Arbeitschutz und anonyme Anzeigen

  • Moin,


    ich lese hier ja immer mal wieder das man von den "zweifelhaften" Sicherheitsfirmen die Finger lassen sollen wenn dieser und jener Verstoß beobachtet wurde und danach keiner in der Chef Etage Interesse daran hat etwas an einem z.b unsicheren Arbeitsplatz zu ändern.


    Aber wie sieht es den mit anonymen Anzeigen aus? Warum sollte ich z.B eine Sicherheitsfirma "einfach so" verlassen. Man könnte doch die Firma wegen mangelndem Arbeitsschutz etc anzeigen.

    Auf diese weise würden die Schwarzen Schafe nach und nach aussortiert.


    Aber wo genau Zeige ich die Firma an? Und geht das auch anonym (wenn man z.b eigentlich nicht wirklich die Firma verlassen will sondern nur Interesse an seiner eigenen Gesundheit hat)

    Wir gehen mal davon aus das Gespräche mit der Geschäftsleitung ins leere gelaufen sind.

  • So was würde ich mir dreimal überlegen, vor allem musst für gemeldete Verstöße Beweise vorlegen!

    ---> Was hast du persönlich davon ... Rache?

    ---> Man trifft sich in dem Gewerbe öfter im Leben!

    ---> Du möchtest doch bestimmt ein gutes Zeugnis?

    ---> Die verantwortlichen Personen in vielen Sichertheitsfirmen kennen sich untereinander, und telefonieren miteinander über Bewerber.

    ---> Mein Tipp: such die was neues und mache deine Arbeit sauber bis zum Schluss.

  • Gibt noch andere Möglichkeiten....


    Gewerkschaft

    VBG

    Zoll

    Gewerbeaufsicht

    Hier werden grundsätzlich auch anonyme Hinweise geprüft bzw vertraulich gehandhabt und im Hintergrund ermittelt.

    im Zweifel mit einem Briefumschlag, dem Sachverhalt und ohne Absender.


    Anonym ist immer so eine Sache, gibt es eine Rückfrage während der Ermittlungen fehlt der Ansprechpartner und das Ding ist durch.

  • Ich denke nicht das Arbeitsschutz und dessen Einhaltung etwas mit "Rache" zu tun hat? Anonyme Meldungen sollten viele dieser "Rache Aktionen" seitens der Firma aber verhindern. Aber Dinge wie z.B ein Gutes Zeugnis kann man einklagen. ;)


    Außerdem hatte ich glaube ich nirgends erwähnt das ich vorhabe meine Firma zu verlassen bzw das es um "meine" Firma geht ;)

  • ---> Was hast du persönlich davon ... Rache?

    ---> Man trifft sich in dem Gewerbe öfter im Leben!

    ---> Du möchtest doch bestimmt ein gutes Zeugnis?

    ---> Die verantwortlichen Personen in vielen Sichertheitsfirmen kennen sich untereinander, und telefonieren miteinander über Bewerber.

    ---> Mein Tipp: such die was neues und mache deine Arbeit sauber bis zum Schluss.

    Genau diese Einstellung ist der Grund, warum die Branche nur langsam voran kommt und die schwarzen Schafe sich weiter halten.


    1.) Was hast du davon? - Einen Arbeitsplatz bei dem keine Gefahren für die Gesundheit bestehen.

    2.) Man trifft sich im Gewerbe immer öfter? - Soll das eine Drohung sein? Was soll diese Aussage bezwecken?

    3.) Du willst doch bestimmt ein gutes Zeugnis? - Wen interessiert ein Dienstzeugnis in der Branche? Zu Not lässt sich das aber auch einklagen.

    5.) Die verantwortlichen Personen in vielen Sichertheitsfirmen kennen sich untereinander, und telefonieren miteinander über Bewerber - Noch eine Drohung. Und was soll da am Ende bei herrauskommen? Das man bei keinen Firmen mehr einen Job bekommt, die sich nicht an die Gesetze halten?

