Urlaubsanspruch und Abgeltung bei Aufhebungsvertrag zum 24.07.

  • Hallo Gemeinde,


    folgenden Sachverhalt möchte ich darlegen. Ich habe im November 2017 in der Firma angefangen und bin zum 24.07.2019 per Aufhebungsvertrag ausgeschieden. Jetzt ist es aber so, dass ich laut Tarif auf 27 Urlaubstage im Jahr komme. 2018 war ein volles Arbeitsjahr.


    Da ich in der 2 Hälfte des Jahres 2019 ausgeschieden bin stehen mir doch der volle Jahresurlaub zu oder sehe ich das falsch?


    Laut der letzten Abrechnung wurden mir nur noch 24 Tage bezahlt. Was ist denn das für ein Betrug? Ich erarbeite mir Urlaubsanspruch und bekomme ihn trotzdem nicht???? Ich überlege aufs AG zu gehen und das zur Klage zu bringen. Bisher habe ich 7 Tage genommen und hätte somit noch einen Anspruch auf 20 Tage laut Arbeitsvertrag.


    Der Arbeitsvertrag wird beidseitig unterschrieben und ist vertraglich festgelegt. Was oder wie soll ich mich jetzt verhalten? Bundesland Sachsen ist für mich zuständig !


    Habe mich überall belesen zu dieser Sache ! Im Arbeitsgesetz folgendes Zitat was im Anhang zu sehen ist.


    Ich DANKE euch mal für viele Infos im Voraus !!!!!!!!!


    Gruß MatzeUrlaubsanspruch.jpg

  • Im Tarivvertrag § 7 Abs. 6 steht folgendes:


    Neueintretende und/ode rausscheidende Arbeitnehmer erhalten so viele Zwölftel des ihnen zustehenden Jahresurlaubs, wie sie volle M onate im laufenden Kalenderjahr beschäftigt waren. Die Zwölftelung erfolgt nur in den Grenzen des § 5 BUrIG; für nach Erfüllung der Wartezeit in der zweiten Hälfte eines Kalenderjahres ausscheidende Arbeitnehmer beträgt der Urlaubsanspruch jedoch höchstens 24 Werktage.


    Entscheidend ist hier der letzte Satz. Danach sind die bezahlten 24 Urlaubstage richtig.

  • Emkay hat es ja schon erklärt.

    Darüberhinaus sollte man vll erst einmal mit dem Lohnbüro und danach ( wenn immer noch Zweifel bestehen) mit einem Arbeitsrechtler sprechen. Bevor man auf Arbeitsgericht rennt. Auch Menschen im Lohnbüro können in Zweifelsfalle Fehler machen ohne gleich vorsätzlich eine Straftat begehen zu wollen....Und manchmal vertraut der Arbeitgeber auch einfach den Aussagen seines Lohnbüros.....reden hilft....manchmal

  • Ich kenne das ganz so, dass der Jahresurlaub auf die gearbeiteten Monate umgerechnet wird. Also halt die Zwölfteilung. Allerdings sagt der TV eures Bundelandes etwas anderes. Daher scheint das ganze schon zu passen. Und noch ein kleiner Fun Fact: Mein letzter Arbeitgeber hat mir schön den noch ausstehenden Urlaub abgegolten. Ich war begeistert und dann hat sich mein Alg 1 Anspruch einfach um die Zeit nach hinten verschoben. Das war dann der Dank für 12 Monate Stunden kloppen ohne einen Tag Urlaub. Passiert mir nicht mehr ;) In Zukunft immer schön Urlaub nehmen.