Pfand für Dienstkleidung

  • Pfand/Kaution/Abkauf, alles schon gehört.....


    als Arbeitnehmer naja.... die Kleidung muss gestellt werden... Punkt.


    Als Führungskraft kann ich die Entscheidungen bei einigen Unternehmen nachvollziehen. Wir bekommen teilweise Dienstkleidung zurück die direkt in die Tonne kann. Pullover in 56 die nicht mal mehr einem 10 Jährigem passen würden, Hemden bei denen man sich nicht sicher ist ob es der Dreck ist der sie zusammenhält und und und...


    Aber auch genug die die Kleidung sauber und akkurat abgeben...


    Wer der Meinung ist das es ihm egal ist, wie und ob er seine Dienstkleidung vollständig zurück gibt, der muss sich dann nicht wundern wenn Ansprüche geltend gemacht werden.

  • War ja auch nicht ganz Ernst gemeint;) - vielen fällt erst nach vielen Jahren "auf" wie besch....eiden unser Gewerbe bezahlt wird.
    Und dann wird die Firma eben von innen Zersetzt. Quasi die Quittung für schlecht behandelt werden von den Vorgensetzen ect... alles schon erlebt.

  • Hallo,


    da muss ich jetzt aber auch noch mal insistieren.....


    Ganz soo unschuldig,das Dienstkleidung verschlissen zurück kommt, sind die AG ja nun auch nicht.

    Denn wer für einen Wachmann mit Außenrunden in bescheidenem Gelände nicht mehr übrg hat als

    1 Stoffhose und

    2 Hemden mit langen Arm und

    2 Hemden mit kurzem Arm


    bei 12 Stunden Schichten,darf sich nicht wundern.


    So eine Austattung ist was für reine Pfortendienste in einer klimatiserten Bude aber nicht in der "Hundehütte" von 1935 mit Klimaanlage manuell (nämlich Tür auf oder nicht) mit ausgedehnten Runden in Dreck und Matsch und schlimmeren.


    Auch die Stoffauswahl hat da entscheidenden Einfluß....es gibt Hemden(oder Hosen) , die trocknen inenrhalb von ein paar Stunden und andere , die dafür 3 Tage brauchen.

  • Hallo Fump,


    was für einen Ersatz ? :-)


    Du bekommst 2 paar Hemden (lang) und die müssen nach Möglichkeit 30 Jahre halten (und das ist leider nciht witzig gemeint, sondern Realität ).


    Und das bei einem nicht gerade kleinen Unetrnehmen der Branche, also bitte nicht immer die "Unschuldigen AG" verteidigen.

  • vorheriger AG....

    7 LA und 7 KA, 3 Hosen, 2 Jacken, Kälteschutz und einiges mehr.... nicht repräsentativ für die Branche...

    about 2.000 Mitarbeiter


    aktueller

    5 Polo, 2 Hosen, 1 Softshell, 1 Jacke etc

    about 70 Mitarbeiter


    Wenn DU bei einem arbeitest der Dir bei 30 Grad und mehr lediglich 2 LA Hemden gibt.... selber Schuld... Sicherheit ist überwiegend ein Arbeitnehmermarkt, ich hab nur wenig Verständnis für Mitarbeiter die beschreiben wie schlimm alles ist und erwarten das sich einfach so, via Zauberei etc ändert....

  • Hallo Fump,


    ich weiss ja nicht in welchen Bundesland du so tätig bist und an welchem Ort, aber für viele in unseren Gewerbe ist die Auswahl nicht gerade groß,du hast du ie Wahl zwischen Hartz IV oder 2 Hemden und 1300 € Netto verdienen,.....und jetzt die Publikumsfrage: WO würdest du arbeiten wollen ?


    Ach ja, noch ein kleiner Hinweis von mir :-)


    Wenn ich hier was kommentiere,geht es (außer wenn ich es explizit sage)nicht um meine Person, sondern um die Allgemienheit udn vor allem um die MA die weder Zeit noch Möglichkeit haben, sich hier zu äußern.



    Holmeise

    was wolltest du uns jetzt damit sagen ?? *grübel*

  • Ich höre eigentlich überall das Gleiche..... offene Positionen die nicht besetzt werden können. Im Süden/Südwesten reicht schon die Sachkunde um sich seinen Arbeitgeber auszusuchen und "gut" zu verdienen. In den Großstädten wird händeringend nach Mitarbeitern ab Sachkunde gesucht.