    6.) Mein Tipp: such die was neues und mache deine Arbeit sauber bis zum Schluss. - Maul halten und gehorchen! Das war schon immer die Einstellung von kleingeistigen Leuten. Natürlich soll man seine Arbeit machen. Aber der Arbeitgeber hat in gleichem Maße auch seine Pflichten zu erfüllen.


    Ein Arbeitsvertrag ist kein Lehnseid bei dem man sich einem Herrn unterwirft. Ein Arbeitsvertrag ist eine beidseitige Verpflichtung, an den sich BEIDE Seiten halten müssen.


    Ich habe von Behörden in mehreren Bundesländern die Bestätigung bekommen, dass Anzeigen auch anonym bearbeitet werden. Jeder der etwas anderes behauptet, sollte sich überlegen woher er die Informationen hat.


    Wer die Taten von schwarzen Schafen duldet macht sich an der Branche als Mittäter schuldig!

  • Ich denke nicht das Arbeitsschutz und dessen Einhaltung etwas mit "Rache" zu tun hat?

    Nein, aber anonyme Anzeigen mit dem Hintergedanken...



    Warum sollte ich z.B eine Sicherheitsfirma "einfach so" verlassen.

    ...dann schon so ein bisschen.


    Hast Du Rückgrat, dann kündige der Geschäftsleitung nach den gescheiterten Gesprächen an, dass Du die problematischen (und offensichtlich nicht gelösten) Themen zur Überprüfung an die zuständigen Behörden melden wirst, damit da eine offizielle Überprüfung und Einschätzung erfolgt.


    Hast Du es nicht, such' Dir einfach einen neuen Arbeitgeber, der es besser macht.


    Ansonsten treffen alle Punkte zu, die Holmeise bereits genannt hat.

  • Aber wo genau Zeige ich die Firma an? Und geht das auch anonym (wenn man z.b eigentlich nicht wirklich die Firma verlassen will sondern nur Interesse an seiner eigenen Gesundheit hat)

    Straftaten nach StGB: Polizei oder Amtsgericht


    Verstöße gegen Mindestlohngesetz, oder bei Vorliegen von Schwarzarbeit: Zoll


    Verstöße gegen Unfallverhütungsvorschriften, Arbeitsschutzgesetz, Betriebssicherheitsverordnung, Mutterschutzgesetz, Jugendarbeitsschutzgesetz, oder Arbeitszeitgesetz: Berufsgenossenschaft oder Landesamt für Arbeitsschutz  (meistens beim Rathaus an das Ordnungsamt oder Gewerbeamt angegliedert).


    Verstöße gegen den Datenschutz: Landesbeauftragter für Datenschutz

    Sonstige Verstöße gegen Pflichten aus dem Arbeitsvertrag oder Tarifverträgen: Der freundliche Rechtsanwalt deines Vertrauens oder bei der Gewerkschaft.


    Auch anonyme Anzeigen werden bearbeitet. Allerdings ist es hilfreich, wenn man die Anzeige persönlich abgibt und Kontaktdaten für Rückfragen hinterlässt. Die Kontaktdaten werden dann selbstverständlich vertraulich behandelt. Allerdings kann es sein, dass die Behörden zusätzliche Informationen benötigen ohne die ein Verfahren einschlafen würde.

  • KampfKraut

    Werde doch mal konkret, wodurch der fehlende Arbeitsschutz an deinem Arbeitsplatz besteht!

    Denn ....

    1. Oft reichen organisatorische Veränderungen, um Gefahren für den Mitarbeiter zu umgehen oder zu vermeiden.

    2. Geeignete persönliche Schutzausrüstung stellt und besorgt der Arbeitgeber, für den Mitarbeiter kostenlos - ohen wenn und aber.

    3. Hast du z. B. Rückenprobleme, bezahlt sogar die VBG nach vorherigem ärztlichen Gutachten einen geeigneten Stuhl für dich.

    4. Wir arbeiten in Objekten vom Kunden des Sicherheitsunternehmes. Irgendwelche Umbauten für die Erreichung von gutem Arbeitsschutz müsste dein Chef beim Kunden beantragen.

    5. Habt ihr einen Betriebsrat? Eine seiner wichtiigsten Aufgaben ist in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung und der FaSi die Umsetzung vom Arbeitsschutz.

