    Angekündigte Krankheit:

    Wenn es mir schlecht geht, und ich auf der Arbeit sage das ich zum Arzt gehe, kann mir niemand einen Strick daraus drehen. Ob daraus eine AU entsteht, ist eine andere Baustelle.

    Es gibt nicht mehr viele Ärzte, die einfach mal so - also ohne nähere Diagnose - AU schreiben. Früher kannte ich mal einen ländlichen Allgemeinarzt. Wenn man zu dem in die Praxis kam, hat er als erstes den gelben Block vor sich hingelegt, bevor er überhaupt wusste, woran ich "leide".

    Alexander Lukas

    Klar hast du recht, formal so vorzugehen. Im Endergebnis läuft das aber darauf hinaus:

    ---> Massives Mobbing gegen den der aufmüpft.

    ---> Vielleicht Versetzung in ein anderes Objekt ... Einzeldienststelle.

    ---> Als Endergbins steht die Kündigung da, sei es vom gefrusteten Betroffenen oder von der eiskalten Sicherheitsfirma.


    Zum realen Alltag:

    Da kenne ich so einige deutsche Dax-Unternehmen mit großen Produktionsbetrieben in Süddeutschland, und lautem Qualitäts- oder Copliance-Getrommel. Die interessiert es einen (Entschudigung) Scheiß, wer an den einfachen Pforten vom Sicherheitsdienstleister gestellt, die Dienste durchführt, Hauptsache billig billig! Ihre eigenen Beschäftigten sitzen in der wohlklimatisierten Sicherheitszentrale, Herr Leiter der Werkssicherheit kommuniziert ausschließlich direkt mit dem Einsatzleiter oder Geschäftsfüher der Billig-Sicherheitsdienstleister, die Probleme werden abgewunken oder nicht benannt, die Pfortenleute interessieren ihn nicht. Sollte internationaler Puplikumsverkehr vorhanden sein, regieren an den Empfängen mehrsprachig begabte Damen, meistens Eigenbeschäftigte. Es gibt sogar Großbetriebe, die nochmal eine Qualifikationsschiene dazwischen haben: da ackern dann GSSK vom Fremddienstleister an komplexen Pforten und Empfängen. Die abendlichen Schließdienste, nächtlichen Runden, Wochenenddienste usw., also ohne Kundenberührung, machen dann wiederum unterbezahlte 34a-Kräfte von teilweise obskuren Dienstleistern. Und es gibt Großbetriebe, die beauftragen mehrere Sicherheitsfirmen gleichzeitig für verschiedene Stellen, Konkurrenz belebt ja angeblich das Geschäft!



    Zu den obskuren Dienstleistern


    Gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsanalyse der Arbeitsplätze? ...

    Fremdwort für den Dienstleister, kostet Geld, machen wir nicht.

    Sonnenschutz z. B. Basecap, Sonnenschirme, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, Wasser usw. ... das können die Leute selbst kaufen!

    Betriebsrat = haben wir nicht, brauchen wir nicht, erzeugt nur Ärger. Wer das will, kann gehen oder wird gefeuert!


    Geeignete Ausrüstung? ...

    Die Klamotten werden gestellt, oft gebrauchte Sachen. Vielfach keine wasserdichte Kleidung (ist ja teuer).

    Sicherheitsschuhe, Winterstiefel usw. vielleicht, manchmal "sollen" die Leute das selbst kaufen!

    DeLuxe-Version: Schutzhelm und Warnweste kosten zusammen keine 10 €, werden großzügig gestellt.

    Taschenlampen? im Höchstfall eine ausgelutschte 3C-Maglite.


    Personal? ...

    Ist austauschbar, langjährige Zugehörigkeit interessiert nicht, da ja alle 5 Jahre neuer Arbeitsgeber.

    Überstunden- und Zeitzuschläge ... hhm ... es gibt Dienstleister, die bezahlen die nicht - oder gelten sie mit einer Monatspauschale ab.


    Betreuung durch die Sicherheitsfirma? ...

    Kostet nur, machen wir nicht, es gibt ja Telefon.

    Dienstplanänderungen täglich bis stündlich, obwohl nicht rechtens bei Billigfirmen Standard.


    Einzelarbeitsplatzüberwachung? ...

    Kostet Geld, machen wir nicht. Im Bestfall muss der Beschäftigte stündlich bei einem anderen, personell mehrfach besetztem 24h-Objekt anrufen, oder sich per Call-Rechner melden.


    Die Ausschreibung? ...

    Vergeben wird "ausschließlich" nach dem günstigsten Preis. Bessere Sicherheitsunternehmen können da nicht mithalten, da sie bei den Verrechnungssätzen draufzahlen. Gespart wir von den Obskuren an Zuschlägen, Ausrüstung, Kleidung usw.. Vielfach wird auch Pause abgezogen und nicht bezahlt oder Krankheit und Urlaub seltsam berechnet.



    KampfKraut

    - Wenn ihr Probleme mit Sonnenschutz in den Pforten habt, sprich vorsichtig mit deinem örtlichen Ansprechpartner des Kunden, den du voraus gesetzt gut kennst. Nimm dem aber vorher die Zusage ab, nichts deiner Firma davon mitzuteilen. Gut erklärt und vorgebracht fruchtet das, und bringt als Ergebnis vielleicht nötige Umbauten. Deine Temperaturaufstellung könnte dabei hilfreich sein.

    - Dienstplanänderungen MÜSSEN mindestens vier Tage vorher mitgeteilt werden, das nur als Hinweis.

    - Für den harten Weg mit den folgenden Konsequenzen gehst du vor, wie es Alexander beschrieben hat.

    Alexander:

    Natürlich liegst du mit mit der Benennung der Zuständigkeiten richtig.

    Jedoch: Recht haben und Recht bekommen sind zwei verschiedne Schuhe!

    Ohne einen Trumpf in der Hinterhand würde ich so etwas nicht anstoßen.

    KampfKraut

    Werde doch mal konkret, wodurch der fehlende Arbeitsschutz an deinem Arbeitsplatz besteht!

    Denn ....

    1. Oft reichen organisatorische Veränderungen, um Gefahren für den Mitarbeiter zu umgehen oder zu vermeiden.

    2. Geeignete persönliche Schutzausrüstung stellt und besorgt der Arbeitgeber, für den Mitarbeiter kostenlos - ohen wenn und aber.

    3. Hast du z. B. Rückenprobleme, bezahlt sogar die VBG nach vorherigem ärztlichen Gutachten einen geeigneten Stuhl für dich.

    4. Wir arbeiten in Objekten vom Kunden des Sicherheitsunternehmes. Irgendwelche Umbauten für die Erreichung von gutem Arbeitsschutz müsste dein Chef beim Kunden beantragen.

    5. Habt ihr einen Betriebsrat? Eine seiner wichtiigsten Aufgaben ist in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung und der FaSi die Umsetzung vom Arbeitsschutz.

    6. Meine Erfahrung aus vielen Jahren Tätigkeit: Eine Behörde wird ohne Vorliegen einer konkreten Gefahr nicht aktiv, wenn sie lediglich einen Brief womöglich ohne Absender mit dem Aufzeigen von Mängeln erhält.

    7. Hast du dich bereits vorher vielleicht im Kollegenkreis über fehlendeArbeitsschutzmaßnahmen ausgelassen, kann sich dein Arbeitgeber an drei Fingern abzählen, wer einen möglichen Behördenbesuch bestellt hat.