zugelassene Elektroschockgeräte

  • Hallo!
    Mein Name ist Judith und ich habe in Letzter Zeit sehr aufmerksam die Recgtslage bei den Elektroschockern verfolgt. Vor allem als Geräte mit PTB Zeichen zugelassen wurden. Aber als ich mir die Geräte näher angesehen habe musste ich eher schmunzeln, da die Geräte wohl bestenfalls zum Kitzeln des Angreifers reichen würden denke ich.


    lg Judith

    Mod: Link entfernt

  • Wir haben uns früher damit beim zocken geschockt, wenn der Gegenspieler in Tekken3 drohte zu gewinnen.
    An sich ne nette Abschreckung, wenn es knattert und der Blitzbogen zu sehen ist, aber grundsätzlich nicht zu empfehlen.


    Aber es gibt ja Kombigeräte mit ner Pfefferkartusche. Hier sieht das ganze schon anders aus, aber wegen Notwehrüberschreitung sollte man auch hier die Finger davon lassen.


    Bleibt gesund

  • Grundsätzlich gesprochen eignen sich Elektroschocker mit PTB-Siegel schon zur Selbstverteidigung. Das Problem ist halt einfach, dass der Angreifer nicht gleich kampfunfähig ist. Man sollte das Schocken einfach als kurzen Zeitvorsprung in Sachen Flucht benutzen. Zudem hat so ein Schocker auch eine abschreckende Wirkung und kann viele brenzlige Situationen durch das bloße Zeigen entschärfen. Ich würde mir aber persönlich keinen E-Schocker zur Selbstverteidigung zulegen. Man sollte auch bedenken, dass nur gegen 1 Person vorgegangen werden kann. Außerdem muss man erstmal unverletzt an den Angreifer rankommen. Da gibt es bessere Möglichkeiten: Pfeffersprays, Pfefferspraypistolen oder auch das Besuchen eines passenden SV-Kurses. Wobei ich letztere Variante klar bevorzuge! Eine Waffe hat man schließlich nicht immer dabei.

  • Diese Dinger haben hauptsächlich einen psychologischen Effekt, da das geknister gefährlich aussieht. Ähnlich wie CS-Spray gegen wirklich aggressive Angreifer nicht einsetzbar.

    Die Geräte, die tatsächlich Wums haben, bekommen kein PTB Zeichen. Die, die ein PTB-Zeichen haben, haben nicht wirklich nachhaltige Wirkung.


    Außerdem muss man sehr nah an den Angreifer ran um diese Geräte einzusetzen.


    Zur Selbstverteidigung bevorzuge ich Pfefferspray und eine kleine stabile Taschenlampe oder den Uzi-Pen.


    Abschließend gilt wie immer: Ein Einsatzmittel ist nur so gut, wie der, der es einsetzt.

  • Jop der uzi pen ist sehr überzeugend.


    Zitat: Eine Waffe hat man schließlich nicht immer dabei.


    Pfeffer oder Kubotan sind ja keine Waffen...

    Daher hab ich immer beides dabei, auf Veranstaltungen natürlich nur einen "stabilen Kugelschreiber".


    Zum SV Kurs:

    Halt ich nicht viel von.

    Keine Praxisnähe, keine Vorbereitung auf die Brutalität, kein Abbau der Schlaghemmung, zu großes Risiko verletzt zu werden im Verteidigungsfall, monatliche Kosten.

    Da muss schon ein guter Trainer gefunden werden der das auch wert ist. Dann kanns gut laufen.

    Dann doch lieber Abzug runterdrücken und zielen.

  • Halt ich nicht viel von.

    Keine Praxisnähe, keine Vorbereitung auf die Brutalität, kein Abbau der Schlaghemmung, zu großes Risiko verletzt zu werden im Verteidigungsfall, monatliche Kosten.

    Da muss schon ein guter Trainer gefunden werden der das auch wert ist. Dann kanns gut laufen.

    Dann doch lieber Abzug runterdrücken und zielen.

    Das kommt voll auf den SV-Kurs an. Meiner Erfahrung nach sind 90% der Kurse Müll und nur Selbstdarstellung der Trainer.

    Ein Großer Teil der Trainer kommt aus dem Breitensport und hat dort 15 Jahre Judo oder Karate auf der Matte trainiert, aber keine Erfahrung auf der Straße.


    Was meiner Erfahrung nach sehr gut ist, sind Selbstbehauptungskurse, die in BaWü häufig von der Polizei angeboten werden. Da wird dann eine Woche richtig mit den Teilnehmern an ihrem Auftreten gearbeitet und auch die rechtlichen Hintergründe werden vermittelt. Ich hab da schon Frauen hingeschickt, die kamen völlig verändert zurück ;)


    Wenn aber 16-jährige Mädchen von einem Ju-Jutsu-Danträger in 4 Stunden irgendwelche Hebeltricks gezeigt bekommen und den Mädels dann eingeredet wird, dass das in der Realität funktioniert, dann ist das in meinen Augen fahrlässig.


    Ich hatte auch mal einen Trainer, der meinte jede seiner Schülerinnen, die mehr als ein Jahr bei ihm trainiert, könnte mit mir den Boden aufwischen. Man muss dazu sagen, dass ich 1m90 m groß min und ca 110 kg auf die Wage bekomme. Seine Schülerinnen gingen mir im Schnitt bis zur Brust und wogen so viel wie mein Bein. Keine von denen hat es unter halbwegs realistischen Bedingungen geschafft, mich auch nur annäherungsweise aufzuhalten. Und das nach teilweise 2-3 Jahren Training. Solche Trainer/Lehrer sollten ihre Zulassung verlieren. Die geben den Schülern eine Sicherheit mit, die sie im Ernstfall nicht einlösen können. Als Anfänger im Boxclub hingegen, haben mich Mädchen, die 3 Jahren trainiert haben, durch die Halle geprügelt, ohne dass ich was ausrichten konnte. Im BJJ haben Leute, die 6 Monate trainiert haben und die Hälfte von mir wogen mit mir den Boden geputzt.


    Ich hab das ganze deshalb in die eigene Hand genommen. Ich hab mich mit ein paar Polen aus meinem Boxclub zum privaten Sparring getroffen. Da gabs dann keine Hausfrauen-Bespaßung, sondern es ging zur Sache. Oder ich hab mich mit Kollegen privat getroffen, die irgendwelche Kampfsportarten oder Selbstverteidigungssysteme trainieren.

    Wenn man das ganze privat organisiert, muss man auch nicht aufpassen, dass jemandem Fingernagel abbricht, oder das Make-Up Verwischt. Da lernt man dann in 4-5 Trainingseinheiten mehr, als in einem Jahr Karate im Verein.