    6. Meine Erfahrung aus vielen Jahren Tätigkeit: Eine Behörde wird ohne Vorliegen einer konkreten Gefahr nicht aktiv, wenn sie lediglich einen Brief womöglich ohne Absender mit dem Aufzeigen von Mängeln erhält.

    7. Hast du dich bereits vorher vielleicht im Kollegenkreis über fehlendeArbeitsschutzmaßnahmen ausgelassen, kann sich dein Arbeitgeber an drei Fingern abzählen, wer einen möglichen Behördenbesuch bestellt hat.

  • Ich habe bisher bei irgendwelchen Problemen immer direkt den Disponenten oder andere Führungskräfte angesprochen, und habe die Erfahrung gemacht, das sich wenn man sachlich und überzeugend argumentiert, die Sachen immer zur Zufriedenheit beider Parteien klären lassen.

    Kommt natürlich darauf an, in welcher Firma man beschäftigt ist.

  • Ich habe bisher bei irgendwelchen Problemen immer direkt den Disponenten oder andere Führungskräfte angesprochen, und habe die Erfahrung gemacht, das sich wenn man sachlich und überzeugend argumentiert, die Sachen immer zur Zufriedenheit beider Parteien klären lassen.

    Kommt natürlich darauf an, in welcher Firma man beschäftigt ist.

    Richtig.

    Die ideale Reihenfolge sieht wie folgt aus:

    1.) Vorgesetzten mündlich auf das Problem hinweisen.

    2.) Vorgesetzten schriftlich auf das Problem hinweisen.

    3.) Vorgesetzten des Vorgesetzten schriftlich auf das Problem hinweisen

    4.) Vorgesetzten des Vorgesetzten schriftlich auf das Problem Hhinweisen und Anzeige bei der Behörde ankündigen.

    5.) Anzeige bei der Behörde,

  • Ok vlt. mal zu den Rahmenbedingungen.

    Es geht hierbei nicht um mich. Ich habe viele Kollegen bzw Ex Kollegen die noch heute an mich herantreten bei Fragen ect...Die Kollegen sind meist etwas älter und haben es nicht so mit: "Was darf ich/Was darf der AG - ach ich Google einfach kurz...."

    Die Ausgang Situation ist folgende:

    SMA sind über die Sicherheitsfirma bei Kunde X beschäftigt. Alle 5 Jahre wird neu ausgeschrieben und dann bleiben die SMA meistens beim Kunden aber haben anschließend eine neue Sicherheitsfirma die über sie "bestimmt".
    Beim Kunden ist eigentlich soweit alles Supi dupi bzw das Verhältniss zu diesem - nur eben die Sicherheitsfirmen sind .....sagen wir es mal so. Scheinbar besteht ein Wettbewerb untereinander wer mehr Gesetze in 5 Jahren brechen kann bzw. wer mehr SMA verheizt....

    Probleme gibt es Organisatorische (DP Änderungen innerhalb von 1 Tag), Arbeitsgesundheit (Keine Klimatisierten Pforten - Stichwort Hitzeprotokoll über mehrere Wochen mit +38-42°C) bis hin zur Ausrüstung (1 Mann Objekt,keine Totmannschalter oder eine Zentrale wo man sich melden kann ect...)

    Die Liste ist lang. SEHR lang. Aber zumindest in diesem Punkt unterscheiden sich die einzelnen Sicherheitsfirmen nicht. Es interessiert sie NULL. Weder die OL noch die BL.

    Einem älteren Kollegen wurde sogar der Hinweis gegeben das er in der Probezeit (Sie haben vor kurzem wieder die FIrma gewechselt) sofort rausfliegt falls er wie "angekündigt" bei der Hitze "umkippt"....

    Dem Kunden ist das - so Gut das Verhältnis auch sonnst ist - absolut egal. Bei Großen Firmen wie Bosch, Daimler, Siemens etc....sind die, die für den Einkauf zuständig sind in der Regel nicht die, die vor Ort sitzen. Und da bringt es meistens auch nichts wenn der Kunde vor Ort an die Zentrale meldet das es dem Wachdienst Scheiße geht. Hier zählt nur: GELD bzw. GÜNSTIG.