    Mein Beispiel mit den 14 Hemden... hier liegt man bei Regelstunden tatsächlich bei ca. 1.300.

  • Zitat aus dem Bundesmanteltarifvertrag für unser Gewerbe:


    § 10 Ausrüstung und Bekleidung


    1. Die für den Dienst erforderliche Ausrüstung und die erforderliche Dienstkleidung sind dem Arbeitnehmer vom Arbeitgeber in ordnungsgemäßem Zustand unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, diese Sachen im Dienst zu gebrauchen. Zum Gebrauch außer Dienst ist er ohne ausdrückliche Genehmigung der Betriebsleitungnicht befugt.


    Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, die ihm übergebenen Ausrüstungs- und Bekleidungsstücke in Ordnung zu halten. Die Kosten für notwendige Reparaturen trägt der Arbeitgeber, wenn die Reparatur mit seiner Genehmigung vorgenommen wurde.


    2. Wer Kleidungs- und Ausrüstungsstücke verliert oder schuldhaft beschädigt, hat dem Arbeitgeber den nachweislich entstandenen Schaden (Zeitwert) zu ersetzen.

    ----------------------------------------------------->

    zu 1. ... unentgeldlich ... Von einem "Pfand" für Dienstkleidung kein Wort! (Deshalb der Punkt ... NickNatterton ).

    In vielen Länder-Manteltarifverträgen ist die Rückgabe von Dienstkleidung separat geregelt. Um Problemen grundsätzlich damit aus dem Weg zu gehen, kann man jedem Mitarbeiter nur empfehlen, bei Beschädigungen oder Verlust von Dienstkleidung (und Ausrüstung) eine schriftliche Meldung an den Arbeitgeber zu verfassen. Ist zurückgegebene Dienstkleidung beschädigt ... na und? Die Kosten einer Reparatur ist Sache des Arbeitgebers, wenn die Kleidung nicht vorsätzlich bzw. grob fahrlässig (siehe auch nachfolgender Absatz) beschädigt wurde. Waschen würde ich das Zeug so weit möglich vor der Rückgabe auf jeden Fall, in die chemische Reinigung geben nicht.

    ... im Dienst zu gebrauchen ... Fehlen im Objekt Umkleidemöglichkeiten, sollte der Arbeitnehmer auf eine einzelvertragliche, schriftliche Regelung für das Tragen der Dienstkleidung während der Fahrt vom/zum Arbeitsplatz bestehen. Ist ein Betriebsrat vorhanden, kann dafür eine Betriebsvereinbarung geschlossen werden.


    zu 2. Reparaturen zahlt Chefe, wenn vorher gefragt wurde.

    ... schuldhaft beschädigt ... ist eigentlich eindeutig. Es beinhaltet Grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz. Deshalb vorbauen mit der im vorherigen Absatz vorgeschlagenen Meldung. ... verliert ... beinhaltet nach meiner Meinung nicht, wenn das Zeug gestohlen wurde, deshalb unbedingt Meldung wie vor.


    Was gar nicht geht:

    - Pfand für Dienstkleidung und

    - Einbehaltung von Lohn für Reparaturen oder Reinigung durch den Arbeitgeber.

    (Lohnzahlung für geleistete Dienste hat mit Schadenersatz für Dienstkleidung nicht das Geringste zu tun!)


    Das sind meine persönlichen Meinungen zu diesem Thema.

  • Hallo Fump,


    welcher Süden ?? :-)


    Und das offene Positionen nicht besetzt werden können, kann an vielen Dingen liegen, ein Ay´sylantenheim würde ich mir trotz des guten Stundenlohnes zum B. Freiwillig nicht antun.


    Und 1.300,- € NETTO sind für die meistens Großstädte viel zu wenig, weil dort nämlich auch die Kosten entsprechend hoch sind, angefangen von der Miete bis zu den Lebenshaltungskosten.


    Da bei mir langsam die Rente ansteht, würde ich ja gerne nach MUC ziehen,weil du da sehr lange "schönes" vor allem aber warmes Wetter hast (Fön-Gebiet der Alpen) ...tja aber das ist mit unseren Löhnen nicht zu stemmen.


    Und wenn unsere Öko-Terroristen jetzt ihre dämliche CO2-Abgabe einführen, wird es in usnere Branche noch mehr offene Stellen geben, denn woher willst du dann das Autofahren zur Arbeit noch bezahlen ?