KLEIDUNG MIT „SECURITY“-AUFSCHRIFT DARF JEDER ERWERBEN – IST DAS EIGENTLICH OKAY

  • Wer einen Pulli mit der Aufschrift „Polizei“ erwerben will, muss nachweisen, dass er als Beamter dazu berechtigt ist. Anders dagegen bei der Aufschrift „Security“: Dieser Pulli wird ratzfatz an jeden abgegeben, der dafür bezahlt – egal, ob er eine Sachkundeprüfung erfolgreich abgeschlossen oder sich eine anderweitige Sicherheitskompetenz angeeignet hat. Ist das in Ordnung, fragt sich unsere Redakteurin Kerstin Rolle aus Anlass des Kampagnenstarts „Menschen in Uniform“ des Bundesinnenministeriums. Und sie beantwortet die Frage gleich selbst: Nein! Warum – das begründet sie im neuesten Video.



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  • Es ist insofern in Ordnung, weil SMA in keinster Weise (ausser vll bei PPP im Einzelfall) hoheitliche Rechte haben.
    SMA sind also schlicht normale Bürger, die max. im Privatrecht mehr Rechte durch vertraglich übertragene Rechte haben (Hausrecht, Selbsthilfe des Besitzdieners). Warum sollte diese Kleidung nicht jeder erwerben dürfen? Security ist im übrigen auch kein geschützter Begriff. Da darf auch jeder mit rumrennen. Etwas anders sieht es dann schon beim Begriff "Sicherheitsdienst" aus. Aber auch hier gilt: Warum sollte ich etwas verbieten, was eigentlich keine Relevanz hat?

  • Wie schon mein damaliger Ausbilder sagte "Eine Uniform macht noch keinen Soldaten."


    Und der Begriff "Security" ist nicht geschützt.
    Mal davon ab ist im Grunde eine Uniform in Verbindung mit einem entsprechenden Ausweis gültig.

  • Eigentlich reicht auch nur der Ausweis bei der Executiven.
    Aber selbst mit Dienstkleidung und Ausweis, haben wir ja keine wirklichen Rechte. Das Hausrecht kann ja theoretisch auch der Putzfirma übertragen wurden sein, und der SMA darf nur die Betriebssicherheit der Türen kontrollieren....Da können dann drei Typen mit Hausverbot reinkommen und ICH darf gesetzlich nichts machen, wenn in der Dienstanweisung steht, dass ich das Hausrecht NICHT habe.

  • Muss der Dame im Video schon zustimmen.


    Bin auch der Ansicht, dass das nicht sein sollte. Die Frage ist ja, warum darf ich nicht "Polizei" tragen? Unabhängig von der Amtsanmaßung würde es auch zur Verwirrung führen, denn man denkt ja nicht an ein eine unbefugte Person.


    Gleiches sehe ich auch hier, für "Security". In einigen öffentlichen Diensten, wo manchmal auch Sicherheitsdienste eingesetzt werden, kann auch dies zur Verwirrung führen. Ferner schafft "Security" auch ein Sicherheitsgefühl und wenn das dann andere für Schindluder verwenden, dann passt da was nicht.


    Mit hoheitlichen Rechten hat das nichts zu tun. Auch wissen viele Leute nichts von der Ausweispflicht bei der Polizei & den Sicherheitsfirmen.

  • Es hat insoweit etwas mit hoheitlichen Rechten zu tun, das die Exekutive die Rechte des Staates vertritt. Und natürlich möchte der Staat auf Nummer sicher gehen, dass es sich dabei nur um autorisierte Menschen handelt. Eben auch weil sie mehr Rechte haben als Otto Normal Bürger.


    Fühlst du dich wirklich sicherer, wenn du Menschen in Uniform um dich hast? Ich hab bist dato noch keine getroffen ( außer Feuerwehr und THW) die ein Sicherheitsgefühl vermittelt haben. Eher ein Gefühl der Beklemmung ( gerade bei bewaffneten). Und Schindluder haben wir eher in den eigenen Reihen. Das fängt ja schon damit an, das viele ehemalige Mitarbeiter ihre Klamotten nicht zurückgeben brauchen, weil sie niemals für den Erhalt quittiert haben oder die Firma von heute auf morgen nicht mehr existiert hat, Dienstausweise werden teilweise übre 10 Jahre ausgestellt und ebenfalls nicht zurückverlangt. Von dem öffentlichen Auftreten der SMA mal ganz zu schweigen. Ich denke hier allein nur mit Grausen an die netten Herrn die hier im Auftrag der DB Sicherheit die S-Bahnen begleiten. Oder die tollen Ladendetektive im Edeka in Bonn. Ich bin immer kurz davor denen eine Visitenkarte von unserer Akademie in die Hand zu drücken. Da sieht keiner so aus als wäre er fachlich befähigt......mea culpa....


    Davon abgesehen, wo gewährleisten wir denn tatsächlich eine erhöhte gegenüber der Bevölkerung? Klar ein Stückweit in öffentlichen Verkehrsbereichen. Aber da dürfen wir doch auch nur das tun, was jeder tun darf ( vom Aussprechen von Hausverboten und deren Durchsetzung mal abgesehen, aber das kann der Sachbearbeiter aus Zimmer 307 auch....)


    Das größte Problem liegt meiner Meinung nach darin, dass sowohl SMA als auch die Bevölkerung der Meinung ist, dass SMAs mehr Rechte haben als sie. Und unter dem Aspekt ist der Verkauf tatsächlich kritisch zu sehen. Oder bei der Tatsache, dass Sicherheitsdienste in anderen Ländern durchaus hoheitliche Rechte haben, gerne in Staten mit weniger Rechtsstaatlichkeit. Aber da würde dann auch ein Anzug/Fakeuniform mit gefaktem oder behaltenen Dienstausweis reichen....dagegen hilft tatsächlich nur Ausbildung und Sensibilisierung des Sicherheitspersonals, Überwachung und Aufklärung....