    Also nochmal: Warum sollte ich dem Kollegen nicht den Tipp geben das er die Firma meldet, diese hoffentlich deswegen Ärger bekommt und dann vlt was an ihrer Einstellung zu dem Mitarbeitern ändert? Anonym oder nicht ist erst mal egal.

  • Alexander Lukas

    Klar hast du recht, formal so vorzugehen. Im Endergebnis läuft das aber darauf hinaus:

    ---> Massives Mobbing gegen den der aufmüpft.

    ---> Vielleicht Versetzung in ein anderes Objekt ... Einzeldienststelle.

    ---> Als Endergbins steht die Kündigung da, sei es vom gefrusteten Betroffenen oder von der eiskalten Sicherheitsfirma.


    Zum realen Alltag:

    Da kenne ich so einige deutsche Dax-Unternehmen mit großen Produktionsbetrieben in Süddeutschland, und lautem Qualitäts- oder Copliance-Getrommel. Die interessiert es einen (Entschudigung) Scheiß, wer an den einfachen Pforten vom Sicherheitsdienstleister gestellt, die Dienste durchführt, Hauptsache billig billig! Ihre eigenen Beschäftigten sitzen in der wohlklimatisierten Sicherheitszentrale, Herr Leiter der Werkssicherheit kommuniziert ausschließlich direkt mit dem Einsatzleiter oder Geschäftsfüher der Billig-Sicherheitsdienstleister, die Probleme werden abgewunken oder nicht benannt, die Pfortenleute interessieren ihn nicht. Sollte internationaler Puplikumsverkehr vorhanden sein, regieren an den Empfängen mehrsprachig begabte Damen, meistens Eigenbeschäftigte. Es gibt sogar Großbetriebe, die nochmal eine Qualifikationsschiene dazwischen haben: da ackern dann GSSK vom Fremddienstleister an komplexen Pforten und Empfängen. Die abendlichen Schließdienste, nächtlichen Runden, Wochenenddienste usw., also ohne Kundenberührung, machen dann wiederum unterbezahlte 34a-Kräfte von teilweise obskuren Dienstleistern. Und es gibt Großbetriebe, die beauftragen mehrere Sicherheitsfirmen gleichzeitig für verschiedene Stellen, Konkurrenz belebt ja angeblich das Geschäft!



    Zu den obskuren Dienstleistern


    Gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsanalyse der Arbeitsplätze? ...

    Fremdwort für den Dienstleister, kostet Geld, machen wir nicht.

    Sonnenschutz z. B. Basecap, Sonnenschirme, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, Wasser usw. ... das können die Leute selbst kaufen!

    Betriebsrat = haben wir nicht, brauchen wir nicht, erzeugt nur Ärger. Wer das will, kann gehen oder wird gefeuert!


    Geeignete Ausrüstung? ...

    Die Klamotten werden gestellt, oft gebrauchte Sachen. Vielfach keine wasserdichte Kleidung (ist ja teuer).

    Sicherheitsschuhe, Winterstiefel usw. vielleicht, manchmal "sollen" die Leute das selbst kaufen!

    DeLuxe-Version: Schutzhelm und Warnweste kosten zusammen keine 10 €, werden großzügig gestellt.

    Taschenlampen? im Höchstfall eine ausgelutschte 3C-Maglite.


    Personal? ...

    Ist austauschbar, langjährige Zugehörigkeit interessiert nicht, da ja alle 5 Jahre neuer Arbeitsgeber.

    Überstunden- und Zeitzuschläge ... hhm ... es gibt Dienstleister, die bezahlen die nicht - oder gelten sie mit einer Monatspauschale ab.


    Betreuung durch die Sicherheitsfirma? ...

    Kostet nur, machen wir nicht, es gibt ja Telefon.

    Dienstplanänderungen täglich bis stündlich, obwohl nicht rechtens bei Billigfirmen Standard.


    Einzelarbeitsplatzüberwachung? ...

