MINISTERIELLER ZUSTÄNDIGKEITSWECHSEL FÜR DAS SICHERHEITSGEWERBE

  • Die Chancen stehen gut, dass die Zuständigkeit für das private Sicherheitsgewerbe vom Bundeswirtschafts- zum Bundesinnenministerium wechselt. Das löst bei den Sicherheitsverbänden unterschiedliche Reaktionen aus. Der BDSW ist hoch erfreut, hat er doch jahrelang dafür gekämpft. Andere Verbände sind weniger euphorisch, etwa der VSW in Mainz. Dritte wiederum wollten sich öffentlich nicht äußern. Noch anderen hat es offensichtlich ganz die Sprache verschlagen. Jeder eben, wie er mag – und wie er seine eigene Bedeutung einschätzt und sich für seine Mitglieder einsetzt. Vier Sicherheitsverbände haben immerhin Stellung bezogen zur „Frage in die Runde – Spezial“, ob das Sicherheitsgewerbe beim Bundesinnenministerium besser aufgehoben ist als beim Bundeswirtschaftsministerium
    – hier:
    https://marktplatz-sicherheit.…e-runde/innenministerium/

  • Ich höre immer nur, dass viele nach mehr Regeln und mehr Kompetenzen fragen.

    In meinen Augen wären die existierenden Regeln schon sehr gut, wenn sich die Unternehmen an sie halten würden.

    Dazu wären aber auch Kontrollen notwendig.

    Am Bewachungsgewerbe würde sich auch dann nichts ändern, wenn wir dem Bundesinnenminister persönlich unterstellt werden würden, aber niemand kontrolliert, ob die Regeln eingehalten werden.


    Für mich ist das Aktionismus und Nebelkerzenpolitik, die vom eigentlichen Versagen ablenken soll.

    Gerade die großen Unternehmen, die nach mehr Kontrolle rufen, wären gut beraten, sich selbst an die Regeln zu halten, die jetzt schon existieren,


    Wenn alle die aktuellen Gesetze einhalten und immer noch Missstände herrschen, kann man immer noch darüber nachdenken Gesetze zu ändern und Kompetenzen zu verschieben.

  • Theoretisch nicht ganz verkehrt.


    Das Problem sehe ich in der Sachkundeprüfung (SKP) § 34a. Das ist nur eine Qualifikation und keine Ausbildung. Wenn unter dem Bundesinnenministerium die Regelung dahingehend geändert wird, das nur noch Fachkräfte und Meister eine eigene Firma aufmachen dürfen, dann wäre der Einhaltung der Regeln womöglich schon geholfen.


    Aber ja, mehr Kontrollen wären durchaus angebracht.

  • Theoretisch nicht ganz verkehrt.


    Das Problem sehe ich in der Sachkundeprüfung (SKP) § 34a. Das ist nur eine Qualifikation und keine Ausbildung. Wenn unter dem Bundesinnenministerium die Regelung dahingehend geändert wird, das nur noch Fachkräfte und Meister eine eigene Firma aufmachen dürfen, dann wäre der Einhaltung der Regeln womöglich schon geholfen.


    Aber ja, mehr Kontrollen wären durchaus angebracht.

    Ich stimme dir zu was die Voraussetzungen zur Gewerbeerröffnung angehen, nicht aber, dass es durch eine höhere Qualifikation automatisch zu mehr Einhaltung der Regeln kommt. Dazu bedarf es in der Tat wesentlich mehr Kontrollen. Jeder Firmeninhaber wird versuchen möglichst gewinnbringend zu arbeiten, dass geht halt dank Dumpingpreisen auch der öffentlichen Hand nur mit mehr oder weniger großen Regelverstößen. Das fängt ja schon damit an, dass es unmöglich ist mit einer geregelten 40 h Woche auf einen halbwegs bedarfsdeckenden Arbeitslohn zu kommen.


    Prinzipiell wird die SKP viel zu hoch gewichtet, da es eine reine Abfrage von theoretischem Wissen ist. Von dem man vieles im Sicherheitsalltag noch nicht einmal braucht,

  • Welche strengeren Regeln hättest du so im Sinn?

    Natürlich muss der Wechsel nichts schlechtes bedeuten, aber manchmal kommt es doch zu überzogenen Reaktionen.

    Das heißt es werden eventuell wie auch immer geartete Dinge verschlimmbessert. Meine Bedenken sind da allgemeiner Natur, ich wüsste jetzt kein konkretes Beispiel, ich möchte aber mal von einem positiven Verlauf ausgehen.

  • Stimmt. Kontrolle wäre echt gut aber ich glaube nicht das Gewerbeämter das nötige Personal haben.

    Ich denke der Zoll wäre für sowas besser geeignet.