    Kostet Geld, machen wir nicht. Im Bestfall muss der Beschäftigte stündlich bei einem anderen, personell mehrfach besetztem 24h-Objekt anrufen, oder sich per Call-Rechner melden.


    Die Ausschreibung? ...

    Vergeben wird "ausschließlich" nach dem günstigsten Preis. Bessere Sicherheitsunternehmen können da nicht mithalten, da sie bei den Verrechnungssätzen draufzahlen. Gespart wir von den Obskuren an Zuschlägen, Ausrüstung, Kleidung usw.. Vielfach wird auch Pause abgezogen und nicht bezahlt oder Krankheit und Urlaub seltsam berechnet.



    KampfKraut

    - Wenn ihr Probleme mit Sonnenschutz in den Pforten habt, sprich vorsichtig mit deinem örtlichen Ansprechpartner des Kunden, den du voraus gesetzt gut kennst. Nimm dem aber vorher die Zusage ab, nichts deiner Firma davon mitzuteilen. Gut erklärt und vorgebracht fruchtet das, und bringt als Ergebnis vielleicht nötige Umbauten. Deine Temperaturaufstellung könnte dabei hilfreich sein.

    - Dienstplanänderungen MÜSSEN mindestens vier Tage vorher mitgeteilt werden, das nur als Hinweis.

    - Für den harten Weg mit den folgenden Konsequenzen gehst du vor, wie es Alexander beschrieben hat.

  • Hallo,


    dazu mal ein paar Anmerkungen......


    1. Anzeigen sind nieee wirklich Anonym.....weil um die Behörden zum Tätigwerden zu veranlassen, man so tief in Details gehen muß, daß man alleine dadurch schon rückschließen kann,WER die wohl erstellt hat.


    2.Man trifft sich in dem Gewerbe immer zweimal

    Diese Aussage ist leider nur zu wahr und wer das nicht glauben will, dem empfehle ich mal ein ausführliches Studium der Handelsregisterauszüge diverser Security-Firmen.Aus der einen Firma als Prokurist gegangen und in der anderen als Betriebsleiter wieder eingestellt und dann zur dritten als Geschäftsführer usw. usw. Selbst Gefägnisaufenthalte können diese "Karrieren" nicht dauerhaft beenden.Wer sich noch an die Insolvenz einer großen Security-Firmen aus NRW erinnern kann, da waren neben den beiden Inhabern (gleichzeitig auch GF) auch der dritte GF rechstkräftig verurteilt und inhaftiert worden.Tja...der gute Mann ist heute wieder Tätig....als "Berater" einer Wachfirma in den NBL, denn als GF darf er ja nicht mehr arbeiten dank der Gewerbeordnung.Ändert aber für die AN dieser Firma nix, da er de facto die Geschäfte führt.


    Außerdem ist jeder alte Chef nur so weit weg wie das Telfon des neuen auf dem Schreibtisch (das gilt jetz für alle Branchen).



    3.man wird nicht "angekündigt" krank....

    Der Ältrere Kollege hat einen Kardinalfehler begangen....man "kündigt" NIEEE Krankheit an......sondern ruft die 112 und läßt den RTW kommen....wenn man "zufällig " gerade außerhalb des Objektes auf K-Runde ist....dann ist die Bude nämlich zu und es gibt morgens mächtig Ärger von allen Seiten für die Sicherheitsfirma.Denn das ist ein Arbeitsunfall und die BG wird vom Krankenhaus am nächsten Morgen informiert.....dann kreist der MOB *grinz*.





    Anmerkung zu "Totmannschalter":


    Also erstens gibt es diesen in dieser Form gar nicht,sondern es gibt diverse technische Lösungsmöglichkeiten,denen aber alle ein Hauptproblem anhaftet......nämlich WIE sollen Helfer (Rettungsdienst oder Kontroll-Inspektoren oder Revierfahrer) in das betreffende Objekt gelangen ??

    Und WO sollen sie dann den MA suchen ??

    Denn keineswegs alle Kunden sind dazu bereit , GHS an Dritte außerhalb der Firma auszugeben und der im FSK für die Feuwerwehr wird ja nur beim Auslösen der BMA freigegeben.

  • Im Bereich der IT und Rechenzentren sind Totmanschalter zum Beispiel am Gürtel nichts ungewöhnliches, bewegst Du Dich nicht mehr, piept er, wird der Ton nicht quittiert, schlägt das Ding im Leitstand Alarm und der Werkschutz rückt aus.


    Ansonsten sprechen wir hier vom Arbeitschutz "DGUV Information 212-139"


    Ich meine Coredinate hat ein zertifiziertes Gerät im Einsatz bzw im ANgebot...


    Interessantes Thema

  • Hallo Fump,


    wie gesagt was nützt dir der ganze Käse, wenn du nicht weisst WOO der SMA dann ist.


    Wir reden hier von Einzelarbeitsplätzen wo sonst NIEMAND am oder im Objekt ist.


    Schau doch nur einmal in die von dir verlinkte "Regel" der BGU rein....da ist der Wachmann als Pförtner im Alleindienst als gering gefährdet bewertet.

    Obwohl gerade der bzw. natürlich JEDER, der alleinige irgendwo herumkraxelt, mehr gefährdert ist als Leute die zu mehreren zusammen arbeiten.


    Denn gerade bei Kontrollgängen kommst du ja oft in Bereiche, wo Funkgeräte (auch Handys ) versagen.


    Dazu kommen dann noch die neugierigen Wachmänner die auf eigene Faust von dem vorgegebenen Rundgang abweichen und die du daher nicht bzw. zu spät finden würdest.


    In meiner Zeit als Revier-und AV -Fahrer hatte ich am meistens mit den "Einzelkämpfern" zu tun, die im Winter den Witterungsverhältnissen zum Opfer fielen (Stürze etc.) und die deswegen abgelöst werden mussten aber das noch selber bei der Zentrale anfordern konnten.


    Nur ein einziges Mal war ein Toter zu beklagen,der aber bereits durch die MA des Kunden am Objekt in der Pforte aufgefunden wurde und die ersten Hilfsmaßnahmen durch diese eingeleitet wurden, leider ohne Erfolg.

  • Ansich müsste es einen Bereitschaftsdienst für Revierfahrer / Einsatzleiter geben, die sowohl die Orte des Rundgangs kennen, als auch wo sie der Herr am meisten aufhält. Gut, wer von seiner Route abweicht hat Teilschuld.


    Ein andere Möglichkeit wäre es ja, gerade im Winter, dem MA einen kompletten Anzug zu stellen, der auch Sturz - & stolpern "abfedern" kann. Muss ja nicht gleich ein Michelin Männchen sein.

  • Hallo Fump,


    nun, das (EA) ist doch nicht "Gefährlich......siehe die von dir verlinkte BGU-Handlungsrichtlinie.......


    Racer


    Quote


    Ansich müsste es einen Bereitschaftsdienst für Revierfahrer / Einsatzleiter geben, die sowohl die Orte des Rundgangs kennen, als auch wo sie der Herr


    In einer guten Sicherheitsfirma sind die Revierfahrer/Kontrollinspektoren in die Objekte eingwiesen bzw.haben den "Rundenplan" für das jeweilieg Objekt in einem Ordner (oder auf dem Smartphone) dabei.



    Und das:

    Quote

    Gut, wer von seiner Route abweicht hat Teilschuld.


    ist Blödsinn, weil man soll ja immer die Kontrollgänge varieren,damit eben niemand den Rundenverlauf ausspähen und sich darauf einrichten kann.

    Weil sonst kann man auch gleich ein Schild "Klauen zwischen 22:45 und 23:10 Uhr bestens möglich" an das Werkstor hängen.

    Denn genau das passiert nämlich bei festgelegten Rundengängen.


    Und der Witz mit der Schutzkleidung ist gut :-))

    Auf festen Objekten hast du nämlich meistens das Problem,das du nur Teile der Runde draußen drehst und den Rest in den Gebäuden,willst du dann nach jeder Runde Schweißgebadet in der Pforte sitzen, die wenn du Pech hast, nicht mal eine Klimaanlage hat.